Rückblick: „Hitze im Griff – Zukunft im Blick“

Wie können wir Gebäude, Unternehmen und Kommunen auf zunehmende sommerliche Hitze vorbereiten? Welche Entwicklungen sind für Sachsen zu erwarten und welche Lösungen gibt es bereits heute? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die CoolSaxony-Fachkonferenz „Hitze im Griff – Zukunft im Blick“ am 29. September 2026 in Freiberg.

Gemeinsam mit rund 70 aus Kommunen, Behörden, Energieversorgung, Planung, Forschung und Praxis wurde diskutiert, welche Herausforderungen mit dem steigenden Kühlbedarf auf Sachsen zukommen und wie eine nachhaltige Kälteplanung aussehen kann.

 

Von der Klimaprognose zum konkreten Kühlbedarf

Zum Auftakt standen die aktuelle klimatische Situation und die erwartete Entwicklung in Sachsen im Mittelpunkt. Nach einer gemeinsamen Diskussion zu den Fragestellungen der Teilnehmenden gab die Sächsische Energieagentur einen Überblick über die aktuelle Lage und die Klimaprognosen bis 2050.

Anschließend wurden die Ergebnisse des Projekts CoolSaxony vorgestellt: Von der Klimaprognose und der Bestimmung des zukünftigen Kühlbedarfs bis hin zu den Ergebnissen der Monitoringmessungen in sächsischen Gebäuden und der Entwicklung von Kühllastprofilen. Damit wurde eine wichtige Datengrundlage geschaffen, um den zukünftigen Kältebedarf besser einschätzen und entsprechende Strategien entwickeln zu können.

 

Kühlen in der Praxis

Im zweiten Teil der Veranstaltung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kühlung nachhaltig und sinnvoll in der Praxis umgesetzt werden kann. Die Beiträge zeigten dabei die große Bandbreite möglicher Ansätze – von Anpassungen gegen Hitze und Starkregen in Schulen über die Nutzung von Synergien zwischen Kälte- und Wärmeversorgung in der kommunalen Energieversorgung bis hin zu Geothermie als kombinierte Lösung für Heiz- und Kühlsysteme.

Ergänzt wurden diese Praxisbeispiele durch Einblicke in innovative Forschungs- und Technologiekonzepte. Vorgestellt wurden unter anderem die Kühlung von Räumen und Gebäuden mit luftdurchströmten Gesteinsschüttungen sowie zellulare Energiesysteme für die zukünftige Energieversorgung im suburbanen Raum.

 

Forschung trifft Praxis

Die Veranstaltung machte deutlich: Nachhaltige Kälteplanung ist eine Querschnittsaufgabe, die Klimaanpassung, Gebäudeplanung, Energieversorgung und innovative Technologien miteinander verbinden muss. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es bereits heute zahlreiche Lösungsansätze gibt – entscheidend ist, diese standortgerecht zu bewerten und miteinander zu verknüpfen.

Besonders erfreulich war der intensive Austausch zwischen den Teilnehmenden. Aus den Gesprächen ergaben sich weitere interessante Standorte für Messkampagnen, neue Kontakte und mögliche Projektpartnerschaften. Auch die Frage nach einer Fortsetzung der Veranstaltung im kommenden Jahr wurde mehrfach gestellt.

Wir bedanken uns bei allen Referentinnen und Referenten sowie bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die spannenden Beiträge, den offenen Austausch und die vielen neuen Impulse.

Wir freuen uns darauf, den Dialog über nachhaltige Kälteplanung fortzusetzen – und vielleicht schon bei der nächsten Fachkonferenz wieder gemeinsam über die Zukunft der Kühlung in Sachsen zu diskutieren.