Untersuchung der energetischen Nutzbarkeit des Kalischachtes Buttlar
| Projektleiter | Projektbearbeiter | Projektlaufzeit |
|---|---|---|
| Prof. Dr.-Ing. Tobias M. Fieback | Dipl.-Wi.-Ing. Lukas Oppelt M.Sc. Alexander Klein | 01.07.2025 bis 30.06.2026 |
Über das Projekt
Hintergrund
Ab Herbst 1910 wurde in Buttlar begonnen, einen Schacht zur Erschließung einer Kali-Lagerstätte abzuteufen. Bis zum Jahr 1913 wurde eine Teufe von rund 400 m erreicht, aufgrund eines Grubenunglücks wurden die Teufarbeiten dann aber vorerst eingestellt. Trotz mehrerer Ansätze den Schacht weiter in Richtung des Kalis abzuteufen, wurde dieser 1922 wegen einer fehlenden wirtschaftlichen Perspektive endgültig stillgelegt. Durch die Entfernung der Entwässerungspumpen kam es zu einer Flutung des Schachtes (Ißbrücker 2020).
Heute könnte der Schacht eine neue Nutzung erfahren: als regenerative Energiequelle für die Wärme- und Kälteversorgung
Projektinhalt
In zwei Projektstufen untersucht der Lehrstuhl für technische Thermodynamik der TU Bergakademie Freiberg die mögliche energetische Nutzbarkeit des Schachtes. Im ersten Schritt wurde ein Pumpversuch durchgeführt, um den Zufluss des Grundwassers in den Schacht zu bestimmen. Parallel werden verschiedene Nutzungsszenarien modelliert. In der zweiten Projektstufe wird dabei auch die Nutzung des Schachtes als saisonaler Wärmespeicher in Betracht bezogen. Dabei werden auch mögliche weitere Wärmequellen, wie eine Solarthermieanlage oder die Abwärme aus dem naheliegenden Klärwerk berücksichtigt.
Literatur
Ißbrücker, D.: Buttlar – geprägt durch „die Straße“ und Grenze (Ortschronik), erschienen zur 850 Jahrfeier Buttlar (2020)
Beteiligte Projektpartner
Das Projekt erfolgt im Auftrag der Gemeinde Buttlar, erfüllende Kommune ist die Stadt Geisa. Der Pumpversuch erfolgte in freundlicher Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr Buttlar.