Nachhaltige chemische Produkte
Heute: LinearPlastik
In der chemischen Industrie Deutschlands werden jährlich 15,5 Mio. Tonnen Erdöl und Erdölprodukte zur Herstellung von Kunststoffen und Basischemikalien eingesetzt.1 Am Ende des Lebensweges werden die Kunststoffabfälle verbrannt. Dabei gelangen circa 13 Mio. Tonnen CO₂ in die Atmosphäre.2
Unsere Zukunftsvision: ZirkularPlastik
Die Abfälle werden nicht mehr verbrannt, sondern als Rohstoff für die chemische Produktion genutzt. Das bedeutet, dass kohlenstoffhaltige Abfälle in den Kohlenstoff-Kreislauf zurückgeführt werden. Eine solche Transformation von der linearen Wirtschaft zu einer KohlenstoffKreislaufwirtschaft würde die CO₂-Emissionen in Deutschland um bis zu 33 Mio. Tonnen CO₂ in 2030 und bis zu 56 Mio. Tonnen CO₂ in 2050 verringern.2
Nachhaltige Kraftstoffe
Heute: Fossile Kraftstoffe
In Deutschland werden jährlich 84 Mio. Tonnen Kraftstoffe aus importiertem Erdöl erzeugt.3 Dabei entstehen in Verkehrssektoren 170 Mio. Tonnen CO₂.4
Heutige Verbrennungsmotoren sollen in Zukunft durch E-Mobilität und Wasserstoff-Mobilität (Brennstoffzellen) ersetzt werden. Das ist jedoch nicht in allen Verkehrssektoren möglich, wie z.B. im Flugverkehr, in der Schifffahrt und im Schwerlastverkehr. CO₂-emissionsarme Kraftstoffe bleiben also auf Dauer notwendig.
Unsere Zukunftsvision: Grüne Kraftstoffe
Holzabfälle können für die Produktion von CO₂-emissionsarmen Kraftstoffen genutzt werden. In Deutschland stehen 7,8 Mio. Tonnen Holzabfälle zur Verfügung, die bislang verbrannt werden.5
Daraus lassen sich 2,1 Mio. Tonnen grüner Kraftstoff erzeugen und bis zu 6,8 Mio. Tonnen CO₂ vermeiden.2
Wasserstoff für eine kohlenstoffarme Wirtschaft
Heute: Wasserstoff aus fossilem Erdgas
In Deutschland werden jährlich 471 000 Tonnen Wasserstoff aus Erdgas für die chemische Industrie erzeugt.6
Dabei gelangen 5 Mio. Tonnen CO₂ in die Atmosphäre.7
Unsere Zukunftsvision: Wasserstoff OHNE CO₂-Emissionen
CO₂-freier Wasserstoff kann nachhaltig durch
(1) Wasserelektrolyse mit erneuerbarem Strom,
(2) Methanpyrolyse mit erneuerbarem Strom und
(3) Biomethanpyrolyse mit erneuerbarem Strom erzeugt werden.
Die Pfade (1) & (2) sind CO₂-neutral, Pfad (3) kann sogar negative CO₂-Emissionen aufweisen, d.h. CO₂ wird aus der Atmosphäre entzogen.
Um Abfälle wieder nutzbar zu machen, müssen sie im Zwischenschritt der Gasifizierung in ihre Grundbausteine zerlegt werden. Schau dir das in unserer FlexiSlag-Anlage genauer an!
Schau dir den Schritt der Kraftstoffsynthese in unserer Syngas-To-Fuel (STF)-Anlage für die Benzinherstellung an!