Im letzten Jahr informierte sich eine australische Delegation unter Leitung der Deutsch-Australischen Industrie- und Handelskammer sowie der Germany Trade & Invest in Deutschland über den Kohleausstieg; jetzt fand der Gegenbesuch im australischen Bundesstaat New South Wales statt. Dort, in der Kohleregion Hunter Valley bei Newcastle, werden in den kommenden Jahren Tagebaue geschlossen, deren räumliche und wirtschaftlich-soziale Dimension mit den ebenfalls zur Schließung anstehenden großen deutschen Braunkohletagebauen vergleichbar sind.
„Auf deutscher Seite gibt es einen zeitlichen Vorsprung bei der Regelung des Kohleausstiegs und bei der Sanierung von Bergbaufolgelandschaften, insbesondere im Mitteldeutschen und Lausitzer Revier. Unsere Erfahrungen bei der Planung, Finanzierung und Umsetzung von Maßnahmen des Strukturwandels und der Nachnutzung von Bergbaufolgelandschaften sind darum von besonderem Interesse“, sagt Professor Carsten Drebenstedt, der die Delegation begleitete. New South Wales setzt bei der Transformation der Hunter Region, die durch den Kohlelabbau, deren Nutzung zur Verstromung und Stahlerzeugung sowie zum Export groß geworden ist, nun auf grüne Energie-Technologien: „Die Delegation hatte darum die Möglichkeit, sich mit Großprojekten von Batteriespeichern, der Wasserstofferzeugung und von Windkraftanlagen vertraut zu machen. Aber auch mit Ideen und Projekten zur Entwicklung des Fachkräftepotenzials, von Start-up und von innovativen Projekten der Nutzung von Bergbaufolgelandschaften.“