Gründung der Dr. Erich-Krüger Stiftung

Die Dr. Erich-Krüger-Stiftung wurde am 14. Dezember 2006 durch den Münchner Unternehmer Peter Krüger gegründet.

Mit der "Dr. Erich-Krüger-Stiftung" erhielt die TU Bergakademie Freiberg das größte Stiftungsvermögen einer staatlichen Hochschule in Deutschland.

Pressebeitrag der FAZ zur Gründung

Informationen zur Stiftung

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Logo der Krügerstiftung

Kontakt

Marianna Klescinska
Ansprechpartnerin für Stiftungsangelegenheiten
Akademiestraße 6, Zimmer 1.14
09599 Freiberg

Marianna [dot] Klescinska [at] zuv [dot] tu-freiberg [dot] de (Marianna[dot]Klescinska[at]zuv[dot]tu-freiberg[dot]de)
+49 3731 39-3316

Stiftungszweck

In Stiftungssatzung ist festgelegt, für welche Aufgaben die Stiftungsmittel verwendet werden sollen. Dort heißt es in Paragraph 2: Zweck der Stiftung ist primär die Förderung der praxis- und anwendungsbezogenen Wissenschaften und Forschung der Technischen Universität Bergakademie Freiberg. Dabei wird angestrebt, solche Forschungsergebnisse zu fördern, die im Freistaat Sachsen, bevorzugt in Freiberg, umgesetzt, hier produziert und von hieraus verkauft werden können.

Zweck der Stiftung ist weiterhin der Aufbau und das Betreiben einer Geowissenschaftlichen Sammlung im KRÜGERHAUS.

Die „Dr. Erich-Krüger-Stiftung“ ist laut ihrer Satzung „nicht verzehrend“, d.h. Förderungen können nicht aus der Substanz sondern nur aus den mit dem Stiftungsvermögen erwirtschafteten Überschüssen finanziert werden.

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Bild von Dr. Peter Krüger
Stifter Dr. h. c. Peter Krüger
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Ein Bild von Dr. Erika Krüger

Stiftungsvorstand

Der Vorstand beschließt auf Vorschlag der Technischen Universität Bergakademie Freiberg über die Verwendung der Stiftungsmittel. Dies betrifft zum einen die Maßnahmen zum Erhalt des Stiftungskapitals, zum anderen die Investitionen in die Forschung. Im letzten Falle entscheidet der Vorstand auf Empfehlung des Rektorats der TU Bergakademie Freiberg. Dazu sammelt und sichtet das Rektorat die Vorschläge, die aus der Hochschule eingehen, und schlägt einzelne Projekte vor.

Die Mitglieder des Stiftungsvorstandes:

  • Frau Dr. h. c. Erika Krüger (Vorsitzende)
  • Frau Prof. Dr. Jutta Emes
  • Herr Prof. Dr. Klaus Michael Groll
  • Herr Fritz Lütke-Uhlenbrock

Die Aktivitäten der Stiftung

Förderung anwendungsorientierter Forschungs- und Innovationsvorhaben

TitelVerantwortlichLaufzeitZielstellung
STYRENEBIOSENSE - Ein Biosensor zum Nachweis von Styrol und als Grundlage für weitere AnwendungenDr. Oelschlägel05/26 - 04/28Entwicklung eines einfach anwendbaren kostengünstigen Nachweises für Schadstoffe wie Styrol und Schwermetalle mittels eines Biosensors. Einsatzgebiete sind bspw. Bodenuntersuchungen.
Scientific Diving Center - Anschaffung Tauchcontainer, AusrüstungDr. Grab / Prof. Fieback07/25 - 12/26Mit der Beschaffung eines Tauchcontainers und der Modernisierung der Ausrüstung für das wissenschaftliche Tauchen werden die Möglichkeiten sowohl für die Forschung durch das SDC als auch für die Qualifizierung von Wissenschaftstauchern deutlich erweitert 
Mechanisches Batterierecycling - Premium-SchwarzmasseProf. Peuker08/25 - 07/28Ziel ist die Entwicklung einer Verfahrens zur Prüfung und Vorsortierung unterschiedlich degradierter Lithium-Ionen-Akkus zur Separierung verschiedener erreichbarer Schwarzmassequalitäten. Damit kann einer verbesserte Qualität der Materialien für den Wiedereinsatz erreicht und der Aufwand für die Aufbereitung von Schwarzmasse verringert werden.
GeoVadis - Software zur Planung von Wärmesystemen mit GrubenwasserDr. Grab / Prof. Fieback07/25 - 06/28Mit der Schaffung von Modellsystemen und der Aufnahme umfangreicher Messdaten sollen Modelle zur Simulation des Langzeitbetriebs von Grubenwassergeothermie verbessert werden. Damit lassen sich Betriebsparameter von Grubenwassergeothermieanlagen besser vorausberechnen und damit die Auslegung und Wirtschaftlichkeit entsprechender Anlagen optimieren.
Plasma-CDr. Dalke / Prof. Biermann (Inst. f. Werkstofftechnik)05/25- 04/27Entwickelt wird ein plasmabasiertes Verfahren des Nitrocarburierens zur Behandlung von Stahlbauteilen, um deren Oberflächen zu härten und beständiger zu machen. Im Vergleich zu bisher üblichen Verfahren werden hierbei keine giftigen Stoffe eingesetzt und deutlich weniger Emissionen verursacht.
Entwicklung einer autonomen Roboterzelle für KI-gesteuerte FreiformschmiedeprozesseProf. Prahl (Inst. f. Metallformung)01/25 - 04/27Durch die Erneuerung der Steuerung der vorhandenen Universalumformpresse, deren Kopplung mit einem robotischen Manipulator und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur kombinierten Auswertung der relevanten Anlagen-, Prozess- und Materialdaten während des Schmiedevorgangs soll die Herstellung großer Schmiedeteile effizienter und weniger fehleranfällig realisiert werden können. Damit können Ressourcen gespart und höhere Produktqualitäten erreicht werden. 
Präzise Bilanzierung der Treibhausgasemissionen aus MilchviehställenProf. Schwarze (Inst. f. Mechanik und Fluiddynamik)01/2025 - 12/2026In dem Vorhaben sollen Methoden und Sensorsysteme entwickelt werden, die eine präzise Messung und Bewertung der Treibhausgasemissionen aus Milchviehställen ermöglichen. Die Auswertung der damit generierten Daten soll Rückschlüsse auf die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen ermöglichen. Gleichzeitig bilden die Daten eine wichtige Grundlage für die Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Nachhaltigkeitsberichte für Landwirtschaftsbetriebe sowie die Hersteller von Milchprodukten.
FerrOx - Eisenbasierte Katalysatoren für die Herstellung von Salpetersäure und DüngemittelnProf. Kureti (Inst. f. Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen)04/25-03/26Für die Herstellung von Salpetersäure, einem Grundstoff der Düngemittelherstellung, im Ostwald-Verfahren werden aktuell aus den Edelmetallen Platin und Rhodium bestehende Katalysatoren eingesetzt. Der Einsatz und Verbrauch dieser Katalysatoren stellt einen sehr großen Kostenfaktor dar. Zudem ist die Gewinnung von Platin und Rhodium mit hohen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verbunden. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines auf Eisenoxyd basierenden Katalysators, der bei vergleichbarer Wirksamkeit deutlich günstiger und mit deutlich geringeren Belastungen herstellbar ist. 
OptGaN - Galliumnitrid mit optimierten StruktureigenschaftenDr. Pätzold (Inst. für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe), Prof. Rafaja (Inst. für Werkstoffwissenschaft)01/24 - 12/26Das Projekt zielt auf die Entwicklung von Prozessen zur Herstellung von GaN-Schichten mit verbesserten Struktureigenschaften ab. Hierbei fließen Erkenntnisse aus früheren Vorhaben der Grundlagenforschung ein, die über das Projekt in Richtung konkreter Anwendungen weiterentwickelt werden sollen.
Untersuchung der Auswirkung energieeffizienter und CO2-neutraler Anwärmstrategien für Stahl und Nichteisenlegierungen auf das Umformverhalten für den Lang- und FlachproduktesektorProf. Prahl (Inst. f. Metallformung)09/23 - 12/26Gegenstand des Vorhabens ist die Beschaffung eines mit Wasserstoff und anderen alternativen Energieträgern beheizbaren Vorwärmofens für Warmumformprozesse und die Durchführung von Untersuchungen zum Einfluss der veränderten Ofenatmosphäre auf die Prozess- und Werkstoffeigenschaften. Da die Wärmebehandlung einen großen Anteil am Energiebedarf in der Metallverarbeitung hat und heute fast ausschließlich mit Gas beheizte Öfen zum Einsatz kommen, kann das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Verminderung des Bedarfs an fossilen Brennstoffen und zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen leisten.
Entwicklung einer induktiven UHT
Thermo Jet
Anlage (Heißgasfackel) als Beitrag zur
Dekarbonisierung metallurgischer Prozesse
Vorstellung der
Prof. Wolf (Gießereiinstitut)10/22 - 12/24Gegenstand ist die Entwicklung einer CO2-neutralen Heiztechnologie für Schmelz- und Wärmebehandlungsöfen als Alternative zu heutigen Gasbrennern. Durch Durchleitung von Luft bzw. eines Prozessgases durch ein induktiv erhitztes Düsensystem soll ein Heißgasstrom erzeugt werden, der sich ähnlich wie eine Gasbrennerflamme verhält. Die Lösung soll durch eine Ausgründung oder alternativ in Kooperation mit regionalen Unternehmen verwertet werden.
Hochpräzises Deformations Monitoring Messsystem für Neigungs-, Distanz und Setzungsänderungen in industriellen Einsatzgebieten - MONDISProf. Benndorf (Inst. für Markscheidewesen und Geodäsie)10/22 - 09/25Ziel ist die konstruktive Entwicklung sowie technische Validierung einer innovativen Messkombination aus zwei
intelligenten Messsystemen „HYDRO LaWa “ und „MURADIN“, die simultan und hochpräzise drei
unterschiedliche Aufgaben der Deformationsmessung (Neigung, Distanz und Setzung) erfüllt.
GreenTinProf. Charitos (Inst. für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe)09/22-08/25Ziel ist die Entwicklung eines hydrometallurgischen Verfahrens zur Gewinnung von Zinn aus sächsischen Erzen. Im Vergleich zu bisher üblichen pyrometallurgischen Verfahren soll das Verfahren weitgehend elektrisch betrieben werden, so dass Treibhausgasemissionen massiv reduziert werden können. 
Entwicklung von neuen antiinfektiven und antikanzerogenen WirkstoffenProf. Mazik (Inst. f. Organische Chemie)01/21 - 01/27Gegenstand ist die Entwicklung und Synthese von bioinspirierten antibakteriellen und antiviralen Wirkstoffen (Cannabinoidmimetika und Lektinmimetika). Im Rahmen der bisherigen Arbeit konnten mehrere Stoffe erzeugt werden, die sich in Test als wirksam gegen ausgewählte Krankheitserreger erwiesen haben. Gegenstand der geplanten weiteren Entwicklungsarbeit ist u.a. die Verbesserung der Wasserlöslichkeit der erfolgreich getesteten Substanzen, die einen wesentlichen Faktor hinsichtlich der Anwendbarkeit in Medikamenten bildet.
Simulationsgestützte Halbleitermaterialentwicklung - simMatProf. Heitmann (Inst. für Angewandthe Physik)01/22 - 12/24Durch Materialmodelle sollen Eigenschaften und Verhalten von Halbleitermaterialien simuliert werden können, um die Entwicklung neuartiger Halbleiter und halbleiterbasierter Bauelemente wesentlich zu verkürzen. Ein Test der Methodik sollte anhand der Entwicklung einer perowskitbasierten Tandemsolarzelle erfolgen.
Modellbasiertes Sensorsystem für die kontinuierliche Prozessüberwachung beim KernschießenProf. Kupsch (Inst. f. Maschinenbau), Prof. Szucki (Gießereiinstitut)09/21 - 06/25Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer sensortechnischen Lösung für die Steuerung und Überwachung der Herstellung von Sandkernen für Gießprozesse. Dazu wird der Fluss des für die Bindung verwendeten Katalysatorgases Amin im Sand-Binder-Gemisch gemessen und in Echtzeit simuliert.
Quellenbezogene Steuerung und Behandlung sächs. BergbauwässerProf. Lau (Inst. f. Mineralogie), Prof. Jackisch (Inst. für Bohrtechnik und Fluidbergbau), Prof. Hedrich (Inst. f. Biowissenschaften)10/21 - 01/24Ziel ist die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen zur Untersuchung des Schadstofftransports in Grubenwässern sowie der quellnahen Abscheidung von Schadstoffen. Damit sollen Schadstoffeinträge durch Grubenwässer in die Umwelt möglichst wirtschaftlich reduziert werden. Untersuchungen fanden am Beispiel des Forschungsbergwerks "Reiche Zeche" und des entwässernden Rothschönberger Stollens statt. 
Einrichtung eines Behavioral Research LabProf. Leischnig, Prof. Stumpf-Wollersheim (Betriebswirtschaftslehre)01/22 - 05/24Im Rahmen des Vorhabens wurde Versuchsausstattung für verhaltenswissenschaftliche Experimente beschafft, bspw. zur Untersuchung von Wahrnehmungs-, Lern- und Kommunikationsprozessen, Entscheidungsverhalten sowie Akzeptanz. Die Ausstattung kann in den Räumen der Universitätsbibliothek genutzt werden. 
NaWaHiTecMat - Umwandlung nachwachsender Rohstoffe zu Hochleistungsmaterialien mit maßgeschneiderten EigenschaftenDr. Herdegen, Prof. Bräuer (Inst. f. Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik)03/22 - 04/24Gefördert wurde die Beschaffung eines Thermolyseofens mit dem Umwandlungsprozesse von Materialien (insb. organische Materialien) bei Temperaturen bis 1100 °C im Vakuum untersucht werden können. Das System ermöglicht photooptische, spektroskopische Analysen, die Aufzeichnung der Masseänderung sowie die Analyse entstehender Gase und Thermolysekondensate. Standort des Gerätes ist im ZeHS.
Olef - Synthese von CO² neutralem Kerosin durch Olefin-OligomerisierungProf. Kureti (Inst. f. Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen)01/22 - 12/23Ziel war die Ermittlung geeigneter Prozessparameter und die Weiterentwicklung von Katalysatoren für die Erzeugung von synthetischem Kerosin aus einfachen Olefinen, wie Propen. Dies soll eine wirtschaftliche Herstellung klimaneutraler Flugkraftstoffe ermöglichen.  

Projektideen und -vorschläge können jederzeit beim Prorektorat Forschung, Internationales und Transfer vorgelegt werden. Ansprechpartner ist Dr. Jens Grigoleit, jens [dot] grigoleit [at] tu-freiberg [dot] de, +49 3731 39-2585.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Krüger-Kolloquium

Das Krüger-Kolloquium ist eine Veranstaltung der Graduierten- und Forschungsakademie (GraFA) der TU Bergakademie Freiberg. Renommierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik kommen zu Wort, die zu aktuellen Themen Stellung beziehen und von ihrer Arbeit berichten. Die Themenauswahl orientiert sich am Profil der Universität – und an aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

bisherige Kolloquien

Krügerhaus

Das Krügerhaus ist der Sitz der Dr. Erich-Krüger-Stiftung und Ausstellungsort für die Mineralogische Sammlung Deutschland.

Mineralogischen Sammlung Deutschland (PDF)

Krüger-Forschungskolleg

Durch die Stiftung wurden zwei Forschungskollegs gefördert. In den Forschungskollegs wurden anwendungsnahe Forschungsthemen interdisziplinär durch eine größere Anzahl von Wissenschaftlern über eine Laufzeit von fünf Jahren bearbeitet. Die Förderung weiterer Forschungskollegs ist gegenwärtig nicht vorgesehen.

  • 1. Krüger-Forschungskolleg: Freiberger Hochdruck-Forschungszentrum FHZ
  • 2. Krüger-Forschungskolleg: Bio-Hydrometallurgisches Zentrum für strategische Elemente BHMZ,
    wurde am 8. Mai 2013 im Beisein der Stifterin, Frau Erika Krüger feierlich eröffnet.

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Stifterin Dr. Erika Krüger im Portrait

Eröffnung des Chile-Hauses 2017

Arbeitsaufnahme des Freiberger Biohydrometallurgischen Zentrums („BHMZ“) 2016

Eröffnung des Krügerhauses 2012