Patrick Hofmann studierte Angewandte Naturwissenschaften an der TU Bergakademie Freiberg. Den Studiengang wählte er bewußt aufgrund der Interdisziplinarität. Sowohl seine Bachelor- als auch die Masterarbeit fertigte er in der Experimentellen Physik an. 2013 begann als er Promotionsstudent bei der NaMLab gGmbH Chemnitz. Seit 2017 ist er als Development Engineer bei der Freiberger Compound Materials GmbH tätig.
Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?
Um ehrlich zu sein wusste ich noch nicht ganz in welche Richtung ich studieren will. Ich wollte Biologie studieren, weil ich zu Schulzeiten Bio LK war – habe aber während des Bachelorstudiums festgestellt, dass mir Biologie doch nicht so liegt. Zum Glück ist der Angewandte Naturwissenschaft Studiengang so interdisziplinär angelegt, dass ein Umschwenken auf Physik einfach zu realisieren war. Diese Interdisziplinarität des Studiengangs konnte keine andere Uni bieten.
Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?
Vor allem erinnere ich mich gerne an meine Zeit innerhalb der Arbeitsgruppe der Experimentalphysik. Ab dem Bachelor wurde man stark in die Arbeitsgruppe in tegriert und hat hautnah erlebt, wie Wissenschaftsalltag funktioniert. Man war auch auf Weihnachtsfeiern und anderen Gruppenevents mit eingeladen, sodass man wirklich eine schöne Zeit erlebt hat. Auch war dadurch der Kontakt zu den Professoren wirklich gut – ich kann mir nicht vorstellen, dass das an anderen Unis so gut funktioniert wie in Freiberg.
Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?
Ich würde mehr Ingenieur- und theoretische Physik Module belegen, einfach, weil ich jetzt merke wie sehr mich das interessiert. Aber davon mal abgesehen – nein. Mein Studium habe ich mir bewusst sehr ausgewogen gelegt. Auch wenn ich die Module für theoretische Physik jetzt im (Ar beits-)Alltag nicht brauche, fand und finde ich theoretische Physik sehr spannend. Was möchten Sie den aktuellen Studieren den in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben? Genießt die Zeit an der Uni. Meine Zeit war super schön und ich habe viele tolle Erinnerungen. Und nehmt euch, bevor es in den Arbeitsalltag geht, noch mal eine Auszeit – ich habe sie mir nie gegönnt und würde das jedem Studierenden empfehlen – so viel Zeit wie im Studium hat man nie wieder.
Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?
Die Abwechslung! Ich betreue wissen schaftliche Projekte, arbeite Hands-on an Maintenance Aufgaben am Tool, programmiere Auswerteroutinen für die Auswertung von Messdaten, erstelle Arbeitsabläufe für Werker, betreibe Prozessengineering und verbessere Bauteile meines Tools. Mir ist quasi nie langweilig, und der Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich.
Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?
Ja, zum einen lassen wir Spezialmessungen an der TU Freiberg anfertigen - da wir weder das Messequipment für besagte Messungen, noch die Expertise dazu haben. Zum anderen klingele ich heute noch in meiner alten Arbeitsgruppe durch, wenn ich ein scheinbar unlösbares Röntgenproblem habe. Von daher würde ich sagen, habe ich noch sehr gute Kontakte zur Uni, sowohl privat, als auch beruflich.
Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebens motto?
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Man darf sich vor neuen Möglichkeiten nicht verschließen und muss immer offen für neue Ideen und Denkansätze bleiben. Das Leben macht einem so oder so einen Strich durch die Rechnung und dann muss man flexibel auf die neuen Gegebenheiten reagieren. Wenn man das schafft, kann man glücklich werden.
Kurz und knackig:
Mein Studium:
Erste Vorlesung: 07:30 Uhr oder 14 Uhr? 07:30 Uhr!
Lieblingsessen in der Mensa? NUDELN!
Freiberger Bier oder sächsischer Wein? Beides
Uni-Dresscode: Sakko oder Sweat-Shirt? Sweat-Shirt
Meine Universität:
Mein „Stilles Örtchen“: Unibibliothek
Mein „Da-bin-ich-nie-gewesen-Ort“: EAC - Erdalchimistenclub.
Meine „Gute Seele“: B. Abendroth
Mein „No Go“: Bis mittags „aus“schlafen
Mein Lieblingsdozent: Prof. Heitmann
Meine härteste Prüfung: Höhere Mathematik II