Entscheidung für Auschwitz
Um den Überfall auf die Sowjetunion zu ermöglichen, verlangte die Nazi-Regierung [nationalsozialistische] u.a. [unter anderem] eine deutliche Vergrößerung der Bunakapazität [Buna war ein synthetischer Gummi, dieser wurde für Fahrzeuge ect. gebraucht]. Neue Fabriken mußten her, die in Hüls [heute: Stadtteil von Marl im Kreis Recklinghausen] und Schkopau [heute: im Saalekreis] reichten bei weitem nicht aus.
Carl Krauch [1887-1968] schickte Otto Ambros [1901-1990], einen der begabtesten Chemiker der I.G., nach Schlesien, um dort einen Standort für ein künftiges Buna-Werk zu finden. Der empfahl schließlich ein kleines Dorf, das ihm besonders gut geeignet schien.
In der Nähe befand sich eine Kohlengrube, und das Zusammentreffen dreier Flüsse garantierte eine ausreichende Wasserversorgung. Die Reichsbahn, die Autobahn und die drei Flüsse boten zudem exzellente Verkehrsanbindungen.
Doch vor allen gab es einen überwältigenden Vorteil: Die SS [Schutzstaffel] hatte weitreichende Vergrößerungspläne für ein nahegelegenes Konzentrationslager. Die Aussicht auf unbegrenzten Nachschub von Zwangsarbeitern war zu verlockend [überspitzt; Nachweis einfügen!]. Und Krauch stimmte begeistert zu [überspitzt; Nachweis einfügen!].
Der Name des polnischen Dorfes, das zum Standpunkt für diese größte Buna-Anlage der I.G. gewählt wurde, war Oswiecim, zu deutsch: Auschwitz.
Da der Angriff auf die Sowjetunion unmittelbar bevorstand, beschäftigte sich die I.G. schon mit den zu erwartenden immensen Gewinnen im Osten [überspitzt; Nachweis einfügen!]. Auschwitz erschien den Managern so chancenreich, dass man ausnahmsweise auf Subventionen vom Staat verzichten konnte. So beschlossen die Direktoren, 900 Millionen Reichsmark in das Objekt zu investieren.