Dr. Sabine Schellbach hat bis Ende Februar als Dezernentin den Bereich Universitätskommunikation der TUBAF geleitet. In dieser Funktion war sie mit allen Stellen der Universität und weit darüber hinaus stark vernetzt. Das konnte man auch bei ihrem Ausstand sehen – es waren so viele Gäste aus Universität, Stadt und Gesellschaft geladen, dass die Verabschiedung im „Schichtsystem“ gefeiert wurde. Inzwischen ist Dr. Sabine Schellbach in den wohlverdienten Ruhestand getreten, bleibt der TU Bergakademie Freiberg aber als ehrenamtliche Mitarbeiterin der Universitätsbibliothek erhalten. Im Fragenhagel erzählt sie vom Wandel der Universitätskommunikation im Zeichen des digitalen Fortschritts.
Was war Ihr prägendstes Ereignis an der Uni?
Die Eröffnung der terra mineralia im Jahr 2008 war für mich ein besonders prägendes Ereignis. Es war ein riesiges Event, bei dem die gesamte Freiberger Innenstadt mitgewirkt und mitgefeiert hat. Gleichzeitig ist das Schloss Freudenstein dadurch zu einem echten Anziehungspunkt geworden.
Mit welchen drei Emojis würden Sie ihre Zeit an der TUBAF beschreiben?
💬😊💡
Haben Sie einen Lieblingsplatz auf dem Campus?
Mein Lieblingsplatz ist die neue Universitätsbibliothek am Wissenschaftskorridor. Sie ist ein moderner Ort des Lernens, des studentischen Lebens und des wissenschaftlichen Austauschs geworden.
An welchem Ort auf dem Campus haben Sie am meisten Zeit verbracht?
Das ist sicherlich das 3. Obergeschoss in der Prüferstraße 2 mit den Büros der Universitätskommunikation.
Von der Studienberaterin zur Dezernentin für Universitätskommunikation: Was hat sich in der Hochschulkommunikation in den vergangenen Jahrzehnten verändert?
Die Formate der Kommunikation haben sich stark gewandelt. Es gilt die fortschreitende Digitalisierung aktiv und strategisch zu gestalten. Entscheidend ist dabei, die Kanäle und Technologien nicht nur zu nutzen, sondern sie zielgruppengerecht, verständlich und authentisch einzusetzen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass auch die dialogorientierten Formate und Angebote, wie u.a. die Campustage oder die Schüleruniversität weiterhin ihre Berechtigung haben.
Was würden Sie Ihrer Nachfolgerin nicht empfehlen?
Ich würde nicht empfehlen, ohne eine Prioritätensetzung anstehende Aufgaben, Vorhaben und Veränderungen anzugehen. Gerade an einer kleinen Universität sind das Wissen, Erfahrungen und das Miteinander eine große Stärke, die nicht vernachlässigt werden sollten.
250 Jahre TU Bergakademie Freiberg, Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft, TUBAF-Fest, „Was bedeutet (uns) Demokratie?“ … Sie haben zahlreiche Uni-Veranstaltungen erdacht und geplant. An welche erinnern Sie sich besonders gern und warum?
Neben dem Universitätsjubiläum 2015 erinnere ich mich besonders gern an die „Nacht der Wissenschaft“, die 2007 erstmals stattfand und sich inzwischen zu einem festen Bestandteil des Wissenschaftslebens in Freiberg entwickelt hat. Sie ist zu einem echten Freiberger Event geworden, das spannende Einblicke in Forschung und Studium bietet und gleichzeitig die regionale Wirtschaft einbindet. Am 12. Juni findet bereits die zehnte „Nacht der Wissenschaft und Wirtschaft“ auf dem Campus entlang des Wissenschaftskorridors statt.
Wenn Sie heute nochmal entscheiden würden: Welchen Studiengang an der TUBAF würden Sie wählen?
Gar nicht so einfach. Wahrscheinlich würde ich mich für den Studiengang Nanotechnologie oder für Space Resources entscheiden.