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Mitarbeiterfoto Hannes Stapf
Geräteverantwortlicher: Hannes Stapf (Hannes.Stapft@student.tu-freiberg.de)

Nanospotter sind hochpräzise Geräte, die für die Tropfbeschichtung von Oberflächen mit kleinen Volumina von Flüssigkeiten verwendet werden. Auch wenn die Systeme üblicherweise für DNA, Proteine oder andere Biomoleküle entwickelt wurden, sind auch Tropfbeschichtungen mit anderen Flüssigkeiten möglich. 

Zum einen besitzt das Institut einen sciFLEXARRAYER S3 von Scienion, der als kostengünstige Einstiegslösung für akademische Einrichtungen und F&E-Labore konzipiert wurde. Er eignet sich ideal für die Entwicklungsphase neuer Anwendungen und überzeugt durch eine hohe Flexibilität hinsichtlich der bedruckbaren Trägermaterialien. Der Nanospotter nutzt spezielle Pipetten, die es ermöglichen, Flüssigkeitsvolumina im Nano- und Pikoliterbereich (30–800 pL pro Tropfen) über Anregungen von Piezokristallen präzise zu dosieren. Durch die berührungslose Dosierungstechnologie entsteht eine homogene Spot-Morphologie, und sensible Oberflächen bleiben unbeschädigt. Mit bis zu acht Dispensierkanälen erlaubt das System eine flexible Parallelisierung der Applikation. Die Spot-Positionen und -Muster lassen sich über die Software präzise steuern – Parameter wie Spotgröße, Spot-Abstand und die Anzahl der Spots können individuell angepasst werden. Mit einer Auflösung von 5 µm und einer Platzierungsgenauigkeit von unter 15 µm bei einer Wiederholpräzision von unter 5 µm erfüllt das Gerät höchste Ansprüche an Genauigkeit und Reproduzierbarkeit. 

Neben dem Scienion-Modell bietet der Nano-Plotter NP2.1 von GeSiM eine erweiterte Lösung, die sich sowohl für den Forschungsbereich als auch für Produktionsumgebungen, insbesondere im Bereich In-vitro-Diagnostik (IVD), eignet. Der NP2.1 kann mit 1 bis 16 unabhängig gesteuerten piezoelektrischen Pipettenspitzen in beliebiger Kombination konfiguriert werden, die eine flexible und anwendungsspezifische Anpassung ermöglichen. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit, mehr als nur rechteckige Mikroarrays zu erzeugen: Der NP2.1 kann auch feine Linien auf NC-Membranen zeichnen, präzise Volumina in mikrofluidische Kartuschen dosieren, kleinste Mengen in Wells pipettieren oder durch gezielte Tropfenabfolgen und Echtzeit-Mischung neue Wege der Oberflächenfunktionalisierung eröffnen. Ein integriertes automatisches Wasch- und Trocknungssystem sowie ein optischer Funktionstest jeder Pipettenspitze nach der Probenaufnahme sorgen für Prozesssicherheit und hohe Zuverlässigkeit. Durch die Fähigkeit, den Übergang vom Pikoliter- bis in den Mikroliterbereich zu überbrücken, lassen sich mit dem NP2.1 unterschiedlichste Anwendungen realisieren – von der Einzelspot-Analyse bis hin zu komplexen Hochdichte-Arrays mit über 3000 Spots pro Quadratzentimeter. 

Unsere Geräte sind vollständig automatisiert, was eine hohe Wiederholgenauigkeit und Effizienz gewährleistet. Durch diese Eigenschaften sind Nanospotter wertvolle Werkzeuge in der modernen Bio- und Materialwissenschaft, insbesondere für Hochdurchsatz-Screenings, die Entwicklung von Mikrosensoren oder die Präzisionsbeschichtung funktionaler Materialien. 

Sollte Nutzungsbedarf an einem dieser Geräte bestehen, melden Sie sich bitte bei dem Geräteverantwortlichen.