Smart Systems Engineering

Studienkonzept

Technische Systeme werden zunehmend komplex, vernetzt und dynamisch – von automatisierten Produktionsanlagen über autonome mobile Robotik bis hin zu intelligenten Energie- oder Assistenzsystemen. Um solche Systeme zu entwickeln, braucht es Ingenieurinnen und Ingenieure, die Mechanik, Elektronik, Informatik und Systemdenken souverän miteinander verbinden und Technik ganzheitlich betrachten.

Der Bachelorstudiengang bietet dir eine moderne, anwendungsorientierte Ingenieurausbildung. Du lernst, vernetzte und dynamische Systeme nicht nur zu entwickeln, sondern sie in ihrem Zusammenspiel zu verstehen und gezielt zu gestalten.

Ein technisches System lebt vom Zusammenspiel seiner Komponenten: Mechanische Strukturen bilden die physische Basis, Elektronik ermöglicht Wahrnehmung und Ansteuerung, digitale Steuerlogik sorgt für intelligente Entscheidungen. Erst durch systemische Integration und fundierte Methoden entsteht daraus ein leistungsfähiges Gesamtsystem.

Genau hier setzt das Studium an. Neben den klassischen ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen liegt der Schwerpunkt auf den Prinzipien der Systemtechnik – von der Modellierung über Regelung und Analyse bis hin zur Integration komplexer technischer Systeme.

Ein zentrales Ziel des Studiums ist es zudem, technische Systeme verantwortungsvoll zu konzipieren: ressourcenschonend, energieeffizient und mit Blick auf gesellschaftliche Anforderungen. So bereitest du dich gezielt auf die Herausforderungen moderner und nachhaltiger Technikentwicklung vor.

Bereiche

Was du lernst:

In der Mechanik beschäftigst du dich mit den physikalischen Grundlagen technischer Systeme. Du lernst, wie Kräfte, Bewegungen und Strukturen wirken und wie mechanische Komponenten ausgelegt und bewertet werden.

Bezug zur Systematik:

Mechanik bildet die Grundlage für das Handeln technischer Systeme – vom Roboterarm bis zur mobilen Plattform. Sie sorgt dafür, dass Entscheidungen auch zuverlässig umgesetzt werden können.

Was du lernst:

Du lernst, wie Sensoren physikalische Größen erfassen, wie elektronische Schaltungen Signale verarbeiten und wie Aktoren gezielt angesteuert werden. Dabei stehen sowohl analoge als auch digitale Systeme im Fokus.

Bezug zur Systematik:

Elektronik ermöglicht das Wahrnehmen der Umwelt und die technische Ansteuerung von Systemen – sie ist die Schnittstelle zwischen physischer Welt und digitaler Verarbeitung.

Was du lernst:

In der Informatik lernst du, technische Systeme durch Software zu steuern, Daten auszuwerten und Algorithmen zu entwickeln. Dazu gehören Programmierung, Datenverarbeitung und Grundlagen intelligenter Systeme.

Bezug zur Systematik:

Hier findet das Verstehen und Entscheiden statt: Aus Messdaten werden Informationen, aus Informationen werden Entscheidungen, die das Verhalten des Systems bestimmen.

Was du lernst:

Die Systemtechnik verbindet alle Teildisziplinen. Du lernst, komplexe technische Systeme zu modellieren, zu analysieren, zu regeln und als Ganzes zu integrieren.

Bezug zur Systematik:

Systemtechnik steht für das Integrieren und Betreiben smarter Systeme – sie sorgt dafür, dass Mechanik, Elektronik und Software zuverlässig zusammenwirken.

Was du lernst:

Mathematik und Physik liefern die theoretischen Grundlagen für das Verständnis technischer Systeme. Du lernst, Zusammenhänge zu beschreiben, Modelle zu entwickeln und Systeme analytisch zu durchdringen.

Bezug zur Systematik:

Sie bilden die Basis für das Verstehen technischer Prozesse und ermöglichen fundierte Entscheidungen in allen weiteren Bereichen des Studiums.

Fakultät
Fakultät 1 - Mathematik und Informatik
Abschluss
Bachelor of Science (B. Sc.)
Regelstudienzeit
6 Semester
Teilzeit möglich
Ja
Studienbeginn
Wintersemester
Zulassungsvoraussetzung

Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung

Sprachkenntnisse

Studiengangsprache
Deutsch
Fachberatung
Prof. Dr. Christian Kupsch
Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS), Winklerstraße 5
09599 Freiberg
christian.kupsch [at] mse.tu-freiberg.de +49 3731 39-1567
Studienberatung
Zentrale Studienberatung
Prüferstr. 2, 3. OG, Raum 3.405
09599 Freiberg
studienberatung [at] tu-freiberg.de +49 3731 39-3469
Fachschaftsrat
Fachschaftsrat Fakultät 1 (Mathematik und Informatik)
Universitätshauptgebäude, Nonnengasse 22
fsr1 [at] tu-freiberg.de +49 3731 39-3462 FSR1 [at] stura.tu-freiberg.de

Der Studiengang startet im Wintersemester 2026/2027. Eine Bewerbung ist ab 01.04.2026 möglich.

Interessen und Fähigkeiten, die du mitbringen solltest

Du interessierst dich dafür, wie technische Systeme funktionieren – nicht nur einzelne Bauteile, sondern das Zusammenspiel aus Mechanik, Elektronik und Software. Du hast Freude daran, Dinge zu verstehen, zu analysieren und praktisch umzusetzen. Wenn du gern logisch denkst, technische Fragestellungen strukturierst und Lust hast, dich auch mit abstrakteren Konzepten auseinanderzusetzen, bringst du wichtige Voraussetzungen für das Studium mit. Programmiererfahrung oder umfangreiche Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich – entscheidend sind Neugier, Motivation und die Bereitschaft, Neues zu lernen. Hilfreich sind außerdem Interesse an Mathematik und Naturwissenschaften, Spaß am Experimentieren sowie die Bereitschaft, im Team an komplexen Aufgaben zu arbeiten. Im Studium wirst du lernen, Verantwortung für technische Entscheidungen zu übernehmen und deren Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Gesellschaft zu reflektieren.

Warum Smart Systems Engineering an der TUBAF studieren?

Die Technische Universität Bergakademie Freiberg verbindet eine lange ingenieurwissenschaftliche Tradition mit aktuellen Fragestellungen moderner Technikentwicklung. Mit dem Studiengang Smart Systems Engineering studierst du an einem Ort, an dem komplexe technische Systeme nicht nur theoretisch betrachtet, sondern praxisnah erforscht und entwickelt werden. Die besondere Stärke der TUBAF liegt in der interdisziplinären Ausrichtung. Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Systemtechnik arbeiten hier eng zusammen – genau so, wie es die Entwicklung smarter Systeme erfordert. Du profitierst von kurzen Wegen, persönlicher Betreuung und einer Studienumgebung, in der Forschung, Lehre und Anwendung eng miteinander verzahnt sind. Durch projektorientierte Module, moderne Labore und die Einbindung aktueller Forschungs- und Industriefragestellungen erhältst du früh Einblicke in reale Anwendungen. Gleichzeitig bietet die TUBAF ein ideales Umfeld, um technische Systeme auch im Kontext von Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und gesellschaftlicher Verantwortung zu betrachten. Smart Systems Engineering an der TUBAF bedeutet, Technik ganzheitlich zu denken, praktisch umzusetzen und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln – in einem persönlichen Studienumfeld mit starkem Forschungsbezug.

Berufsfelder und Karriere

Mit Smart Systems Engineering eröffnen sich dir vielseitige Karrierewege in Industrie, Entwicklung und Forschung. Du arbeitest an intelligenten, vernetzten technischen Systemen – zum Beispiel in Robotik, Automatisierung, Digitalisierung oder nachhaltiger Technikentwicklung. Der Studiengang bereitet dich sowohl auf den direkten Berufseinstieg als auch auf ein weiterführendes Masterstudium vor.

Beispiele für Branchen und typische Aufgaben

  • Automatisierungs- und Fertigungstechnik
    Entwicklung und Integration intelligenter Produktionsanlagen, Robotik, digitale und vernetzte Fertigungssysteme
    z. B. als Entwicklungsingenieur:in, Systemingenieur:in oder Projektingenieur:in
  • Robotik und autonome Systeme
    Entwicklung mechatronischer und autonomer Systeme, kollaborative Robotik, Assistenzsysteme
    z. B. als Robotikingenieur:in oder Embedded-Systems-Engineer
  • Maschinen- und Anlagenbau
    Auslegung und Weiterentwicklung intelligenter Maschinen, mechatronischer Baugruppen und vernetzter Anlagen
    z. B. als Entwicklungsingenieur:in oder Systemintegrator:in
  • Elektrotechnik, Elektronik und Embedded Systems
    Entwicklung von Sensor-, Aktor- und Steuerungssystemen für intelligente Anwendungen
    z. B. als Embedded-Systems-Engineer oder Ingenieur:in für Automatisierung
  • Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitstechnik
    Smarte Energiesysteme, Umweltmonitoring, ressourceneffiziente und nachhaltige technische Lösungen
    z. B. als Ingenieur:in für intelligente Energiesysteme oder technische Systemanalyse
  • Prozess-, Chemie- und Verfahrenstechnik
    Automatisierung, Überwachung und Optimierung komplexer technischer Prozesse durch intelligente Systeme
    z. B. als Projektingenieur:in oder Systemingenieur:in
  • Forschung und Entwicklung
    Mitarbeit in Entwicklungsabteilungen, Forschungsinstituten oder technologieorientierten Start-ups
    z. B. als Entwicklungsingenieur:in oder im Rahmen eines weiterführenden Masterstudiums

Der Studiengang wird durch einen konsekutiven Masterstudiengang an der TUBAF ergänzt, sodass ein weiterführendes Studium am gleichen Standort möglich ist.