Kooperationslabor für Akustik
Im Kooperationslabor für Akustik wird die Schallemissionscharakteristik akustisch aktiver Korrosion an verschiedenen Werkstoffen untersucht. Dabei werden Stahl-, Aluminium- und Magnesiumlegierungen durch aggressive Medien korrosiv stimuliert und das AE-Verhalten mittels Sensortechnik detektiert. Ziel der Forschungsaktivitäten ist die Fernlokalisation akustisch-aktiver Korrosion durch Analyse des Lamb-Wellen-Ausbreitungsverhaltens im Werkstoff. Für die Sichtbarmachung der propagierenden Wellenfelder wird ein Scanning-Laser-Doppler-Vibrometer (SLDV) eingesetzt. Auf Basis der Vibrometer-Aufnahmen werden die AE-Sensorsignale ausgewertet und über eine Wellenpfadrückverfolgung die Korrosionsquelle lokalisiert.
Projekt „Validierung und Erweiterung Ultraschall-basierter Defektlokalisation“
Die Forschungsaktivitäten wurden im 2025 abgeschlossenen Projekt „Validierung und Erweiterung Ultraschall-basierter Defektlokalisation“ gefördert. Im Projekt wurde ein Verfahren zur Lokalisation akustisch aktiver Quellen validiert und erweitert. Mit einem SLDV der Firma Polytec GmbH wurden in großer Entfernung zur Anregungsquelle propagierende Lamb-Wellenfelder aufgezeichnet und konstruktiv interferierende Kantenreflektionen analysiert. Über die interferierenden Reflektionen wurden die Wellenpfade extrapoliert und die Quelle präzise lokalisiert. Das Verfahren zur Quelllokalisation wurde im Juni 2025 beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet.
Projektleitung und Kontakt
Ansprechpartner: mandel [at] iwt [dot] tu-freiberg [dot] de (Dr. Marcel Mandel)
Weitere Informationen
Bild: a) Wellenfeld mit konstruktiv interferierenden Kantenreflektionen, die im Zeitsignal b) eindeutig dem fünften intensitätsstarken Wellenpaket zugeordnet werden können. c) Mittels Triangulation extrapolierte Wellenpfade 1 und 2 bis zur Quelle.