Reihe „Was bedeutet (uns) Demokratie?“

Unter dem Titel „Was bedeutet (uns) Demokratie?“ startete im Wintersemester 2024/2025 die neue Veranstaltungsreihe, die von der TU Bergakademie Freiberg in Zusammenarbeit mit dem Studium Generale, dem Netzwerk Freiberg für Alle, dem DGB Südwestsachsen und der Akademischen Buchhandlung organisiert wird. Durch Vorträge bietet die Reihe Raum für Reflexion, Austausch und Diskussion. Sie richtet sich an Studierende, Mitarbeiter*innen der Universität sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Im Mittelpunkt stehen Fragen des gesellschaftlichen Diskurses. Dazu laden wir Referentinnen und Referenten ein, die unterschiedliche lokale und regionale, nationale und internationale Perspektiven in Form von Vorträgen oder Impulsen präsentieren.

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Demokratie und ihrer Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Dabei sollen nicht nur historische und politische Perspektiven beleuchtet, sondern auch die Herausforderungen und Chancen für die Demokratie im 21. Jahrhundert diskutiert werden.

Veranstalter:
Die Veranstaltungsreihe „Was bedeutet (uns) Demokratie?“ ist ein gemeinsames Projekt der Universität, des Studium generale, von „Freiberg für Alle“ und des DGB.

Nächste Veranstaltungen

16.9., 18 Uhr, Krüger-Hörsaal SPQ 

Warum die Demokratie schützen?

mit Stephan J. Kramer, Präsident Landesamt für Verfassungsschutz Thüringen

In Kooperation mit der Volkshochschule Mittelsachsen und der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

in der Reihe "Kontrovers vor Ort"

Unsere Demokratie lebt vom Austausch – doch dieser wird rauer, lauter und oft unversöhnlicher. Und es stellt sich die Frage: Was hält unsere Gesellschaft noch zusammen? Zwischen Desinformation, Polarisierung und wachsendem Misstrauen geraten unsere gemeinsamen Grundlagen unter Druck. Vor Ort entscheidet sich, wie wir miteinander umgehen – im Alltag, im Ehrenamt, in der Nachbarschaft. Was macht unsere Demokratie aus – und warum ist sie schützenswert? Wie können wir unterschiedliche Meinungen aushalten, ohne dass der gesellschaftliche Zusammenhalt verloren geht? Und welche Verantwortung trägt jede und jeder Einzelne für ein respektvolles Miteinander? „Kontrovers vor Ort“ schafft Raum für offene Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und neue Einsichten. Für alle, die nicht nur zuschauen wollen, sondern unsere Demokratie aktiv mitgestalten möchten.

Unser Gesprächspartner Stephan J. Kramer, Jahrgang 1968, hat seinen Master für Sozialpädagogik in Erfurt abgeschlossen und ist dort seit dem Jahr 2015 der Präsident des Amtes für Verfassungsschutz des Freistaates Thüringen. Zuvor war er von 1999 bis 2014 Geschäftsführer und später Generalsekretär des Zentralrates der Juden.

 

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Kontrovers vor Ort

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Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

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Volkshochschule Mittelsachsen

25.11., 18 Uhr, Universitätsbibliothek Freiberg

Rote Linien. Wie das Bundesverfassungsgericht die Demokratie schützt

mit Susanne Baer, ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, und Prof. Robert Frau, TU Bergakademie Freiberg

Was passiert, wenn das Bundesverfassungsgericht entscheidet? Wer sitzt dort - und wie verlaufen die Debatten? Susanne Baer, ehemalige Richterin am Bundesverfassungsgericht, schildert in ihrem Buch wie Recht und Gesetze entstehen. Robert Frau, Professor für Öffentliches Recht der TU Bergakademie Freiberg, berichtet aus Lehre und Vermittlung. Gemeinsam diskutieren die beiden Juristen, wie Konflikte gelöst werden können - und wo die roten Linien verlaufen, die uns das Grundgesetz vorgibt.

In Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung

 

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Sächsische landeszentrale für politische Bildung

28.11.2024

„Freiheitsschock“
Ilko-Sascha Kowalczuk

Auftakt der Reihe mit Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, einem der gefragtesten Historiker zur ostdeutschen Geschichte. In seinem Vortrag wird er aktuelle Fragestellungen zur Demokratie mit historischen Entwicklungen seit den frühen 1990er Jahren verknüpfen. Insbesondere gibt er Einblicke in die Geschichte Ostdeutschlands, das 1989/90 den beschriebenen „Freiheitsschock“ erlitt.

13.01.2025

„Engagiert und Gefährdet“ 

Jun.-Prof. Dr. Thomas Laux (TU Chemnitz), Teresa Lindenauer (TU Dresden)

Wer sich in Sachsen für die Demokratie engagiert, setzt sich besonderen Gefährdungen aus. Auch Aktive in der politischen Bildung werden immer wieder zum Angriffsziel rechter Akteure. Die Studie analysiert, welches Ausmaß die Angriffe auf die politische Bildung in Sachsen haben, unter welchen Rahmenbedingungen sie stattfinden und wie erlebte Bedrohungen

29.01.2025

„Klima-Bullshit-Bingo“

Jan Hegenberg

... bekannt durch seinen Blog „Graslutscher“, entlarvt in Sachbüchern, in den sozialen Netzwerken und in seinem Blog Falschbehauptungen – mit viel Humor und noch mehr Wissen.

Heute betreibt er den Blog hauptberuflich und veröffentlicht dort wissenschaftlich fundierte und äußerst unterhaltsame Aufklärung sowie Medienkritik zu Themen wie Ernährungs-, Energie- und Verkehrswende. In seinem zweiten Buch „Klima-Bullshit-Bingo!“ gibt er eine Art Anleitung zum Argumentieren. E-Autos haben keine Reichweite, im Winter wird es immer noch kalt und die Chinesen machen sowieso, was sie wollen: Jan Hegenberg kennt die Scheinargumente gegen den Klimaschutz – und weiß, wie man sie widerlegt. 

13.02.2025

„Wie X, TikTok, YouTube und Instagram unsere Demokratie zerstören – und was jetzt dringend getan werden muss.“

Petra Gerster und Christian Nürnberger

Noch nie waren die westlichen Demokratien so bedroht wie heute – von außen und von innen. Von außen bekämpfen neben antidemokratischen Islamisten und Terroristen diktatorische Staatschefs wie Putin, Xi, Ali Khamenei oder Kim Jong-un die demokratischen Länder, von innen sind es rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien.

13.03.2025

„Reizworte – über Sprache, die Angst macht“

Mithu Sanyal und Leyla Jagiella

Wir leben in ebenso aufregenden wie auch aufgeregten Zeiten. Politische Debatten sind härter geworden, ebenso wie viele Gespräche zu Hause am Küchentisch. Dabei dreht sich vieles um Begriffe, Formulierungen, Sternchen, Identitäten, Zuschreibungen. Die tatsächlich gelebten Realitäten der Menschen verschwinden oft dahinter. An vielen Stellen wird Angst geschürt, ohne jedoch auf die realen Ängste und Sorgen einzugehen, die viele Menschen beschäftigen. Probleme stehen im Vordergrund, echte Lösungen werden banalisiert. In diesem Klima der Sorgen reicht oft ein einziges Wort, damit Menschen reagieren, ohne sich selbst nach dem Warum zu fragen. Woke, postkolonial, linksgrün versifft, *innen, Gutmensch, Heimat, Gender, … und schon kochen die Emotionen hoch, auf allen Seiten.

19.03.2025

„Eisiges Schweigen flussabwärts. Russland und seine Nachbarn“

Michael Thumann

Die Lesung und das Gespräch mit Michael Thumann über sein Werk „Eisiges Schweigen flussabwärts“ verspricht einen faszinierenden Einblick in die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und die menschlichen Geschichten dahinter. Thumann, ein renommierter Journalist und Außenpolitik-Experte, verbindet in diesem Buch tiefgründige Analysen mit einer literarischen Erzählweise, die persönliche Schicksale in den Fokus rückt.

Das Buch beleuchtet die politischen und sozialen Spannungen in Osteuropa und Zentralasien.

26.03.2025

„Tu was!“

Ruprecht Polenz

Tu was! Das ist die Parole des parteiübergreifend anerkannten Demokratie-Influencers Ruprecht Polenz. In seinem kurzen Beitrag vermittelt er den Wert unserer Staats- und Gesellschaftsform auf ganz neue Weise und beschreibt mehr als ein Dutzend konkrete Möglichkeiten, sich politisch zu engagieren. Denn die Widerstandsfähigkeit von Demokratien beginnt ganz konkret bei jedem und jeder Einzelnen von uns und somit bei uns zu Hause. Polenz’ Buch ist dabei keine reine Anleitung, sondern insbesondere ein Mutmacher in dunklen Zeiten.

19.05.2025

Grönland – Spielball der Großmächte? Was das „Land der Menschen“ bewegt.

Prof. Birgit Stöber

Nie zuvor war Grönland so sehr Thema in den internationalen Medien. Was ist das für ein Land und warum haben die USA, China und Russland ein Interesse daran? Wie positionieren sich Dänemark und die Europäische Union im Streit um Seltene Erden, Gas und Öl sowie eisfreie Handelswege? Und vor allem: Was sagen die Menschen in Grönland selbst dazu? Am 11. März wurde in Grönland ein neues Parlament gewählt, wobei der Wunsch nach Unabhängigkeit einmal mehr unterstrichen wurde. Knapp einen Monat nach dieser Wahl wollen wir uns Grönland bzw. Kalaallit Nunaat („Land der Menschen“), wie es auf Grönländisch heißt, widmen und seine historische, politische und kulturelle Verfassung verstehen und diskutieren. 

5.06.2025

Nachrichtenwüsten?  – Lokaler Journalismus unter Druck und die Folgen für die Demokratie. Wissenschaftliche Erkenntnisse und die Sicht der journalistischen Praxis

Lutz Hagen, Thorsten Kleditzsch

In Deutschland hat der Lokaljournalismus eine flächendeckende und umfassende Tradition. Sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern sind es auch heute noch vor allem die regionalen Abonnementzeitungen, die den mit Abstand größten Teil der Informationen über das Geschehen vor Ort liefern. Doch die digitale Revolution des Mediensystems macht das Zeitungswesen in seiner bisherigen Form zunehmend unwirtschaftlich, und die junge Zielgruppe hat sich von der Lokalzeitung abgewandt. Die Pressekonzentration auf lokaler Ebene schreitet seit Jahrzehnten immer bedrohlicher voran. Gedruckte Ausgaben werden eingestellt, Redaktionen zusammengelegt, Lokalausgaben stärker regional und auf Themen mit großer Resonanz und einer größeren Zielgruppe ausgerichtet. Etwas umformuliert: Eine jüngste Entwicklung in Sachsen ist die Übernahme der Sächsischen Zeitung durch den niedersächsischen Madsack-Konzern

29.10.2025

„Freiheitsaufgaben“. 

Marco Martin

Die Rede des Journalisten und Autors Marko Martin „Von fortgesetzten deutschen Lebenslügen und Verdrängungen – in Ost und West“ anlässlich des 35. Jahrestags des Mauerfalls löste eine große Debatte aus. Am 13. September 2025 veröffentlichte der preisgekrönte Autor nun das Sachbuch Freiheitsaufgaben, in dem er erstmals seine Vorstellung von einer verantwortungsvollen und unbequemen Freiheit skizziert. Der Autor hinterfragt unser Verständnis des Freiheitsbegriffs. Bedeutet Freiheit automatisch Glück? Oder ist Freiheit nach Ansicht des deutsch-französischen Sozialpsychologen, Schriftstellers und Philosophen Manés Sperber nicht vor allem „die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit“? Könnte nicht gerade aus diesem Verständnis so etwas wie Glück entstehen? Marko Martin, geprägt von Freiheitsfreunden weltweit, erzählt davon wie kaum ein Zweiter.

05.02.2026

Die neue Mauer – Der Osten, der Westen und die gefährdete Demokratie –

Ein Gespräch mit Bodo Ramelow & Ilko-Sascha Kowalczuk

Eine neue Mauer verläuft durch Deutschland. Vieles von dem, was nach 1990 schiefgelaufen ist, lässt sich durch Fehler im Vereinigungsprozess erklären, anderes resultiert aus falschen Erwartungen. Das Ergebnis nach über drei Jahrzehnten ist eine vergiftete Stimmung, die immer größere Teile der Bevölkerung erfasst – im Osten wie im Westen.

12.03.2026

Picknick auf der Autobahn – Hätte, hätte, Fahrradkette? Von wegen! Mobilitätsideen, die Lust auf morgen machen.

Prof. Bastian Pfleging – TU Bergakademie Freiberg

Martin Seltmann – Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauwesen

Katja Diehl – Mobilitätsexpertin und Autorin

Wie schaffen wir es, den Menschen in den Mittelpunkt der Mobilität in Stadt und Land zu stellen, und wie wollen wir in Zukunft leben? Dieser Frage geht die Autorin und Mobilitätsexpertin Katja Diehl in Lesung und Gespräch nach. Ausgehend von ihren Büchern „Picknick auf der Autobahn“ und „Komm mit in die Welt von morgen!“ entwirft sie für Erwachsene und Kinder Zukunftsvisionen einer neuen Mobilität und zeigt zugleich konkrete Ideen auf, wie diese in der Praxis umgesetzt werden können. Freuen Sie sich auf überraschende Perspektiven und anschauliche Beispiele – eine Veranstaltung für alle, die neugierig auf die Verkehrswende sind und Lust auf eine lebenswertere Zukunft haben.