Der Kurs Professional Communication bereitet Studierende zielgerichtet auf die Herausforderungen der internationalen Zusammenarbeit in englischer Fachsprache vor. Online arbeiten die Studierenden an einer gemeinsamen Aufgabe und entwickeln dabei Zukunftskompetenzen. Ihre Ergebnisse stellen sie online vor – natürlich auf Englisch! Dank einer neuen Förderung der Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ profitieren nun noch mehr Studierende von den kollaborativen Englischkursen.
Die besondere Herausforderung des besonderen Englischkurs: In der sprachlich heterogenen Lerngruppe gibt es keine Möglichkeit, auf eine gemeinsame Muttersprache „auszuweichen“. Das macht die Aufgabenstellung für die Studierenden herausfordernd und gewinnbringend zugleich. „Englisch ist als Lingua Franca aus dem Arbeitsleben und aus der Wissenschaft nicht mehr wegzudenken. Wenn Teams über Sprachgrenzen hinweg zusammenarbeiten tun sie das oft remote und in einer Sprache, die für die meisten eine Fremdsprache ist. Darum haben wir das Modul Professional Communication neu aufgestellt: international, interdisziplinär und digital“, sagt Darlene Kilian, Englischlehrerin und Projektverantwortliche an der TU Bergakademie Freiberg. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Mark Jacob und Lehrenden an der Wiesbaden Business School und der Silesian University of Technology hat sie bereits mehrere sogenannte ‚Collaborative Online International Learning‘ (COIL) geleitet. COIL steht dabei für die internationale, virtuelle Zusammenarbeit.
Future Skills in jedem Studiengang
Die in den bisherigen Kursen erprobte Form der Zusammenarbeit ermöglicht die TU Bergakademie Freiberg nun als virtuelle Auslandserfahrung für noch mehr Studierenden: Im neuen Projekt ist mindestens ein „Collaborative Online International Learning”-Kurs im Lehrplan der englischen Sprachausbildung jedes Studiengangs eingeplant. Studierende erwerben dabei wichtige Soft Skills für Studium und Job.
Sie lernen remote, also auch zeitversetzt, zusammenzuarbeiten und nutzen dafür hilfreiche Tools. Sie finden ihre Rolle in einer interkulturellen Gruppe und organisieren, planen und delegieren ein internationales Remote-Team. Und sie leiten andere Lernende an, setzen in ihr Sprachwissen ein und teilen ihr Fachwissen mit Studierenden anderer Fächer.
Lehre international aufstellen
Neben internationalen Kooperationsmöglichkeiten für die Mehrheit der TUBAF-Studierenden bietet das „COIL-Eng-Projekt“ auch Mentoring, Workshops und ein Handbuch mit „Best Practices“ und COIL-Rahmenbedingungen für TUBAF-Dozierende, die daran interessiert sind, ihre eigenen Kurse um gemeinschaftliches internationales Online-Lernen im Rahmen der Partnerschaften und Allianzen der TUBAF zu erweitern. „Auf diese Weise wollen wir die bestehenden Hochschulpartnerschaften der TUBAF stärken und gleichzeitig Studierenden und Lehrkräften die Möglichkeit bieten, über Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen, zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen, während sie gleichzeitig wichtige Zukunftskompetenzen erwerben“, sagt Kilian.
Innovationspotenzial in der Lehre: Vier Projekte der TUBAF erfolgreich
In „Freiraum“ fördert die Stiftung Innovation in der Hochschullehre regelmäßig Projekte, die ein hohes Innovationspotenzial für die Hochschullehre aufweisen. Die TU Bergakademie Freiberg wird in der aktuellen Ausschreibung mit vier Anträgen gefördert.
- Empowernde Lehre in MINT bei psychischer Belastung, Dr. Kristina Wopat
- Interaktive Visualisierung der Wissensvernetzung, Dr. Ines Aubel
- Virtuelle interaktive Molekülsimulation, Dr. Conrad Hübler
- COIL-Eng, Darlene Kilian