Mit einem erfolgreichen Workshop an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU) ist eine Forschungskooperation im EVO-MTI dtec.bw-Projekt offiziell gestartet. Der Kick-off bot den beteiligten Partnern die Möglichkeit, sich persönlich kennenzulernen, gemeinsame Forschungsziele zu diskutieren und erste fachliche Schwerpunkte für die Zusammenarbeit festzulegen.
Vor Ort nahmen unter anderem Prof. Robert Weidner sowie Ramazan Gökay vom Hashtag#Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT) der HSU Hamburg teil. Vom IPEK - Institut für Produktentwicklung am KIT (IPEK) des Karlsruher Instituts für Technologie waren Simon Saurbier, Gruppenleiter der Forschungsgruppe Mensch-Maschine-Systeme, sowie Christian Bloch als wissenschaftlicher Projektbearbeiter vertreten. Ergänzt wurde die Runde durch digitale Teilnehmer der Professur für Automatisierte und Autonome Systeme (AAS) der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF), die sich aktiv in die Diskussionen einbrachten.
Im Mittelpunkt des Workshops stand der intensive Austausch über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Forschungsansätze im Bereich der Exoskelett-Forschung. Dabei wurden Anforderungen, Schnittstellen und Synergien beim Aufbau von Produktentwicklungsumgebungen zur Entwicklung von Exoskeletten diskutiert. Die Entwicklungsumgebungen sollen dazu dienen, die Belastungen, die bei Power‑Tool‑Tätigkeiten auf den Menschen wirken, realitätsnah und reproduzierbar abzubilden. Die Entwicklungsumgebung wird im Rahmen des Projekts am Beispiel des Überkopf-Schraubens mit einem Akkuschrauber validiert. Die resultierenden Belastungsdaten können fortlaufend genutzt werden, um eine Anpassung des Unterstützungsverhaltens durch Exoskelette an die Tätigkeit zu realisieren und somit eine verbesserte Entlastung des Anwenders zu erzielen. Dabei wurden sowohl technische Herausforderungen als auch Potenziale für die Gestaltung und Evaluation der Entwicklungsumgebung und innovativer Mensch-Maschine-Systeme diskutiert.
Der interdisziplinäre Dialog zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Forschungseinrichtungen für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien ist.
Der erfolgreiche Projektauftakt schafft eine starke Grundlage für die kommenden Forschungsarbeiten. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern und auf die gemeinsamen Fortschritte im Bereich der Exoskelett- und Mensch-Maschine-Systemforschung.