Forschungsergebnisse mit klarer Transfer-Perspektive weiterentwickeln und die Grundlage für konkrete Verwertungsschritte schaffen: Fünf neue Projekte gehen mit dem TUBAF Innovation Fonds (TIF) den nächsten Schritt in die Anwendung. Für bis zu zwölf Monate werden die Forschenden mit jeweils maximal 90.000 Euro auf diesem Weg unterstützt.
„Die neuen Projekte decken ein breites Spektrum zentraler Zukunftsthemen ab und zeigen, wie innovativ und vielfältig die Ideen der Forschenden sind. Ziel ist es, tragfähige Anschlussoptionen zu entwickeln, etwa durch Kooperationen mit Unternehmen, Lizenzmodelle oder Ausgründungen“, sagt Juliane Grahl, Programmmanagerin des TIF. „Insgesamt hatten sich in dieser Förderrunde acht Teams aus unterschiedlichen Fachbereichen der TU Bergakademie Freiberg beworben.“
Die neuen Projekte im Überblick:
- ProWoll (Institut für Anorganische Chemie): Hier wird ein dauerhafter Mottenschutz für speziell beschichtete Schafwolle anwendungsnah weiterentwickelt und erprobt, um deren Einsatz als nachhaltiger Dämmstoff zu ermöglichen.
- SONOVITA (Professur für Mess-, Sensor- und Eingebettete Systeme): Ziel ist ein objektives Verfahren zur Zahnvitalitätsdiagnostik, das die bisherige, oft fehleranfällige Sensibilitätsprüfung ersetzen soll.
- ILOnA (Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik): Entwickelt wird eine spektroskopische Messtechnik zur Analyse von Elektrolytlösemitteln aus dem Lithium-Ionen-Batterie-Recycling, um deren Rückgewinnung erstmals wirtschaftlich zu ermöglichen.
- HanfPro Institut für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik): Das Projekt treibt die Entwicklung eines vollständig biobasierten Dämmstoffs aus Hanf voran, der sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich neue Maßstäbe setzen soll.
- FlexBot (Professur für Softwaretechnologie und Robotik): Für einen autonomen Lieferroboter wird ein kontextsensitives Kartenkonzept entwickelt, das die Navigation in komplexen Umgebungen deutlich verbessert.
Der TUBAF Innovation Fonds ist am Prorektorat für Forschung und Transfer unter Leitung von Prorektor Professor Martin Bertau angesiedelt. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury aus Wissenschaft und Praxis mit Prof. Henning Zeidler, Prof. Sabrina Hedrich, Dr. Cindy Krause (IHK), Andre Uhlmann (SAXEED), Dr. Stephan Meschke (Zentrale Transferstelle) und Juliane Grahl (Programmmanagement), die insbesondere den Innovationsgrad, die Umsetzbarkeit sowie die wirtschaftliche Verwertungsperspektive bewertete. Mit dem TUBAF Innovation Fonds stärkt die Universität gezielt den Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft und unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, ihre Ideen bis zur Anwendungsreife weiterzuentwickeln.