Toni Schmidt wurde im Jahr 1992 in Dresden geboren und legte dort 2011 sein Abitur ab. Im selben Jahr zog er nach Freiberg, um sein Studium im Fach Geotechnik/Bergbau aufzunehmen, welches er 2016 erfolgreich abschloss. Während seiner Studienzeit und bis heute engagiert sich Toni Schmidt als Besucherführer auf der „Reichen Zeche“ sowie im Ring Deutscher Bergingenieure e.V. (RDB). Für seine Leistungen während des Studiums wurde er mit dem Barbarabecher des Instituts für Bergbau und Spezialtiefbau, der Agricola-Medaille sowie dem Förderpreis des RDB ausgezeichnet. Im Anschluss an sein Studium begann Toni Schmidt 2016 seine berufliche Laufbahn als Ingenieur und Bauleiter im Geschäftsbereich Bergbau bei der TS BAU GMBH des Thyssen Schachtbau Konzerns. 2019 übernahm er die Position des Projektleiters und Oberbauleiters Bergbau, 2022 wurde er Geschäftsbereichsleiter Bergbau und im Jahr 2025 schließlich zum Prokuristen ernannt. Seit 2024 promoviert er nebenberuflich am Institut für Bergbau und Spezialtiefbau der Bergakademie zum Thema Fachkräftemangel.
Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?
Die Bergakademie steht für eine hohe Spezialisierung in Ressourcenthemen und ein sehr gutes Betreuungsverhältnis. Mir war dazu immer wichtig, dass Studiengang und Universität zusammenpassen. Ein Bergbaustudium an der Bergakademie war für mich die optimale Passung.
Was haben Sie während des Studiums in Freiberg gelernt, das Ihnen bei der aktuellen Arbeit besonders hilft?
Dass man viele Probleme nur im Team lösen kann, die Lösungen nachhaltiger sind und damit mehr Akzeptanz genießen.
Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?
Kurze Wege, lange Abende. Besser kann man es nicht beschreiben. Der Zusammenhalt unter den Studenten und die Zusammenarbeit mit den Dozenten, Mitarbeitern und Professoren ist einmalig in Freiberg.
Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?
Ich würde definitiv ein Auslandssemester der Regelstudienzeit vorziehen, was ich leider in meinem Studium nicht gemacht habe.
Was möchten Sie den aktuellen Studierenden in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben?
Findet einen Mittelweg zwischen effektiv studieren (Prüfungen bestehen) und die Studienzeit für die Entwicklung der Persönlichkeit nutzen (Auslandssemester, Sprachen lernen, Horizont erweitern).
Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Die Faszination des untertägigen Bergbaus mit allen Aufgaben, Gefahren und Leistungsdrücken im Team zu meistern.
Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?
Als erstes haben wir Absolventen noch sehr viel privaten Kontakt und führen jährlich Jahrgangstreffen durch. Beruflich stehen wir eng mit der Bergakademie im Kontakt bzgl. studentischer Praktika, studentischer Arbeiten und der Unterstützung von studentischen Veranstaltungen.
Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebensmotto?
Es gibt immer einen Weg.
Kurz & knackig
Mein Studium:
Erste Vorlesung: 7:30 Uhr oder 14 Uhr?: 7:30 Uhr
Lieblingsessen in der Mensa?: Hacksteak griechischer Art
Freiberger Bier oder sächsischer Wein?: Ersteres
Uni-Dresscode: Sakko oder Sweat-Shirt? Sweat-Shirt
Meine Universität:
Mein „stilles Örtchen“: Reiche Zeche
Mein „Da bin ich nie gewesen Ort“: Wasserberg
Meine „Gute Seele“: Mitbewohner
Mein „No-Go“: Kommilitonen-bashing
Mein Lieblingsdozent: Dr. Axel Hausdorf (leider viel zu früh verstorben)
Meine härteste Prüfung: Elektrotechnik