Seminar: Wissenschaftskommunikation & Kuration einer Ausstellung

Seminar: Wissenschaftskommunikation & Kuration einer Ausstellung

„... von Anilin bis Zwangsarbeit. Der Weg eines Monopols durch die Geschichte. Zur Entstehung und Entwicklung der deutschen chemischen Industrie.“

Beginn: 27. Oktober 2025,  4 Seminarsitzungen, jeweils 18:00 - 20:00 Uhr
(weitere Seminarsitzungen in Abstimmung mit den Teilnehmenden)

Dozentin: Dr. Julia Meyer

Anmeldung: bis 20. Oktober 2025 an unibib [at] ub [dot] tu-freiberg [dot] de (unibib[at]ub[dot]tu-freiberg[dot]de)

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Menschen an einem Tisch mit Laptops und Schreibutensilien, eine Person steht an einer Tafel

Das Seminar lädt ein, am konkreten Beispiel einer Ausstellung über die NS-Geschichte der IG Farben relevante Fragen zur Wissenschaftskommunikation fächerübergreifend zu bearbeiten.
Wir wollen zunächst die in den 1990er Jahren entstandene Ausstellung „…von Anilin bis Zwangsarbeit“ in ihrem historischen Kontext analysieren und darauf aufbauend eine zeitgemäße, aktualisierte Darstellung erarbeiten.
Die im Seminar erarbeiteten Methoden der Wissenschaftskommunikation lassen sich später auch auf andere Fachkontexte übertragen.

Die Ausstellung zur NS-Geschichte der IG Farben wurde von Mitgliedern mehrerer Chemie-Fachschaften in den 1990er Jahren konzipiert und tourt seither als Wanderausstellung durch v.a. Universitäten und die damit verbundene kritische Öffentlichkeit.
Nun soll sie auch nach Freiberg kommen. Der Fachschaftsrat der Fakultät 2 und das JungChemikerForum Freiberg haben die Ausstellung an die TU BAF geholt, wo sie in den Räumen der Universitätsbibliothek präsentiert werden soll.

Das Thema ist weiterhin von Relevanz, gleichwohl ist klar, dass der Wissensstand wie auch die Darstellungsform der Ausstellung einigermaßen in die Jahre gekommen ist.
Wir haben uns deshalb zu fragen:

  • Gibt es neue Erkenntnisse in der Wirtschaftsgeschichte des Nationalsozialismus und konkret in der Unternehmensgeschichte der IG Farben, die es zu berücksichtigen gilt?
  • Gibt es darüber hinaus neue Methoden in der Wissenschaftskommunikation, die wir in die Ausstellungskonzeption überführen können?
  • Welche Zielgruppen können und sollen adressiert werden?
  • Wie können wir die analogen Ausstellungsstücke aus den 1990er Jahren und neue digitale Medien sinnvoll zu einem hybriden Lernraum kombinieren?
  • Anhand welcher Kriterien wählen wir den geeigneten Ort für die Ausstellung aus?
  • Wie gestalten wir die begleitende Vermittlungsarbeit und das Rahmenprogramm?
  • Welche Referentinnen und Referenten laden wir dafür ein, wer sollte moderieren?
  • Wollen wir auch Vertreter der gegenwärtigen Chemie-Industrie einbinden, um gemeinsam über die Frage ihrer sozialen Verantwortung zu diskutieren? 

Weitere Fragen können Sie gerne zum Seminar mitbringen, den Arbeitsplan gestalten wir gemeinsam.

Start
27.10.2025 - 18:00
Ende
27.10.2025 - 20:00
Veranstaltungsort
Universitätsbibliothek/Hörsaalzentrum, Winklerstraße 3, 09599 Freiberg
Veranstaltungssprache
Deutsch
Informationsveranstaltung
Anmeldung erforderlich