Limnologie
Das fünftägige Limnologische Geländepraktikum bietet Studierenden die Möglichkeit an verschiedenen Gewässern den Lernstoff aus der Limnologie-Vorlesung im Sommersemester anzuwenden und zu vertiefen. Es werden physikalische und chemische Prozesse, wie Licht, Wärme, Bewegung und Stoffkreisläufe eigenständig untersucht. Fokus liegt dabei auf Organismen und ihren Wechselwirkungen in Nahrungsnetzen und (Teil-)Ökosystemen. Außerdem werden Eutrophierung, Versauerung und Uferbeeinträchtigungen analysiert.
Biogeochemie
In einer eintägigen Exkursion werden die biologischen und geochemischen Prozesse der grundlegenden „Sphären“ des Planeten Erde – Hydrosphäre, Geosphäre, Biosphäre und Atmosphäre – miteinander verknüpft. Dabei liegt der Fokus auf den wichtigsten globalen Stoffkreisläufen. Die Merkmale der verschiedenen Klimazonen der Erde werden betrachtet, sowie einige wichtige Ökosysteme (Seen, Feuchtgebiete und Permafrostböden). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung moderner biogeochemischer Methoden, wie der Analyse stabiler, leichter Isotope, der Arbeit mit globalen Datensätzen und der Modellierung. Zusammen werden offene Fragen in der Erdsystemwissenschaft identifiziert und mögliche experimentelle Ansätze zur Beantwortung entwickelt.
Europaexkursion
Die Geoökologie steht insbesondere für die Vermittlung von naturbasierten Lösungskompetenzen und analytische Expertise für eine Welt im Wandel. Daher gibt es eine alljährliche einwöchige Exkursion an geoökologisch wichtige Orte innerhalb Europas. Dabei gibt es neben Führungen und Erkundungen auch einen starken Projektteil, in dem Kleingruppen spezifische Themen bearbeiten. Die Abende werden für Vorträge und Diskussionsrunden genutzt.
Die Exkursion richtet sich insbesondere an Studierende der Geoökologie (vor allem im 1.-4. Semester Bachelor). Dennoch sind alle eingeladen, die an Prozessen und Feldanalysemethoden in verschiedenen Regionen interessiert sind.
2023 hat diese Exkursion in die Schweiz am Aletsch-Gletscher geführt. Die Landschaftsentwicklung dieser Region ist sehr stark von den letzten Eiszeiten geprägt. Der Naturraum an dem zurückgehenden Gletscher zeigt eine Landschaft im Wandel und ist daher geoökologisch vielseitig und schließt Aspekte aus Alpenvegetation, Gletscherkunde, alpine Gewässerökologie, Klimawandel, uvm. ein.
Einführungsexkursion Geoökologie
Für die Erstsemester wird eine Eintagesexkursion angeboten, damit nach den ersten Wochen des doch überwiegend theoretischen Studiums und der Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Grundlagen auch einmal erste Freilanderfahrungen gesammelt werden können.
Vom Bahnhof Holzhau geht die fußläufige Exkursion entlang der Freiberger Mulde und vorbei am Teichhaus bis an die deutsch-tschechische Grenze (Ausweise nicht veressen!). Dabei werden verschiedene Experimente durchgeführt, deren Ergebnisse anschließend auf dem Rückweg besprochen werden (voraussichtlich im Teichhaus). Es werden unterschiedliche Landschaftstypen einer alten Kulturlandschaft mit differenzierten Waldanteilen, Einflüssen landwirtschaftlicher Kultur und auch vermoorte bzw. versumpfte Flächen angeschaut und deren Reaktion auf diverse Umwelteinflüsse diskutiert. Insgesamt werden Themen aus Atmosphären- und Klimaforschung, aus Boden- und Wasserforschung, aus Landschaftsentwicklung und Standortlehre sowie der Ökologie im engeren Sinne behandelt - also eine wahrhaft interdisziplinäre Exkursion, typisch Geoökologie eben.