Wir freuen uns, Ihnen unseren Konferenzbeitrag vom 72. Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft (GfA) vorstellen zu dürfen:
„Ergonomisches Exoskelett-Design unter Verwendung muskuloskelettaler Simulation: Eine Fallstudie zu statischen, nach vorne geneigten Arbeitsaufgaben in der Industrie“
Der Beitrag untersucht, wie muskuloskelettale (MSK) Simulationen die frühe Entwicklungsphase industrieller Exoskelette unterstützen können. Anhand von Motion-Capture-Daten aus statischen, nach vorne geneigten Arbeitsaufgaben in realistischen Arbeitsszenarien bewertet die Studie Muskelkräfte und Wirbelsäulenkompression. Verschiedene Aktuatorkonzepte – einschließlich Variationen bei Stützmechanismen, Kraftübertragungswegen und Unterstützungsstufen – werden in das Simulationsmodell integriert, um ihre biomechanischen Auswirkungen auf den unteren Rücken zu bewerten.
🔍 Warum ist das wichtig?
Obwohl Exoskelette zunehmend eingesetzt werden, um das Wohlbefinden der Arbeitnehmer zu verbessern und Muskel-Skelett-Erkrankungen zu reduzieren, hängt ihre Wirksamkeit stark davon ab, wie gut sie auf die tatsächlichen biomechanischen Anforderungen zugeschnitten sind. Ohne ein detailliertes Verständnis dieser Belastungen besteht die Gefahr, dass Stützsysteme ineffizient oder sogar kontraproduktiv sind.
💡 Unser Beitrag
Diese Arbeit zeigt, wie simulationsgestütztes Design ein tieferes Verständnis der Interaktion zwischen Mensch und Exoskelett ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen, dass der Kraftübertragungsweg eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung biomechanischer Ergebnisse spielt und dass eine richtig konfigurierte Unterstützung die Belastung des Bewegungsapparats erheblich reduzieren kann. Der Ansatz bildet die Grundlage für die Entwicklung ergonomischer, nutzerzentrierter und effektiver textilbasierter Exoskelette.
Autoren: Vishnu Kiran Surya Vamsam, David Scherb, Robert Weidner
Der Beitrag ist im Konferenzband zu finden (Seite 482–487).