ERA-MIN - Verbundvorhaben: CuSlag2CRM - Innovative Kupferschlackenaufbereitung für die Rohstoffversorgung
Chemische und Biochemische Laugungsmethoden.
Laufzeit: 06/2024-05/2027
Bearbeiterin: Mareike Fritze, M.Sc.
+49 3731 39-2103
mareike-thea [dot] fritze [at] bio [dot] tu-freiberg [dot] de
Das Projekt CuSlag2RM ist ein europäisches Forschungsprojekt, das darauf abzielt, die Europäische Innovationspartnerschaft für Rohstoffe zu unterstützen und die EU-Rohstoffinitiative voranzubringen. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Rückgewinnung kritischer Rohstoffe aus historischen Kupferschlacken-Abfällen durch die Entwicklung umweltfreundlicher, abfallarmer Prozesse.
Kupferschlacke fällt in großen Mengen an (etwa 2,2 Tonnen pro Tonne produzierten Kupfers) und entsteht bei der Verhüttung und Raffination von Kupfererzen wie Chalkopyrit. Trotz einer begrenzten Wiederverwendung, beispielsweise als Strahlmittel, in Baustoffen oder als Schüttmaterial, wird der Großteil der Kupferschlacke in Deponien oder Halden entsorgt. Der weltweit steigende Kupferbedarf infolge von Elektrifizierung und Dekarbonisierung führt zu weiter zunehmenden Schlackenmengen und verursacht langfristige Umweltbelastungen, insbesondere im Hinblick auf Flächennutzung und potenzielle Kontaminationen.
CuSlag2RM vereint Projektpartner aus ganz Europa mit komplementärer Expertise in den Bereichen Metallurgie, Mikrobiologie und Materialwissenschaften. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Metalle – darunter Seltenerdmetalle (REEs), Cu, Zn, Co, Ni, Mn und Sr – aus verschiedenen historischen Kupferschlacken mittels Biolaugung sowie innovativer chemischer Laugungsverfahren. Dadurch wird die Wertschöpfung aus Altlasten gefördert, die Umweltbelastung reduziert und die Abhängigkeit von primären Rohstoffquellen verringert.
Langfristig strebt CuSlag2RM eine umfassende Nutzung von Kupferschlacken als Quelle kritischer Rohstoffe an, wobei gleichzeitig Restmaterial erzeugt wird, das entweder für eine nachhaltige Deponierung geeignet ist oder als funktioneller mineralischer Füllstoff in Bauanwendungen, beispielsweise in Zementen oder Geopolymeren, eingesetzt werden kann.
Die Entwicklung der Biolaugung wird dabei als nachhaltiger Ansatz zur Metallgewinnung untersucht, wobei ihr Potenzial für die Verarbeitung und weiterführende Erkenntnisse zur Biolaugung von Kupferschlacken gewonnen werden.
In Kooperation mit Prof. Dr. Martin Bertau, Institut für Technische Chemie, TUBAF