Direkt zum Inhalt

Die Technische Universität Freiberg ist ein weltoffener Ort. Meinungsvielfalt und internationaler Austausch sind seit jeher Grundlagen ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit.

Der wissenschaftliche Diskurs zwischen Studierenden und Lehrenden unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Nationalität, ihres Glaubens, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung ist für uns selbstverständlich; wir stehen ein gegen jedwede Form der Diskriminierung oder Herabsetzung. Wir berufen uns dabei auf die verfassungsrechtlichen Grundsätze der Freiheit von Forschung und Lehre und sehen deren Schutz als stete Verpflichtung. Deshalb rufen wir dazu auf, die verfassungsrechtlichen Grundsätze der parlamentarischen Demokratie sowie des Rechtsstaates und damit insbesondere die Würde eines jeden Menschen gegen Übergriffe zu schützen. Wir bringen hiermit unsere zutiefst empfundene Missbilligung gegenüber Fremdenhass, Gewalt und Intoleranz zum Ausdruck.

Bundesweite Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit

Die in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zusammengeschlossenen Hochschulen wenden sich bundesweiten Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. "Hochschulen sind weltoffene Orte. Meinungsvielfalt und internationaler Austausch sind Grundlagen ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit. Angesichts der derzeit erkennbar zunehmenden fremdenfeindlichen Tendenzen fühlen sich die Hochschulen aufgerufen, für diese Werte offensiv einzutreten", erklärte der ehemalige HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler. 

Auch für die TU Bergakademie Freiberg gehören regionale Verankerung und Internationalität zusammen. In Freiberg studieren rund 4.200 junge Menschen – davon kommen etwa 40 Prozent aus dem Ausland. Studierende aus über 60 Ländern verschiedenster Konfessionen und Kulturen haben in der Universitätsstadt eine zweite Heimat gefunden. „Wir als Universität leben Weltoffenheit und Toleranz vor“, erklärte Rektor Prof. Klaus-Dieter Barbknecht. Viele der ausländischen Studierenden sind aufgrund des sehr guten nationalen und internationalen Rufes der Bergakademie nach Freiberg gekommen. Seit Jahrhunderten hinweg zieht die Universität nicht nur junge Menschen aus Sachsen und anderen Bundesländern an, sondern auch aus dem Ausland. Damit das auch so bleibt, sei es wichtig, dass die Universität und die Stadt diese Offenheit auch weiterhin zeigen.

„Freiberg bietet unseren Studierenden nicht nur eine moderne Universität mit einem besonderen familiären Charme, sondern auch ein vielfältiges kulturelles Umfeld“, so der Rektor. Das zeige beispielsweise im Fest der Kulturen, das jährlich in Freiberg veranstaltet wird. Organisiert wird das Fest vom Arbeitskreis "Eine Welt und Integration" des Freiberger Agenda 21 e.V. Die Stadt Freiberg, der Landkreis Mittelsachsen, die TU Bergakademie Freiberg sowie zahlreiche internationale Restaurants, Unternehmen und Privatpersonen unterstützen die Veranstaltung. 

Kein Platz für Antisemitismus

„Auch die TU Freiberg wendet sich gegen jede Form von Antisemitismus. Unsere Professoren und Professorinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie unsere Studierenden stehen für eine weltoffene Universität, Toleranz und Gleichstellung und damit gegen jegliche Form der Diskriminierung“, erklärt der Senat.

Jüdisches Leben auf dem Campus darf nicht gefährdet sein, jüdische Forscherinnen und Forscher, Lehrende und Studierende müssen sich an allen Hochschulen sicher fühlen können. Forschung zu Antisemitismus, seiner Genese und seiner Wirkweise, entsprechende Angebote in Studium und Lehre sowie der Erkenntnistransfer an Multiplikatoren und Entscheidungsträger sind für die erfolgreiche Bekämpfung des Antisemitismus von höchster Wichtigkeit.

Die deutschen Hochschulen sind Zentren der demokratischen Kultur, Orte des Dialogs und Stätten der Vielfalt. Bereits mit der Aktion „Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit“ haben die Hochschulen ein Zeichen gesetzt und klare Bekenntnisse und entschlossenes Handeln zugunsten einer toleranten und weltoffenen Gesellschaft gefordert. Außerdem stehen die Hochschulen in Deutschland in besonderer historischer Verantwortung, allen Formen des Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, die in Freiberg lebten und wirkten, findet man unter anderem auf der Burgstraße sogenannte "Stolpersteine" (siehe Bannerbild). Die "Steine gegen das Vergessen" erinnern an die furchtbaren Ereignisse des Antisemitismus in der Vergangenheit.