Ausstellung: IG Farben: Von Anilin bis Zwangsarbeit.

Ausstellung: IG Farben: Von Anilin bis Zwangsarbeit.

Zwischen Aufarbeitung und Aktivismus

Wege einer Wanderausstellung über die Geschichte der IG Farben

Anfang der 1990er-Jahre sorgten Chemie-Studierende verschiedener deutscher Universitäten für Aufruhr, als sie sich daran machten, die Rolle des Chemie- und Pharmakonzerns IG Farben im Nationalsozialismus aufzuarbeiten und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit öffentlich zu präsentieren. Die Studierenden schufen eine Wanderausstellung, die jetzt vom JCF (JungesChemieForum) wiederentdeckt und nach Freiberg geholt wurde.

Die Ausstellung in der Universitätsbibliothek Freiberg zur Geschichte der IG Farben beleuchtet deren Entstehung ab Mitte des 19. Jahrhunderts sowie ihrer Rolle vor, während und nach den beiden Weltkriegen bis heute – und zugleich macht sie die Entstehungsgeschichte einer studentischen Wanderausstellung aus den 1990er und 2000er Jahren sichtbar.

Sie zeigt, wie sich Studierende und Fachschaften der Chemie trotz Widerständen an Universitäten für historische Aufarbeitung engagiert haben. Im Zentrum stehen die Verflechtungen von chemischer Industrie, Moral und Politik, aber auch die Frage nach gesellschaftlicher Verantwortung von Akademiker:innen – damals wie heute.

 

Mehr Informationen zur Ausstellung

Start
16.04.2026
End
22.08.2026
Event location
Universitätsbibliothek/Hörsaalzentrum | 2. Obergeschoss | Winklerstraße 3, 09599 Freiberg
Event language
German
Ausstellung
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