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Historische Persönlichkeiten der Geschichte der Bergakademie

Physiker; Studium in Leipzig, Straßburg und Würzburg; Assistent bei Nobelpreisträger Professor Ferdinand Braun in Straßburg; 1928 bis 1942 Professor für Physik und Leiter des Radium-Institutes der Bergakademie; entwickelte radioaktive Messmethoden zur Auffindung von Wasser, Erz und Mineralien im Untergrund.

Geologe, Studium in Freiburg i.Br. und Leipzig; Verdienste um die geologische Kartierung Sachsens; 1895 bis 1919 Professor für Geologie, Lagerstätten- und Versteinerungslehre an der Bergakademie Freiberg; bahnbrechende Tätigkeit auf dem Gebiet der Lagerstättenlehre; Ehrenmitglied internationaler Fachgesellschaften; Ehrendoktor der Universität Genf, der Montanistischen Hochschule Leoben und der Universität Toronto. 

Geologe; Bruder des sächsischen Ministerpräsidenten und späteren österreichischen Staatskanzlers Graf Ferdinand Friedrich von Beust; ab 1822 Studium an der Bergakademie Freiberg, danach in Göttingen und Leipzig; ab 1830 im sächsischen Bergwesen tätig; 1842 Kurator der Bergakademie; 1844 Berghauptmann und Blaufarbenwerkskommissar; 1851 bis zur Auflösung des Oberbergamtes 1869 Oberberghauptmann; Mitbegründer des Bergmännischen Vereins (1841), der deutschen geologischen Gesellschaft (1849) und des Freiberger Altertumsvereins (1860).

Mineraloge; Studium in Jena (bei Döbereiner, Lenz und Oken) und 1811 bis 1813 an der Bergakademie Freiberg (bei Werner); 1826 bis 1866 Professor für Mineralogie an der Bergakademie; Mitglied zahlreicher Akademien und naturforschenden Gesellschaften; Ehrendoktor der Universitäten Jena und Marburg; Ehrenbürger von Zwickau; Hauptwerk "Die Paragenesis der Mineralien" (1849); entdeckte über 46 neue Mineralien; entwickelte ein auf Isomorphie begründetes neues System der Mineralogie; führte für Kristallsysteme neue Bezeichnungen ein, wie tetragonal, hexagonal und rhombisch.

Maschinenbauer; 1797 bis 1801 Studium an der Bergakademie; Studienreisen über das ausländische Maschinenwesen; 1811 Kunstmeister; 1817 sächsischer Maschinendirektor; konstruiert Dampfmaschinen, Wassersäulenmaschinen und baut erste Eisenschienenbahn für den sächsischen Bergbau.

Am 26.04.1774 wird Christian Leopold von Buch bei Angermünde (Uckermark) geboren. Der Sohn des Rittergutbesitzers, Geheimen Rats, Ministers und Preußischen Gesandten am Sächsischen Hof, Adolf von Buch, studierte 1789 an der Bergakademie Berlin und anschließend in Freiberg (1790 - 1793). Gemeinsam mit Alexander von Humboldt und Johann Carl Freiesleben war er Schüler von Abraham Gottlob Werner. Buch wurde später zum Anhänger der Theorie des Vulkanismus (gegen Werners Neptunismus gerichtet) und prägte den Begriff Leitfossil. Buch zählt zu den bedeutendsten Geologen und Paläontologen seiner Zeit. Als Privatgelehrter stirbt er 1853 in Berlin. 

Oberberghauptmann (1711-1714); war als Stellvertreter Abraham von Schönbergs zuständig für die Forstwirtschaft (Zulieferer für den Bergbau); schrieb mit der Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht (1713) das erste geschlossene Werk über Forstwirtschaft und prägte damit den Nachhaltigkeitsbegriff.

Erster Lehrer der Mathematik, Physik und mechanischen Wissenschaften an der Bergakademie; hörte gleichzeitig als Student (1766-1767) die Bergwissenschaften ; Mitglied des Freiberger Oberbergamtes; Verdienste um die Einführung des Kaltamalgamierverfahrens und die Erbauung des berühmten Amalgamierwerkes in Halsbrücke (1787-1791); Berghauptmann (1802)

Geologe; Sohn des Tharandter Forstakademie-Professor Heinrich von Cotta; Studium an der Bergakademie Freiberg von 1827-31, danach in Heidelberg und Tharandt; 1842-74 Professor für Geologie und Versteinerungslehre; Begründer der Erzlagerstättenlehre als Spezialdisziplin der Geowissenschaften; 1855 Buch "Die Lehre von den Erzlagerstätten"; weitere zahlreiche wissenschaftliche und populäre Bücher über Lagerstättenlehre.

Philosoph, Theologe und Naturwissenschaftler; formulierte unter anderem eine Theorie des Regenbogens

Physiker; 1858 bis 1863 Studium an der Bergakademie; 1868 bis 1912 Professor für Physik an der Bergakademie; nach dem Besuch der bahnbrechenden elektrotechnischen Ausstellung 1881 in Paris führt er als einer der ersten Professoren in Deutschland an der Bergakademie das Lehrfach Elektrotechnik ein und verfasst dazu grundlegende Bücher; 1907 bis 1909 Rektor der Bergakademie

Dichter, 1790 bis 1794 Studium in Jena, Leipzig und Wittenberg; 1797 bis 1801 Student der Bergakademie; Schüler von Werner; Dichtername "Novalis" hat in Freiberg seinen Ursprung; zahlreiche frühromantische Dichtungen in Freiberg

Ein deutscher Arzt, Mineraloge, Metallurg und Chemiker. Henckel studierte ab 1698 in Jena zuerst Theologie und anschließend Medizin. Im Jahre 1709 ließ er sich in Dresden als Arzt nieder. Im Jahre 1711 promovierte er. Ab 1712 wechselte er nach Freiberg. Von 1718 bis 1723 war er dort unter anderem als Land-, Stadt-, Berg- und Hüttenphysikus tätig. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich jedoch schon in steigendem Maße mit mineralogischen und chemischen Untersuchungen. Gemeinsam mit Christlieb Ehregott Gellert schuf er die Grundlagen für eine Lehrsammlung, um damit seine mineralogisch-chemische Lehrunterweisung anschaulicher und begreifbarer zu machen. Diese Lehrsammlung ist in die heutigen Bestände der Geowissenschaftlichen Sammlungen in der Fakultät Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg eingegangen

Sohn des Weimarer Gelehrten und Dichters Johann Gottfried Herder; Studium an Universität Jena, Bergakademie Freiberg (1797- 1800) und Wittenberg; Schüler von Werner und Charpentier; ab 1802 im sächsischen Staatsdienst, erwarb er sich große Verdienste um die Modernisierung des sächsischen Bergbaus; 1819 Vizeberghauptmann; ab 1826 Oberberghauptmann; führt als oberster Beamter des Sächsischen Berg- und Hüttenwesens dieses zu neuer Blüte; Plan für einen Elbstolln (späterer Rothschönberger Stolln) für das gesamte Freiberger Revier; führt Steinkohle an Stelle der Holzkohle in das sächsische Hüttenwesen ein; gründet 1828 die Antonshütte bei Schwarzenberg; veranlasst 1827 Herausgabe eines Kalenders für den Sächsischen Berg- und Hüttenmann (ab 1873 Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Kgr. Sachsen); Förderer der Künste, insbesondere Musik und Dichtkunst; gründet 1829 den Bergmusikverein; Grabstätte "Herders Ruh" nach Entwurf von Heuchler.

Sächsischer Generalbergkommissar und Mitbegründer der Bergakademie Freiberg (zusammen mit Friedrich Wilhelm von Oppel). Sein Vater Georg Ernst war kursächsischer Hof- und Justizrat bei der Landesregierung, Inspektor der Fürstenschule Meißen und Mitglied der Kammer, seine Mutter war Sophie Dorothea von Hardenberg, die Tante von Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg (Novalis). Ausbildung an der Landesschule Pforta, danach Studium der Naturwissenschaften und Forstwissenschaften in Dresden sowie des Berg-, Hütten- und Salinenwesens in Freiberg und Kösen. 1747 Anstellung bei der braunschweigischen Bergverwaltung, 1762 Ernennung zum Vizeberghauptmann. 1763 Berufung zum Generalbergkommissar und obersten Leiter des Berg-, Hütten- und Forstwesens in Kursachsen durch Prinz Xaver. Gründung der Bergakademie Freiberg 1765/66 als Teil eines Reformplanes für das Berg- und Hüttenwesen (Amt des Kurators). 1774 wegen Streitigkeiten um Zuständigkeiten im Salinenwesen aus dem sächsischen Staatsdienst ausgeschieden. 1777 Eintritt in den preußischen Staatsdienst als Wirklicher Geheimer Etats-, Kriegs- und dirigierender Minister, Vizepräsident und Oberberghauptmann beim Generaldirektorium des Bergwerks- und Hüttendepartements, Umstrukturierung der Berliner Bergakademie. 1798 Mitwirkung an Gründung der Bauakademie.

Bergbaukundler; Studium in Clausthal und an der TH Berlin-Charlottenburg, 1925 Diplom in der Fachrichtung Bergbau; 1928 Promotion an der TH Berlin-Charlottenburg; zum 01.10.1956 Berufung als ordentlicher Professor für "Organisation des Bergbaubetriebes" an die Bergakademie Freiberg berufen; Dekan der Fakultät für Ingenieurökonomie; Rektor der Bergakademie von 1961 bis 1963; hat große Anteile am Ausbau des Kombinats "Schwarze Pumpe".

Naturwissenschaftler und Geologe; Studium in Frankfurt/Oder, Göttingen und Freiberg (1791-92) bei Werner; Temperaturmessungen untertage in Freiberger Gruben; 1792-96 Reorganisation mehrerer Bergbaureviere als Oberbergmeister; Gründung der Bergschule Steben; ab 1797 Leben und Forschungsreisen als Privatgelehrter; 1833 Gutachten für Projekt eines Stolln zwischen Freiberg und Meißen. Alexander von Humboldt gilt als der bekannteste Student der Bergakademie Freiberg.

Bergbaukundler; Studium an Universität Berlin und 1901 bis 1904 an Bergakademie Freiberg; Bergbaupraxis und Lehrer an Bergschule in Bochum; 1918 bis 1950 Professor für Bergbaukunde in Freiberg; führt Vorlesung Braunkohlenbergbau ein; Direktor der bergtechnischen Abteilung des Braunkohlen-Forschungsinstitutes; bedeutender Fachschriftsteller; gilt als letzter Polyhistor der Montanwissenschaften.

Bergbaukundler; Studium 1924/25 an der Bergakademie Freiberg sowie den Technischen Hochschulen Aachen und Berlin; 1937 Promotion, 1943-1945 Professor für Bergbaukunde an der TH Breslau; 1947 Berufung als ordentlicher Professor für Aufbereitung und Bergbaukunde an die Bergakademie Freiberg; 1949 Dekan der Fakultät Bergbau und Hüttenwesen; 1953-1955 Rektor der Bergakademie; bis zu seiner Emeritierung 1971 Direktor des von ihm gegründeten Forschungsinstituts für Aufbereitung.

Deutscher Dichter und Dramatiker. 1808 begann er sein Studium an der Bergakademie Freiberg und schloss sich der damaligen Landsmannschaft der Montanen, dem heutigen Corps Saxo-Montania an. Dort förderte ihn der Geologe Abraham Gottlob Werner. Berühmt wurde Körner durch seine Lieder im Freiheitskampf gegen die napoleonische Fremdherrschaft. Nachdem er als „Sänger und Held“ im Lützowschen Freikorps fiel, wurde er zur patriotischen Identifikationsfigur.

War von 1968 bis 1991 als Dozentin für Metallkunde tätig und wurde 1978 als außerordentliche Professorin berufen. Damit war sie die erste Professorin der TU Bergakademie Freiberg.

Chemiker; Studium in Göttingen; 1794 bis 1842 Professor für Chemie und Hüttenkunde (metallurgische Chemie) an der Bergakademie; 1796/97 Einrichtung des ersten chemischen Hochschullaboratoriums der Welt, noch lange vor Liebig in Giessen, an der Bergakademie Freiberg; Entdeckung und Darstellung des Schwefelkohlenstoffes; erste Gasbeleuchtung* auf dem europäischen Kontinent 1811/12 an seinem Wohnhaus in der Fischerstraße in Freiberg und 1815 im Amalgamierwerk in Halsbrücke; vielseitiger Forscher und Schriftsteller.

Eisenhüttenkundler; 1856 bis 1858 Studium am Collegium Carolinum in Braunschweig;1874 erster Professor für Eisenhüttenkunde der Bergakademie; 1875 Einrichtung eines Laboratoriums für Eisenhüttenwesen; 1882 Entdeckung der Eisen-Kohlenstoff-Mischkristalle ("Ledeburit") im Roheisen; 1896 bis 1898 Fachberatung zum Eisenhüttenwesen in Japan; 1899 bis 1901 erster Wahlrektor der Bergakademie Freiberg; Autor zahlreicher Bücher zum Eisenhüttenwesen, Ehrenmitglied mehrerer nationaler Fachvereinigungen.

Universalgelehrter, Begründer der Universität Moskau, gilt in Russland als Mitbegründer von Metallurgie, Geologie und Meteorologie, Geographie und Kartografie, der wissenschaftlichen Chemie sowie der Literatur- und Geschichtswissenschaft. Von Juli 1739 bis Mai 1740 in Freiberg bei Bergrat Johann Friedrich Henkel zum Studium des Bergbaus und der Mineralogie.

Oberbergmeister. Schuf die noch heute wichtigen Grundlagen der Wasserversorgung in und um Freiberg.

Eisenhüttenkundler, 1904 bis 1907 Studien an TH Braunschweig, TH Karlsruhe., Sorbonne Paris und TH Aachen; 1909 bis 1919 Stahlforschung bei Fa. Krupp Essen; 1925 bis 1945 Professor für Eisenhüttenkunde an der Bergakademie Freiberg; 1949 bis 1960 Leiter des Eisenforschungsinstitutes Hennigsdorf bei Berlin; Pionierleistungen bei der Entwicklung nichtrostender Stähle

Der am 19.6.1899 in Apolda geborene Meisser studierte an der Universität Jena u.a. Physik und Geophysik und arbeitete dann an der neu errichteten Hauptstation für Erdbebenforschung in Jena. 1940 wurde er als Professor und Direktor des Instituts für Angewandte Geophysik, das erste in Deutschland, an die Bergakademie Freiberg berufen. Professor Meisser gründet hier das Institut und die Fachrichtung für angewandte Geophysik, beides erstmalig in Deutschland. 1945 bis 1950 arbeitet er als Spezialist im Auftrage der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) und der jugoslawischen Regierung. Eine seiner wichtigsten Aufgaben sah er in der Vermittlung von Kenntnissen der Angewandten Geophysik an die Studenten der montanistischen Fachrichtungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er zunächst Berater für Erkundung und Erschließung von Nichteisen-Lagerstätten beim Bergbauministerium in Jugoslawien. 1951 nahm Prof. Meisser seine Tätigkeit in Freiberg wieder auf und war von 1955 bis 1957 Rektor der Bergakademie. Mit seiner ihm eigenen Energie und schöpferischen Aktivität baute er das Institut für Angewandte Geophysik mit modernster Ausstattung für Lehre, Forschung und Dienstleistungen bis 1964 neu auf. Bis zu seinem Tod im Jahr 1966 wirkt Meisser als Direktor und Professor für angewandte Geophysik an der Bergakademie. Seit 1979 existiert der "Otto-Meisser-Bau". Anlässlich seines 100. Geburtstages findet im Rahmen des 50. Berg- und Hüttenmännischen Tages der TU Bergakademie Freiberg am 18. Juni 1999 das Agricola-Kolloquium zu seiner Würdigung statt.

Professor an der Bergakademie von 1773-1839, Entwickler der Ritzhärteskala

Erzlagerstättenkundler; 1841-45 Studium an der Bergakademie Freiberg; Spezialist für die erzgebirgischen Erzgänge, "Gangmüller" genannt; 1871-77 Administrator des Rothschönberger Stollens und Leiter der Sprengversuche mit Dynamit; 1876 Oberbergrat; ab 1877 Mitglied der geologischen Landesanstalt zur Untersuchung aller sächsischen Erzlagerstätten; erkundete Erzlagerstätten in fast ganz Europa zwischen Spanien und dem Ural; 1901 Geheimer Bergrat; 1907 erster Ehrendoktor der Bergakademie

Professor an der Bergakademie von 1826-1842, Schöpfer des Systematik der Kristallformen und der Naumannschen Kristallindizes

Sächsischer Oberberghauptmann. Zusammen mit Friedrich Anton von Heynitz Gründer der Bergakademie Freiberg 1765/66 und deren erster Leiter. Sohn des Rittergutsbesitzers Bernhard Wilhelm von Oppel auf Krebs bei Pirna und seiner Ehefrau Justine Christiane geb. von Heynitz. Ausbildung gemäß seiner Neigung für den Bergbau und das Hüttenwesen im Erzgebirge. Ab 1743 Assessor im Freiberger Oberbergamt, ab 1755 Berghauptmann, ab 1763 Oberberghauptmann. In dieser Funktion bemühte er sich rege um die Förderung des erzgebirgischen Bergbaus nach dem Siebenjährigen Krieg, besonders durch die Mitgründung der Bergakademie. Die Stiftung seiner privaten Mineralien-, Bücher- und Bergbaumodellsammlung bildete den Grundstock für die Sammlungen der Bergakademie. In seinem Wohnhaus wurden die ersten Lehrveranstaltungen abgehalten. Seine Kinder waren der Direktor der Meißner Porzellanmanufaktur, Carl Wilhelm von Oppel (1767–1833), und der Staatsmann Julius Wilhelm von Oppel (1766–1832).

Mathematiker; Studien der Mathematik an Universitäten in Leipzig und München; Schüler des berühmten Mathematikers Professor Felix Klein; Privatdozent am Polytechnikum in Dresden; 1892 Berufung als ordentlicher Professor für höhere Mathematik und darstellende Geometrie an die Bergakademie Freiberg; 1911 Erfinder eines kinodiaphragmatischen Projektionsapparates zur Darstellung von Kurven und Flächen im Raume; dreibändiges Lehrbuch der darstellenden Geometrie in mehreren Auflagen; 1911 Geheimer Bergrat; zwischen 1901 und 1924 mehrfach Rektor der Bergakademie; war bei Studenten außergewöhnlich beliebt; verfasste 1921 ein 14-seitiges studentisches Lobgedicht "Lied der Bergakademie".

1817 Studium an der Bergakademie ; 1842 bis 1856 Professor für Hüttenkunde und Lötrohrprobierkunst an der Bergakademie; 1848 Erfindung der Plattner-Extraktion durch Chlorgas zur Goldausbringung

Verfahrenstechniker; 1920 bis 1925 Studium an der Bergakademie Freiberg; umfangreiche Industrie- und Forschungspraxis, insbesondere mit Professor Rosin zu Kohlenstaub-Problemen; 1945 bis 1948 Assistent bei Professor Kegel; 1949 bis 1966 Professor für Wärmewirtschaft und Brennstofftechnik und Direktor des Instituts für Brikettierung; 1951/52 zusammen mit Georg Bilkenroth Erfindung des Braukohlen-Hochtemperatur-Koks und Probebetrieb in der Kokerei Lauchhammer.

Am 19.2.1799 wird Ferdinand Reich in Bernburg geboren. 1815 Student an der Universität Leipzig, besucht er 1816 bis 1819 die Bergakademie. Er arbeitet zwei Jahre als Hüttengehilfe in Halsbrücke, studiert anschließend in Göttingen und Paris und kommt 1824 als Akademieinspektor nach Freiberg zurück. 1827 wird Reich als Professor für Physik berufen. Gemeinsam mit Theodor Hieronymus Richter entdeckte er im Rahmen spektralanalytischer Untersuchungen der schwarzen Freiberger Zinkblende das Element Indium (1863). Weitere bedeutende Forschungsleistungen: Temperaturmessungen in sächsischen Gruben, Fallversuche zur Umdrehung der Erde im Dreibrüderschacht bei Freiberg, Untersuchungen von Röstgasen und Hüttenrauch.

 

In Dresden am 21.11.1824 geboren, studierte er nach seiner Apothekerlehre von 1843 bis 1847 an der Bergakademie Freiberg. Student Richter wird Mitglied des im Jahr zuvor gegründeten Corps "Saxo Borussia". Der anfängliche Hüttenchemiker bei den Freiberger Hüttenwerken übernimmt 1856 bereits die Vorlesungen und Übungen in der "Lötrohrprobierkunst" für den erkrankten Professor Plattner. 1863 wird er zum Professor für Lötrohrprobierkunst und Hüttenkunde ernannt. Im gleichen Jahr gelingt ihm zusammen mit dem Physiker Ferdinand Reich, beim Versuch aus der auf Halde liegenden schwarzen Zinkblende Zink zu gewinnen, die Entdeckung des Elements Indium, dessen Name von der ihm zugehörigen indigoblauen Spektralfarbe abgeleitet ist. 1873 übernimmt Richter auch die Vorlesungen über Hüttenkunde und metallurgische Probierkunst. Als Nachfolger von Direktor Professor Gustav Zeuner leitet er von 1875 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1896 als Direktor die Bergakademie. Zwei Jahre später stirbt Richter in Freiberg und wird auf dem Donatsfriedhof begraben.

Humanist, Arzt, Mathematiker und bekannter Montanwissenschaftler; Bürgermeister der Stadt Freiberg; Autor des Buches "Eyn wohlgeordnet und nützlich büchlein, wie man bergwerk suchen und finden soll, Augsburg, 1505".

Staatsmann, Oberberghauptmann und Reformer des Berg- und Hüttenwesens in Kursachsen.

Maschinenbauer; 1826 bis 1830 Studium an der Bergakademie; 1849 Erfindung der Schwamkrug-Turbine; 1855 sächsischer Oberkunstmeister; Mitarbeit beim Bau des Rothschönberger Stollens

Montanwissenschaftler; Studium in München, Hannover und Berlin; Tätigkeit an der Bergakademie Clausthal und der Technischen Hochschule Breslau; nach 1945 Übersiedlung nach Freiberg; bis 1953 Professor für Bergbaukunde an der Bergakademie Freiberg.

Erzlagerstättenkundler; 1859-64 Studium an der Bergakademie Freiberg, Schüler von Cotta; 1871 Professor für Mineralogie und Geologie an Universität Córdoba in Argentinien; 1874-95 Professor für Geologie an der Bergakademie Freiberg; verhilft durch den Vergleich von Theorien über die Bildung der Erzgänge der Thermaltheorie (Ausfüllung durch aufsteigende Gase und Dämpfe) zum Durchbruch; Verdienst um weltumfassende Erzlagerstättensammlung der Bergakademie.

erster Student (Stipendiat) der Bergakademie (1766-1767); Bergmeister in Marienberg und Berghauptmann in Zellerfeld (Harz); 1801-1819 Oberberghauptmann in Freiberg

Geologe und Markscheider; 1874 bis 1878 Studium an der Bergakademie Freiberg; 1887 Direktor der Freiberger Bergschule; 1891 bis 1923 Professor für Bergbau und Aufbereitungskunde an der Bergakademie; 1909 bis 1911 Rektor der Bergakademie; Förderer der Bergbaugeschichte; Bearbeiter der deutschen Übersetzung von Agricolas "De re metallica"; Sammlung für Bergbaukunde (Treptow-Sammlung).

Sohn des Erbauers der Dampfmaschine, James Watt senior. James Watt junior studierte 1787 an der Bergakademie, vermutlich bis 1789. Details sind nicht bekannt, aber es wird vermutet, dass er in Freiberg Vorlesungen von Werner über Mineralogie, Geologie und Bergbaukunde, von Chr. E. Gellert über Chemie und Hüttenkunde und von J. F. Lempe über Physik und Maschinenkunde hörte. Mit Werner blieb Watt junior auch nach seinem Weggang von Freiberg einige Jahre in brieflichem Kontakt. Neben A. v. Humboldt, L. v. Buch und J.F. Lempe zählt er zu den berühmtesten Schülern Werners.

Maschinenwissenschaftler; ab 1822 Studium an der Bergakademie Freiberg, der Universität Göttingen sowie am Polytechnischen Institut Wien und der Universität Wien; ab 1836 Professor für angewandte Mathematik, Bergmaschinenlehre und Markscheidekunst; bahnbrechende Arbeiten in der Hydraulik; Schöpfer der "neuen Markscheidekunst" (mit Theodolit); Mitbegründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus in Deutschland; Verfasser bedeutender Lehrbücher der Ingenieur- und Maschinenmechanik sowie Markscheidekunst; erstes Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Ingenieure.

Professor an der Bergakademie von 1866 bis 1900. Entdecker des Argyrodits, Autor von Methoden der Mineralbestimmung

Am 25.09.1749 wird Abraham Gottlob Werner bei Bunzlau (heute Bolesławiec, Polen) geboren. Von 1769 bis 1771 war Werner Student der Bergakademie. Zwischen 1775 und 1817 begründete er als Professor zu wesentlichen Teilen den hohen internationalen Ruf der alma mater fribergensis. In seinen Vorlesungen bot er ein außergewöhnlich breites Spektrum, von der Mineralogie und Geologie über Bergbaukunde, Gebirgslehre, Versteinerungslehre, Geologie bis hin zur Eisenhüttenkunde, Geschichte des kursächsischen Bergbau und Literaturgeschichte der Mineralogie. Werner gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Mineralogie und Geologie. Eine Vielzahl seiner Schüler erreichte internationalen Ruhm. Die erste Blütezeit der Bergakademie ist eng mit dem Namen von Werner verbunden. Werner stirbt 1817. Werners Namen tragen ein Hochschulgebäude sowie eine Straße und ein Platz in der Universitätsstadt Freiberg.

Chemiker; 1857-59 Studium an der Bergakademie; 1873 bis 1902 Professor für Chemie an der Bergakademie; Experte auf dem Gebiet der Gasanalyse; Buch: "Anleitung zur chemischen Untersuchung der Industriegase"; Arbeiten zur Verhütung der Gefahr von Schlagwettern; 1886 Entdeckung des Elements Germanium; 1875 Erfindung des Kontaktverfahrens zur Herstellung konzentrierter Schwefelsäure und seine industrielle Anwendung in der Muldener Hütte (Muldenhütten) bei Freiberg; 1886 Entdeckung des Elements Germanium aus dem Mineral Argyrodit der Grube Himmelsfürst bei Freiberg; 1896-99 Direktor der Bergakademie; Träger zahlreicher Auszeichnungen, u.a. Ehrendoktor der TH Berlin, Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Chemiker und Ehrenbürger der Stadt Freiberg.

Thermodynamiker; 1848 bis 1851 Student der Bergakademie Freiberg; Schüler von Weisbach; 1855 bis 1871 Professor für technische Mechanik und theoretische Maschinenlehre am neu gegründeten Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich, dort ab 1865 Direktor; 1871 Nachfolger von Professor Weisbach an der Bergakademie Freiberg; Direktor und Reformator der Bergakademie Freiberg (1871-1875) und des Polytechnikum Dresden (1873-1890); Mitbegründer der technischen Thermodynamik und Begründer der Dresdner Schule der Thermodynamik.