IG Farben: The path of a monopoly through history – from aniline to forced labour.
On the emergence and development of the German chemical industry
The idea for a paper on the roots of the German chemical industry and the ominous history of the I.G. Farben Group (IG = Interessengemeinschaft, interest group) arose in the early 1990s (original: almost 15 years ago) at a federal conference of chemistry student associations. The immediate catalyst at the time was the property claims of West German industrial companies in the territory of the former GDR (German Democratic Republic). The demands of ‘I.G. Farben in dissolution’, whose existence had hardly been noticed until then, caused a particular stir.
Several student groups at various universities throughout Germany then spent years researching the individual eras in the history of this gigantic chemical company. They compiled their findings in a remarkable brochure and an exhibition that was shown at various universities throughout Germany.
The upcoming 60th anniversary of the defeat of the Nazi dictatorship prompted (2005) the AStA (General Student Committee) of the Technical University of Applied Sciences Berlin (since 2021: Berlin University of Applied Sciences) to revise and update the exhibition. IG Farben still exists today, and former forced labourers in fascist concentration camps are still fighting for compensation.
With this documentation of interesting data, images, facts and background information, the students also want to encourage a critical examination of today's society. Because much of what happened back then and was so terrible is not just part of our past.
Those who do not know their history are doomed to repeat it.
~ Richard von Weizsäcker (German politician, 1920-2015)
IG Farben: Der Weg eines Monopols durch die Geschichte
Von Anilin bis Zwangsarbeit.
Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen chemischen Industrie
Die Idee zu einer Arbeit über die Wurzeln der deutschen Chemie-Industrie und die unheilvolle Geschichte des I.G. (Interessengemeinschaft) Farben-Konzerns entstand vor fast 15 Jahren (zum Zeitpunkt der Erstellung und damit zum Anfang der 1990er Jahre) auf einer Bundesfachtagung der Chemiefachschaften. Aktueller Anlass waren damals die Besitzansprüche westdeutscher Industrieunternehmen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Besonderes Aufsehen erregten dabei die Forderung der "I.G. Farben in Auflösung", deren Existenz bis dahin kaum noch wahrgenommen worden war.
Mehrere Studenten-Gruppen an verschiedenen Universitäten im gesamten Bundesgebiet erforschten daraufhin jahrelang die einzelnen Epochen der Geschichte dieses gigantischen Chemie-Konzerns. Ihre Ergebnisse stellten sie in einer bemerkenswerten Broschüre und einer Ausstellung zusammen, die an verschiedenen Universitäten in ganz Deutschland gezeigt wurde.
Der bevorstehende 60. Jahrestag der Zerschlagung der Nazidiktatur war (2005) für den AStA (Allgemeiner Studentenausschuss) der Technischen Fachhochschule Berlin (seit 2021: Berliner Hochschule für Technik) Anlass, die Ausstellung zu überarbeiten und zu aktualisieren. Bis heute lebt die IG Farben, bis heute kämpfen ehemalige Zwangsarbeiter faschistischer Konzentrationslager um Entschädigung
Mit dieser Dokumentation interessanter Daten, Bilder, Fakten und Hintergründe wollen die Studenten aber auch zu einer kritischen Betrachtung der heutigen Gesellschaft anregen. Denn vieles von dem, was damals geschehen ist und so schrecklich war, ist nicht nur Teil unserer Vergangenheit.
Wer seine Geschichte nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen
~ Richard von Weizsäcker (Deutscher Politiker, 1920-2015)