Speicher
Speicher ermöglichen die zeitlich verzögerte Bereitstellung einer Ressource. Je nach Art und Nutzung können Speicher Wasser oder Energie, kurz- oder langfristig, in natürlichen Systemen wie Seen, Flüssen oder Grundwasser oder künstlichen Anlagen wie Talsperren, Zisternen oder Hochbehälter bereithalten.
Energetisch betrachtet bieten Speicher - mit der Wasser innewohnenden potentielle oder thermische Energie - eine Möglichkeit die Wärme- und Kältebedarfe kurzfristig oder auch saisonal zu unterstützen. Bezogen auf die Wasserversorgung ermöglichen Speicher eine Entkopplung von kurzfristigen Schwankungen der Rohwasserressource in Quantität und Qualität– etwa durch Dürre oder Starkregen – und die Überbrückung von potenziellen Wasserknappheiten. Perioden verminderten Wasserdargebotes, die in Folge des Klimawandels durch geringere Niederschläge und Dürren immer wahrscheinlicher werden, führen zu der Notwendigkeit diese durch geeignete Managementoptionen, wie einer Speicherbewirtschaftung, überbrücken zu können. Damit kann dauerhaft die Resilienz der Wasserversorgung gestärkt werden.
Daher untersucht das Projekt SpeicherLand die vorhandenen Speicher, ihre Potentiale und potentielle neue Standorte im Landkreis Mittelsachsen. Eine Analyse des Ist-Zustandes der für die Projektzielsetzung relevanten wasser- und energiewirtschaftlichen Komponenten sowie der standortspezifischen hydrologischen und hydrogeologischen Gegebenheiten bilden die Datengrundlage. Neben der Bewertung bestehender Speicher werden auch potentielle neue Standorte ermittelt. Ein gekoppeltes Modell der relevanten Sektoren (Wasser, Energie) ermöglicht die Simulation verschiedener Szenarien. Mit diesen können ungenutzte Potentiale identifiziert und Bewirtschaftungsstrategien bewertet werden. Die resultierende optimierte Speicherstrategie soll entscheidend zur Stärkung der Resilienz der Wasserversorgung in Mittelsachsen beitragen.