Einfach alle in die BASF

Die I.G. FARBEN [Interessengemeinschaft Farben] entstand am 2.12.1925 als Endpunkt des jahrzehntelangen Konzentrationsprozesses in der chemischen Industrie. Durch Eingliederung der Firmen BAYER [Bayer AG] (27,4 % des Grundkapitals) und HOECHST [Farbwerke Hoechst AG] (27,4 %), der AGFA [Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation] (9,0 %), der chemischen Fabriken vormals Weiler Ter MEER (1,9 %) und der chemische Fabrik GRIESHEIM-ELEKTRON (6.9%) in die BASF [Badische Anilin- und Sodafabrik] (27,4 %) entstand der größte Konzern Europas und der größte Chemiekonzern der Welt.

Zwar übertrafen ihn einige US-amerikanische Trusts, jedoch beschäftigten sich diese meist nur mit einem Produkt [z.B. Standard Oil], während die I.G. viele Tausende herstellte.

Durch Erhöhung des Aktienkapitals und Angliederung weiterer Firmen ergab sich für 1926 bereits ein Gesamtkapital von ca. 1,4 Mrd. RM [Milliarden Reichsmark] und eine Belegschaft von rund 100.000. Diese setzte sich aus 2.600 Akademikern, 18.000 Angestellten und 80.000 Arbeitern zusammen.

[Ursache für den Zusammenschluß waren die verschärften internationalen Konkurrenzkämpfe. Daher fand der Konzentrationsprozess sowohl in den USA als auch in Großbritannien statt, wo die Imperial Chemical Industries Ltd. (ICI) entstand.]