Alexander Nattke stammt aus Freiberg. Er legte 2009 sein Abitur am Scholl-Gymnasium ab. Im Anschluss absolvierte er seinen Zivildienst bei der AWO , bevor er 2010 sein Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der TU Bergakademie Freiberg begann. 2014 schloss er dieses mit dem Bachelor und 2016 mit dem Master erfolgreich ab. Seit 2017 ist er bei der eab New Energy GmbH tätig, zunächst als Projektentwickler, und seit 2020 bekleidet er die Position des Projektleiters. Alexander Nattke ist in seiner Freizeit sportlich unterwegs, er läuft - gern auch längere Distanzen und er spielt gern Tennis. Seine große Leidenschaft ist das Reisen - mit dem Rucksack auf dem Rücken die Welt erkunden.

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Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?

Da ich in Freiberg geboren und aufgewachsen bin, lag es auf der Hand, unter Umständen auch in Freiberg zu studieren. So konnte ich damals zum Beispiel mein Engagement im Sport fortführen. Mit dem Wirtschaftsingenieurwesen hatte ich zudem einen Studiengang gefunden, von dem ich mir erhoffte, dass dieser mir später viele Optionen offen halten würde. Ich wusste noch nicht, in welche Richtung es mich einmal ziehen würde und so dachte ich: Da ist von allem was dabei.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Da ließe sich einiges aufzählen. Neben dem Studium an sich, bot die Zeit für mich die Gelegenheit die Welt zu erkunden. Gern erinnere ich mich z.B. an ein zweimonatiges Praktikum in Ghana zurück, welches über das IAESTE-Programm des DAAD möglich war.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden? 

Wahrscheinlich würde ich frühzeitiger den Kontakt zu Unternehmen suchen, um möglichst schon während des Studiums mehr Praxiserfahrung zu sammeln. Das hätte mir den Berufseinstieg sicherlich erleichtert. Auf der anderen Seite mache ich meinem früheren Ich keinen Vorwurf: Auch die Semesterferien auf dem Sportplatz oder mit dem Rucksack in fernen Ländern waren sehr wertvoll und ich möchte diese nicht missen.

Was möchten Sie den aktuellen Studierenden in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben?

Sie sollten die Zeit im Studium genießen, aber auch das lange Berufsleben gut vorbereiten, also den erfolgreichen Abschluss im Blick haben und möglichst früh Kontakte in die Wirtschaft knüpfen und praktische Erfahrungen sammeln.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Ich leite Windenergieprojekte bei der 3Energy-Unternehmensgruppe und habe unter anderem die beiden Windenergie-
anlagen in Kleinschirma mitentwickelt, welche nun weithin sichtbar die Stadtsilhouette von Freiberg ergänzen. In der Projektentwicklung weiß man morgens nie, was einen erwartet. Außerdem ist es natürlich spannend, aktiv bei einem so wichtigen wie brisanten Thema, der Energiewende, mitzuwirken.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Als Freiberger wäre es wohl traurig, wenn diese privaten Kontakte nicht bestehen würden. Beruflich ist es allerdings sehr selten. Einmal halfen uns Wissenschaftler der TUBAF einen unterirdisch verrohrten Bachlauf zu orten, welcher die geplante Zuwegung eines Windenergieprojektes kreuzte.

Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebensmotto?

Wenn, dann richtig! Das soll heißen, dass ich mich beispielsweise im Studium nie für eine Prüfung angemeldet hätte, ohne mich entsprechend so vorzubereiten, dass ich diese auch bestehen kann. Zeit ist schließlich ein wertvolles Gut.

Kurz & knackig

Mein Studium:
Erste Vorlesung: 7:30 Uhr oder 14 Uhr?: 7:30 Uhr, aber noch im Halbschlaf
Lieblingsessen in der Mensa?: Currywurst
Freiberger Bier oder sächsischer Wein?: damals Bier, heute Wein
Uni-Dresscode: Sakko oder Sweat-Shirt?: Shirt

Meine Universität:
Mein „stilles Örtchen“: Ich war lieber zu Hause
Mein „Da bin ich nie gewesen Ort“: Beim StuRa
Meine "Gute Seele": da gibt es viele
Mein „No-Go“: Vorlesungen bis 19:30 Uhr
Mein Lieblingsdozent: Prof. Dr. Michael Höck
Meine härteste Prüfung: Technische Mechanik