Frau Professor Dr. Olena Volkova studierte Wärmetechnik, Automatisierung und Umweltschutz der Hochtemperaturanlagen in der Metallurgie an der Staatlich Metallurgischen Akademie der Ukraine, Dnepropetrovsk. Ihre Promotion schloss Sie erfolgreich im Jahr 2003 an der TU Bergakademie Freiberg im Fachbereich Stahltechnologie ab. Im selben Jahr wurde Sie mit dem Eduard-Maurer-Preis geehrt. Nach zahlreichen beruflichen Stationen in der Industrie kehrte Frau Professor Volkova 2015 an die Bergakademie zurück. Seit Oktober hat Sie hier die Professur für Eisen- und Stahltechnologie an der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie inne.
Sie haben in Freiberg promoviert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Promotionsstudium in Freiberg anzutreten?
Zum ersten Mal erfuhr ich über Freiberg und den Bergrat Johann Friedrich Henckel im Jahr 1986 aus dem Film über Michail Lomonossov. Auch Valentin Pikul, beliebter in Sowjetunion historischer Novelist, erwähnte Freiberg mit Donatsturm in einem seiner Bücher. Nur machte er einen Fehler und benannte Freiberg als Freiburg. Da war meine Überraschung wirklich groß, als im Jahr 1996 Prof. Janke aus Freiberg nach Dnepropetrovsk kam und die Möglichkeiten des Studiums und der Promotion in Freiberg vorstellte.
Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Arbeit mit Studenten, mit aktiven, klugen und neugierigen Studenten, die Neues entdecken und immer mehr wissen möchten. Ich habe den Vorteil, dass meine Vorlesungen mehr praktisch und nicht rein theoretisch sind. D. h., ich muss jedes Jahr meine Vorlesungsunterlagen mit neuen Entwicklungen aktualisieren und auch selbst weiterlernen. Die perfekten Forschungsmöglichkeiten in Freiberg sind auch besonders interessant.
Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Promotionszeit an der TU Bergakademie Freiberg?
Praktischer Bezug der Lehrveranstaltungen und Möglichkeit selbstständig experimentelle Untersuchungen zu planen, vorzubereiten und durchzuführen.
Wenn Sie mit ihrem heutigen Wissen auf ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?
Mehr Fremdsprachen lernen!
Welches waren Ihre Aufgaben und beruflichen Stationen seit Ende des Studiums?
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Eisen- und Stahltechnologie TU Bergakademie Freiberg, Leiterin der Abteilung „Betriebsleitsysteme, Anwendung“ für Stahlwerk OX1, Leiterin der Abteilung „Optimierung/Regelwerke“ für Stahlwerke OX1 und OX2 ThyssenKrupp Steel Europe AG, Professorin und Institutsdirektorin des Instituts für Eisen- und Stahltechnologie.
Verraten Sie uns zum Schluss noch ihr Lebensmotto?
Niemals aufgeben!