"Die Macht der Entwässerung" im Freiberger Kolloquium
In ihrem Vortrag wird Eva-Maria Roelevink aus ihren bisherigen Forschungen zur Emschergenossenschaft berichten: Im gesamten 20. Jahrhundert diente die Emscher im nördlichen Ruhrgebiet als Abwasserkanal und leitete in Betonschalen gelegt den städtischen und industriellen Schmutz in den Rhein. Der reichlich romantisierten Geschichte des „Ruhrgebiets“ wird nun ein neuer Punkt hinzugefügt: Die Emschergenossenschaft kann als die eigentliche Begründerin des Ruhrgebiets betrachtet werden. Als Hybrid organisiert, legitimierte sie die sozialräumliche Segregation im Industriebezirk – und war so weitaus mehr als ein bloßes infrastrukturelles Großprojekt. Roelevink erzählt von der Projektentstehung, Entwicklung und der neuen Perspektive auf die Montanregion.
Großer Hörsaal Wernerbau, Brennhausgasse 14
Eintritt frei