Dr. Vincent von Oertzen hat für seine Dissertation „Scale Transition Behavior of Phase-Field Models for Phase Transforming Solids“ den Dr.-Klaus-Körper-Preise der Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik erhalten. Er forscht am Institut für Mechanik und Fluiddynamik (IMFD) der TU Bergakademie Freiberg an der numerischen Simulation von komplexen Bauteilen.
Dort entstand auch die nun ausgezeichnete Dissertation unter der Betreuung von Björn Kiefer, der am IMFD die Professur für Technische Mechanik – Festkörpermechanik leitet. Mit dieser Auszeichnung würdigte die Jury seine Arbeiten zur konsistenten Überführung von kontinuumsmechanischen Berechnungsmodellen für phasenumwandelnde Materialien (zum Beispiel Formgedächtnislegierungen) zwischen verschiedenen räumlichen und zeitlichen Größenskalen. Diese Methoden ermöglichen die numerische Simulation von komplexen Bauteilen unter Verwendung von experimentell bestätigten Modellen für das Werkstoffverhalten auf der Mikro- oder Nanoskala.
Überreicht wurde der renommierte Dr.-Klaus-Körper-Preis auf dem 96. Jahrestreffen der Gesellschaft in Stuttgart. Der Dr.-Klaus-Körper-Preis wird jährlich für herausragende Dissertationen im Bereich der angewandten Mathematik und Mechanik vergeben. Ziel der Auszeichnung ist die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, in der Regel bis zu einem Alter von 35 Jahren.