UB unterstützt die KI-Literaturarbeit
In den vergangenen Monaten haben uns zahlreiche Anfragen nach einer zentralen Lösung für KI-gestützte Literaturrecherche erreicht. Mehrere Institute haben bereits eigenständig Lizenzen für entsprechende Tools erworben. Die Universitätsbibliothek möchte diesem Bedarf gerecht werden und ein qualitativ hochwertiges Angebot einem größeren Nutzerkreis zugänglich machen.
scienceOS ist eine All-in-One-Plattform für wissenschaftliche Literaturrecherche, mit Unternehmenssitz in Dresden. Die DSGVO-konforme Lösung kombiniert KI-gestützte Suche mit umfangreichen Analysefunktionen und unterstützt Forschende bei ihrer täglichen Arbeit.
ScienceOS bietet:
- Zugang zu über 230 Millionen wissenschaftlichen Publikationen (u.a. Semantic Scholar)
- KI-Algorithmen berücksichtigen Zitationen, Relevanz und Publikationsdaten
- Upload und Volltext-Analyse eigener Dokumente mit Vergleichsfunktion
- Alle Aussagen mit direkten In-Text-Zitationen und Literaturverweisen um Halluzinationen zu minimieren
- Visualisierung von Verbindungen zwischen Publikationen
- Integrierte Verwaltung mit bis zu 4.000 PDFs
Pilotphase
Dies ist eine ca. dreimonatige Pilotphase zur Evaluierung von scienceOS an der TU Bergakademie Freiberg. Ziel ist es, den Bedarf und die Nutzung des Tools an unserer Universität einzuschätzen. Aufgrund der begrenzten Lizenzzahl können wir in dieser Phase leider nicht alle Interessierten berücksichtigen. Bitte melden Sie sich bei Interesse bis zum 10.02.2026 für Pilotphase an. Es gilt das Prinzip "first come, first served". Bitte informieren Sie ggf. auch Ihre Studierenden, die derzeit ihre Abschlussarbeit verfassen, über diese Möglichkeit.
| Wissenschaftliche Beschäftige | Studierende mit Abschlussarbeiten |
| 240 Lizenzen (40 pro Fakultät) | 240 Lizenzen (40 pro Fakultät) |
| voller Funktionsumfang | eingeschränkter Funktionsumfang (ohne Deep Research) |
- Accountlaufzeit: Die Laufzeit der Pilotphase ergibt sich aus einem festen Credit-Kontigent, dass für 3 Monate kalkuliert wurde. Nach Aufbrauchen der Credits erfolgt automatisch die Rückstufung in die kostenfreie Free-Version mit reduziertem Funktionsumfang. Die gespeicherten Daten bleiben erhalten.
- Evaluation: Wir führen eine Umfrage zu Beginn und am Ende der Pilotphase durch. Ihre Teilnahme hilft uns, den Bedarf nachzuweisen und das Angebot ggf. auszuweiten.
- Finanzierung: Die Pilotphase wird durch die UB finanziert. Die Weiterführung erfolgt in Abstimmung mit dem Rektorat und den Fakultäten.
Was müssen sie tun, um an der Pilotphase teilzunehmen:
1. Anmeldung bis spätestens 10.02.2026:
Bei scienceOS registrieren
Wenn Sie noch keinen Account bei scienceOS mit Ihrer TU-Mailadresse (@subdomain.tu-freiberg.de) haben, registrieren Sie sich bitte über den scienceOS-Link (app.scienceos.ai). Mit diesem Schritt akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen!
UB-Anmeldeformular ausfüllen
Melden Sie über unser UB-Serviceformular an. Das Anmeldeformular ist nur uniintern erreichbar. Studierende: Bitte geben Sie Ihren Betreuer/Ihre Betreuerin an.
Sie erhalten eine Benachrichtigung von ScienceOS, sobald Ihre Angel-Lizenz mit erweitertem Funktionsumfang freigeschaltet ist.
2. Teilnahme an der Umfrage:
Die Universitätsbibliothek sendet Ihnen eine Einladung zur LimeSurvey-Umfrage. Ihre Rückmeldungen helfen uns, den Bedarf für weitere Optionen zu dokumentieren. Vielen Dank vorab für Ihre Teilnahme!
FAQ
Warum gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Lizenzen?
Mit 480 Lizenzen (240 für wissenschaftliche Beschäftigte, 240 für Studierende) möchten wir möglichst vielen Interessierten die Teilnahme ermöglichen und gleichzeitig eine aussagekräftige Evaluation durchführen.
Warum läuft die Pilotphase nur 3 Monate?
Die Laufzeit von mindestens 3 Monaten ergibt sich aus dem berechneten Creditvolumen. Wir haben das Kreditvolumen für 500 Lizenzen über 3 Monate konservativ kalkuliert, um allen Teilnehmenden eine sinnvolle Testphase zu ermöglichen.
Warum wird das Angebot auf 40 Lizenzen pro Fakultät aufgeteilt?
Die Aufteilung auf 40 Lizenzen pro Fakultät (für 6 Fakultäten) erleichtert die Verwaltung deutlich. Eine Verteilung unter anderem nach Vollzeitäquivalenten (VZÄ) und Anzahl der Studierenden der Fakultäten wäre deutlich komplexer in der Berechnung und Zuteilung.
Warum haben Studierende keinen Zugang zu Deep Research?
Studierende, die ihre Abschlussarbeit verfassen, sollen wissenschaftliches Arbeiten und Literaturrecherche methodisch korrekt erlernen. Der eingeschränkte Funktionsumfang unterstützt den Lernprozess, ohne die eigenständige Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur zu ersetzen.
Warum werden überhaupt Credits verbraucht?
KI-gestützte Funktionen wie Textanalyse, semantische Suche und Literaturvergleich verursachen Rechenkosten. Das Credit-System ermöglicht es, die tatsächliche Nutzung zu erfassen.
Warum können sich nur Studierende mit Abschlussarbeit anmelden?
Wir stellen damit sicher, dass die Lizenzen tatsächlich von Studierenden genutzt werden, die aktiv an ihrer Abschlussarbeit arbeiten und bereits über die notwendigen Grundkenntnisse der wissenschaftlichen Recherche verfügen. So vermeiden wir, dass Studierende in frühen Semestern das Tool nutzen, die noch nicht von den fortgeschrittenen Funktionen profitieren können oder die methodischen Grundlagen noch nicht beherrschen.
Warum wird überhaupt eine Evaluation durchgeführt?
Die Umfragen zu Beginn und am Ende der Pilotphase ermöglichen es uns, den Bedarf für ein KI-Recherchetool einzuschätzen. Diese Daten sind entscheidend, um eine fundierte Entscheidung über die Weiterführung zu treffen.
Weshalb ist die Teilnahme nur mit TU-Mailadresse möglich?
Die Registrierung mit einer TU-Mailadresse (@subdomain.tu-freiberg.de) ermöglicht uns eine klare Zuordnung zu den Fakultäten und erleichtert das Monitoring während der Pilotphase. Zudem ist für die Zukunft eine mögliche Shibboleth-Anbindung geplant, die eine institutionelle E-Mail-Adresse voraussetzt.
Weshalb wird nach der Pilotphase auf die Free-Version zurückgestuft?
Die automatische Rückstufung auf die kostenfreie Free-Version nach Verbrauch der Credits ist im Lizenzmodell von scienceOS so vorgesehen. Ihre gespeicherten Daten und PDFs bleiben dabei erhalten, nur der Funktionsumfang wird reduziert.
Wieso wurde scienceOS ausgewählt und nicht ein anderes Tool?
scienceOS hat uns aus mehreren Gründen überzeugt:
- Regionale Nähe: Das Unternehmen hat seinen Sitz in Dresden
- Rechtssicherheit: Die Lösung ist DSGVO-konform und unterliegt europäischem Recht
- Digitale Souveränität: Wir legen Wert auf europäische Anbieter und Datenspeicherung
Wieso gilt das "first come, first served"-Prinzip?
Das Windhundverfahren ist das fairste und administrativ einfachste Verfahren für die Lizenzvergabe. Ein Losverfahren wäre organisatorisch deutlich aufwendiger und würde die Freischaltung der Teilnehmenden verzögern.
Ansprechpersonen
Bei Fragen zur Pilotphase, zur Anmeldung oder zu technischen Problemen wenden Sie sich bitte an uns.