Nachhaltigkeit durch Oberflächenfunktionalisierung
Sol-Gel-Beschichtungen verbessern die Lebensdauer von Bauteilen oder erhöhen die Effizienz von Prozessen durch eine gezielte Verbesserung der Oberflächenfunktionalität und tragen so zur Ressourceneffizienz verschiedenster Prozesse bei.
Beispiele für Anwendungen sind unter anderem
- Beschichtung von Kupferfeinstdrähten für den Hochtemperatureinsatz - ?
- Anti-Korrosions-Beschichtungen für Stahlträger
- Biozid- freien Beschichtungen für Bootsrümpfe und Boots-Antriebsstränge
- Anti-Fouling-Beschichtungen für Wärmetauscherplatten in Grubenwasser-Wärmetauschern in Zusammenarbeit mit Dr. Thomas Grab vom Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik
- Hochtemperaturschutz für Auspuffanlagen - Korrosionsschutz
Als Sol-Gel-Coatings bezeichnet man anorganische oder anorganisch-organische hybrid-polymere Filmsysteme. Sie kommen beispielsweise zur Oberflächenveredelung zum Einsatz und werden kommerziell in verschiedenen Bereichen eingesetzt. So werden Solarkollektoren mittels poöser Sio2-Schichten entspiegelt, bei Brillengläsern dienen Hybridpolymer-Schichten als Kratzschutzschicht oder es können Interferenzfilter durch Kombination von niedrigbrechenden Sol-Gel-Schichten und hochbrechenden TiO2-Schichten hergestellt werden.
Sol-Gel-Beschichtungen können nach einem Baukastenprinzip aus Netzwerkbildner, Netzwerkmodifizierer, aktiven und passiven Additiven aufgebaut werden.
Die Netzwerkbilder erzeugen ein dreidimensionales Polymer auf Si-O-Basis. Die Netzwerkmodifizierer brechen das starre System des Si-O-Netzwerkes auf und können verschiedene Eigenschaften verändern. Durch Zugabe von Additiven lassen sich gewünschte Eigenschaften in die Coatings überführen.
Projektleitung und Kontakt
Prof. Edwin Kroke
%20Konstantin [dot] Kraushaar [at] chemie [dot] tu-freiberg [dot] de (Dr. Konstantin Kraushaar)