Am 14.07.2026 hat Lukas Neubert (Promovierender des Graduiertenkollegs GRK 2802 und Bearbeiter des Promotionsprojektes P4, Kohorte I) hat seine Doktorarbeit mit dem Titel "Thermophysical Properties of Molten High-Silicon Electrical Steels and Related Interactions with Carbon-Bonded MgO Refractories Based on Recyclates and Environmentally Friendly Binders" erfolgreich verteidigt und seine Promotion mit Auszeichnung (summa cum laude) abgeschlossen.

 

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Promovierender des Graduiertenkollegs GRK2802 zusammen mit seiner Doktormutter und seinem Gutachter
Lukas Neubert (Promovierender des Graduiertenkollegs GRK 2802, Promotionsprojekt P4, Kohorte I) nach seiner Verteidigung zusammen mit seiner Doktormutter Frau Prof. Olena Volkova (rechts) und seinem Gutachter Prof. Christos G. Aneziris (links)

Herr Neubert hat sich mit der Erforschung von thermophysikalischen Eigenschaften von Elektrostählen mit unterschiedlichem Siliziumgehalt auseinandergesetzt und erstmalig die Dichte, Viskosität und Oberflächenspannung von Elektrostahlschmelzen bei hohen Temperaturen erfasst. Darüber hinaus hat er die Wechselwirkung zwischen den umweltfreundlichen, im Rahmen des GRK 2802 entwickelten MgO-C-Feuerfestmaterialien und der Elektrostahlschmelzen erforscht. Einerseits hat er die Auswirkungen der Elektrostahlschmelzen auf die Korrosion der MgO-C-Materialien analysiert und andererseits hat er die Stahlqualität nach dem Kontakt mit den Feuerfestmaterialien mittels AFA (Automated Feature Analysis) im Rasterelektronenmikroskop hinsichtlich nicht-metallischer Einschlüsse bewertet.

Wir freuen uns sehr und gratulieren ganz herzlich!

 

Kurzfassung der Dissertation von Dipl.-Ing. Lukas Neubert

Im Rahmen des GRK 2802 wurden neuartige MgO-C Feuerfestmaterialien auf Basis von Rezyklaten und umweltfreundlichen Bindern entwickelt. Deren chemisch-physikalische Kompatibilität mit flüssigen Stählen stellt eine essenzielle Voraussetzung dar, um eine gleichbleibend hohe Stahlqualität sicherzustellen. Zur Bewertung dessen wurden Finger-Eintauch-Prüfungen durchgeführt, bei denen MgO-C mit Elektrostählen in Kontakt gebracht wurde. Die Stähle variieren insbesondere hinsichtlich ihres Siliziumgehalts und besitzen eine hohe technologische Relevanz im Kontext der Energiewende und Elektromobilität. Für eine fundierte Analyse der Wechselwirkungen ist zudem die Erforschung der thermophysikalischen Eigenschaften der flüssigen Stähle von Bedeutung. Es wurden für beruhigte und unberuhigte Elektrostähle die Viskosität (Vibrationsfinger- und Schwingtiegelviskosimetrie), Dichte und Oberflächenspannung (Maximum-Bubble-Pressure-Methode) erforscht.

Forschung
Universität
Christos G. Aneziris
Institut für Keramik, Feuerfest und Verbundwerkstoffe, Agricolastr. 17
christos.aneziris [at] ikfvw.tu-freiberg.de +49 3731 39-2505