Bachelor Engineering (in Vorbereitung zum WS 2020)

Steckbrief

FakultätFakultät 4 - Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik
AbschlussBachelor of Science (B.Sc.)
Regelstudienzeit7 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester
Zulassungsvoraussetzungen

Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung

BewerbungsfristFür Bewerber mit deutschem Schulabschluss bis 30.09. (für Beginn Wintersemester) oder 31.03. (für Beginn Sommersemester), alle Übrigen siehe „Jetzt bewerben“
Sprachedeutsch

Studienkonzept

Der Bachelor of Science „Engineering“ ist ein vollständig neu entwickelter Studiengang der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik. Er ist geschaffen für alle angehenden Studierenden, die sich bereits für eine der Ingenieurdisziplinen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Energietechnik, Umwelttechnik oder Technologie und Anwendung nichtmetallischer Werkstoffe entschieden haben. Darüber hinaus ist er aber der perfekte Studiengang für alle Studierenden, die sich gerade noch nicht für eine der Disziplinen entscheiden konnten, sich aber für Technik und das Ingenieurwesen interessieren. Denn nach dem neuen Konzept dieses Bachelors werden alle Studierenden die ersten drei Semester gemeinsame Module belegen und hier einen guten Überblick über die weiten Bereiche der Ingenieurwissenschaften erlangen, während sie ihre Methoden-, Fach- und Sozialkompetenz ausbauen. Nach dem dritten Semester kann dann eine qualifizierte Entscheidung für eine der genannten Ingenieurdisziplinen getroffen und damit der entsprechende Teilstudiengang gewählt werden, welcher dann auch mit dem spezifischen Abschluss also bspw. als Maschinenbauingenieur abschließt. In diesen Teilstudiengängen werden die fachlichen Vertiefungen, orientiert an den Fähigkeiten die ein Ingenieur des entsprechenden Berufsbildes mitbringen muss, weiter ausgebaut. Zusätzlich werden aber auch die persönlichen Interessen berücksichtigt und die individuellen Fähigkeiten gestärkt, da jeder Teilstudiengang die Wahl von drei bis vier Modulen aus spezifischen Wahlkörben ermöglicht. Studieren bedeutet aber auch über den Tellerrand hinaus zu schauen, deswegen haben alle Studierenden die Möglichkeit in einem allgemeinen Wahlmodul eine beliebige Vorlesung aus dem Portfolio der TU Bergakademie Freiberg oder einer kooperierenden Hochschule zu wählen, die der persönlichen Entwicklung am meisten hilft. So werden Ingenieure mit spezifischen Fähigkeiten für unterschiedliche Berufsbilder aber unter Beachtung und Förderung der eigenen Fähigkeiten und Persönlichkeit ausgebildet.

Der Bachelor of Science „Engineering“ wird durch umfangreiche Praxiserfahrung ergänzt. Hierfür vorgesehen sind ein sechswöchiges Grundpraktikum, zwei Fachexkursionen, eine Studienarbeit sowie ein Fachpraktikum im Umfang von 14 Wochen in einem Industrieunternehmen oder einer Forschungseinrichtung außerhalb der Universität. Dafür stehen vielfältige Plätze im In- und Ausland zur Verfügung. Das Fachpraktikum kann zudem mit der Bachelorarbeit kombiniert werden. Eine Ausbildung in der Fachsprache Englisch und einer einführenden Betriebswirtschaftslehre bieten zudem die Basis auch im internationalen Umfeld erfolgreich zu werden .

Studienablauf

Maschinenbau

Teilstudiengang Maschinenbau:

Der Maschinenbau löst Fragen der Entwicklung, der Fertigung und des Betriebes von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen. Dazu wird insbesondere auf Konstruktion und Berechnung eingegangen, sowie auf die zugrundeliegende Mechanik, elektrisch Antriebstechnik und Automatisierung. Zusätzlich gibt es branchenspezifische Angebote wie Elektromobilität, Maschinen der Rohstoffverarbeitung und -gewinnung sowie branchenübergreifende Angebote wie Simulation und Additive Fertigung. Der Maschinenbau ermöglicht durch seine breite Anwendbarkeit die Beschäftigung mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen aus allen Bereichen der Wirtschaft.

Energietechnik

Teilstudiengang Energietechnik:

Die Energietechnik beschäftigt sich mit den Technologien, die notwendig sind, um elektrische Energie, Wärme oder eine andere Energieform umweltschonend, effizient, sicher, wirtschaftlich und zukunftsweisend bereitzustellen, zu verteilen und zu nutzen. Dazu wird neben weiterführenden Vorlesungen der Thermodynamik und Strömungsmechanik auf dezentrale und regenerative Energieerzeugung, Energiespeicher und effiziente Verbrennungstechnik eingegangen. Ergänzende Angebote zu Simulationsmethoden und Energiewirtschaft spezialisieren die Absolventen für die Lösung von Zukunftsproblemen im Energiesektor.

Umwelttechnik

Teilstudiengang Umwelttechnik:

Die Umwelttechnik sorgt für Umweltverträglichkeit, soziale Akzeptanz und internationale Wettbewerbsfähigkeit bei der Gestaltung, dem Bau und dem Betrieb technischer Einrichtungen. Im Fokus stehen Vorhaben zum Schutz der Umwelt, zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, zum Recycling von Reststoffen und zur Schließung von Stoffkreisläufen. Die praxisbezogene Spezialisierung dafür erfolgt in verschiedenen Bereichen der Verfahrenstechnik, der Chemie sowie der Biologie. Sie ist ausgerichtet auf den Erwerb von Teamfähigkeit und die Vorbereitung auf lebenslanges Lernen, um eine Balance von Technik und Umwelt auch in nachfolgenden Generationen aufrecht erhalten zu können.

 

Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen

Teilstudiengang Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen:

Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen ist die Ingenieurwissenschaft der mechanischen, thermischen, chemischen und biologischen Stoffwandlung unter besonderer Beachtung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Zum Beispiel Plastikmüll oder Agrarreststoffe zu Kraftstoffen oder Grundstoffchemikalien; Grundstoffchemikalien zu Wertstoffen; nachwachsende Rohstoffe zu Energie; Milch zu Joghurt; Hopfen, Malz und Wasser zu Bier oder auch die Boden- Wasser- und Luftreinhaltung. Die interdisziplinäre Vertiefung bildet in allen Teilbereichen der Verfahrenstechnik und des Chemieingenieurwesens aus und zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Grundlagen und Anwendungen aus.

Technologie und Anwendung nichtmetallischer Werkstoffe

Teilstudiengang Technologie und Anwendung nicht- metallischer Werkstoffe:

Die Technologie und Anwendung nichtmetallischer Werkstoffe beschäftig sich mit den Zukunftswerkstoffen der Industrie. Von Glasfasern über wärmedämmende Baustoffe bis hin zu keramischen Hitzeschilden für die Raumfahrttechnik. In der verfahrenstechnisch ausgeprägten Vertiefung treffen klassische Anwendungsgebiete wie Porzellan, Behälterglas oder Ziegel und High-Tech-Entwicklungen wie Smarte Gläser, Dieselrußfilter und Faserbetone aufeinander. Bei der Produktion vom Rohstoff bis zum veredelten Produkt gilt es zahlreiche Aufgaben zu lösen, die durch interdisziplinäres Know-how zu bewältigen sind. Kenntnisse über Rohstoffe und deren Eigenschaften, energieeffiziente Prozesse und Anlagen der verschiedenen Technologien, die breite Palette der Werkstoffe, Prüf- und Analysenverfahren werden ebenso vermittelt wie Aspekte des Umweltschutzes, des Marketings und der Qualitätssicherung.

Berufsfelder

Maschinenbau
Absolventen des Maschinenbaus sind überall dort zu finden, wo ingenieurtechnisches Handeln im Komplex mit naturwissenschaftlichen Grundlagen im Vordergrund steht: Forschung und Entwicklung, Planung, Projektierung und Konstruktion, Management, Produktionslenkung und -überwachung, technischer Vertrieb, Beratung, Service, Bau- und Betriebslenkung. Universelle Einsatzmöglichkeiten bieten sich dabei in Großbetrieben, klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Forschungsinstituten und Behörden.

Energietechnik
Absolventen der Energietechnik arbeiten typischerweise im weiten Bereich des Energiesektors, bei Betreibern von Wind-, Wasser- oder Solarkraftwerken, bei Energieversorgungsunternehmen sowie in Kontrollbehörden der Energieversorgung. Außerdem sind Absolventen in Unternehmen mit der Forschung und Entwicklung von neuen oder optimierten Energiewandlungsverfahren betraut.

Umwelttechnik
Der Umweltingenieur findet Berufsfelder überall dort, wo Ingenieuraufgaben in enger Wechselwirkung mit dem jeweiligen ökonomischen und ökologischen Umfeld zu lösen sind. Häufig geschieht dies durch die Mitarbeit in interdisziplinär besetzten Gruppen oder durch deren Leitung. Beispielsweise in der Forschung und Entwicklung zu technischen, ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Einflüssen und Auswirkungen und deren gezielter Nutzung für eine nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Darüber hinaus in produzierenden Unternehmen, kommunalen und regionalen Entwicklungsbüros sowie Genehmigungs- und Überwachungsorganen.

Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
Der Verfahrenstechniker oder Chemieingenieur wird in Forschung und Entwicklung sowie Projektierung, Betrieb und Instandhaltung von verfahrenstechnischen Apparaten, Anlagen und Prozessen eingesetzt. Beispielsweise in der chemischen Industrie, der Energiewirtschaft, der Keramik-, Glas- und Baustoffindustrie, dem Bergbau und der Aufbereitung, der Abwasserreinigung, der Müllbeseitigung und -aufbereitung, der Luftreinhaltung, der Lebensmittelindustrie, der Heizungs- und Klimatechnik, der Biotechnologie, der Automobilindustrie oder dem Maschinen- und Anlagenbau. Typische Arbeitgeber sind Konzerne der Grundstoff- und Spezialchemie, Anlagenbauer, Versorgungsunternehmen (Elektrizität, Gas, Wasser, Lebensmittel), Management- und Logistikfirmen, Ingenieurbüros, Lehre und Forschung, Behörden, Genehmigungs- und Überwachungsorgane, aber auch freiberufliche Tätigkeiten als Gutachter, Industrieberater oder Patentanwalt sind möglich.

Technologie und Anwendung nichtmetallischer Werkstoffe
Absolventen der Technologie und Anwendung nichtmetallischer Werkstoffe sind hochgefragte Spezialisten die in nahezu allen Bereichen werkstofftechnologischer Unternehmen und Forschung unterkommen. Beispielsweise als Werksleiter oder Technologe in der Prozess- und Anlagentechnik, in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, in der Qualitätssicherung und Produktionsüberwachung oder in der Werkstoffprüfung und Schadenfallanalyse.

Medien und Downloadbereich