Christian Degenkolb interessierte sich schon früh für die Themen Technik und Kommunikation. Aufgewachsen in Plauen, besuchte er zunächst die Mittelschule Reusa und später das Albert-Einstein-Gymnasium, bevor er seine schulische Laufbahn am Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft in Rodewisch fortsetzte. Dort gehörte er zur allerersten Klasse in Sachsen mit der Fachrichtung Informations- und Kommunikationstechnologie – ein Schritt, der den Grundstein für seine spätere berufliche Leidenschaft legte. Nach dem Abitur zog es ihn an die Technische Universität Bergakademie Freiberg, wo er von 2002 bis 2015 Network Computing studierte – zunächst im Bachelor, später im Master. In dieser Zeit war er nicht nur engagierter Student, sondern auch aktiver Teil des Campuslebens: im Studentenrat, bei StuNet, in der Foto-AG, beim AKA-Fasching und sogar im Uni-Radio. Parallel sammelte er wertvolle Praxiserfahrung als Systemadministrator in verschiedenen Fakultäten, was sein Fachwissen und seinen Pragmatismus prägte. 2015 führte ihn sein Weg nach Bayreuth, wo er zwei Jahre als IT Network Security Engineer bei einem IT-Dienstleister namens Software Symbiose arbeitete. Danach übernahm er bei der uniVersa Versicherung in Nürnberg zunehmend Verantwortung – zunächst in der IT-Security, später als Gruppenleiter Infrastruktur. Heute leitet er beim Zentrum Bayern Familie und Soziales das Team für Arbeitsplatzservice und IT-Finanzcontrolling – mit derselben Begeisterung für IT und Kommunikation die ihn schon seit seinem Abitur begleitet.

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Christian Degenkolb_draußen

Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?

Wenn ich mich recht erinnere, stach die TUBAF mit dem Angebot Network Computing aus dem Standard Diplom Informatiker Angeboten der anderen Unis heraus.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Ich glaube vernünftigerweise, sollte ich die fundierte Ausbildung nennen, oder? Aber wenn ich mich jetzt ans Studium zurückerinnere, dann kommen primär die Parties, die wir gefeiert haben. Beim AKA Fasching, im EAC, im Abgang, in irgendwelchen WGs. Die Campusparties (Studententage?) waren auch jedes Jahr großartig. Ich glaube, in irgendeinem Jahr hat sich der Stura übernommen, danach waren sie wieder kleiner, aber bis dahin gab es jedes Jahr eine größere. Zum Ende des Studiums ging auch die Kneipenralley los. Anfangs noch sehr überschaubar, aber irgendwann mit hunderten von Ersties, die wir durch die Stadt geführt haben.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?

Weniger lange studieren. Es war eine schöne Zeit und durch die Jobs während des Studiums hatte ich auch nie wirklich Geldsorgen, aber zeitweise, vor allem gegen Mitte des Masters, war es schon Aufwand, sich neben dem Job wirklich mal wieder um das Studium zu kümmern. Ich war damals auch bei einer Beratung beim Studentenwerk wegen des Themas. Rückblickend hätte ich das Angebot früher wahrnehmen sollen. Das hat echt geholfen, mich wieder auf die Spur zu bringen und das Studium „einfach fertig zu machen“.

Was möchten Sie den aktuellen Studierenden in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben?

Studium genießen?! Es ist eine schöne Zeit mit vielen Freiheiten. Aber irgendwann sollte man den den Absprung auch schaffen. Es gibt tolle Dinge nach dem Studium.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Ich arbeite in einer sinnstiftenden Tätigkeit in der bayerischen Sozialverwaltung. Mein Ziel ist es, die Behörde aktiv auf dem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten. Ab demnächst digitalisieren wir Akten und Posteingänge – eine wichtige Veränderung. The Future is now.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Private Kontakte. Ein Studienfreund ist immer noch an der TUBAF - in inzwischen herausragender Position.

Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebensmotto?

Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.

Kurz & knackig

Mein Studium:
Erste Vorlesung: 7:30 Uhr oder 14 Uhr?: 14 Uhr? A bissel früh!
Lieblingsessen in der Mensa?: Currywurst mit Pommes
Freiberger Bier oder sächsischer Wein?: Uff, früher hätte ich gesagt sächsisches Bier
Uni-Dresscode: Sakko oder Sweat-Shirt?: Sweat Shirt!

Meine Universität:
Mein „stilles Örtchen“: Mein WG Zimmer wenn alle anderen weg waren.
Meine „Gute Seele“: Die Sekretärin vom GWA
Mein „Da bin ich nie gewesen Ort“: keiner
Mein „No-Go“: keine Ahnung
Meine härteste Prüfung: Numerik I