TUBAF-Doktorand Will Turner promoviert in Mathematik und beschäftigt sich mit Graphen. Im Frühjahr 2026 hat er an der Universidad de São Paulo geforscht und dort Lehrerfahrung gesammelt. Wie Graphen unsere Google-Suche bestimmen und wie er mit der universellen „Sprache“ der Mathematik über Sprachgrenzen navigiert, erzählt Will Turner im Interview.

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Will Turner an der Tafel
Will Turner sammelte in Brasilien auch Lehrerfahrung.

Sie promovieren in Mathematik und haben schon mehrere Auslandsaufenthalte integriert. Macht die Verständigung mit Zahlen und Gleichungen den internationalen Austausch leichter?

Wenn wir in der Mathematik über unsere Forschung sprechen, nutzen wir Englisch, was nun zufällig meine Muttersprache ist. Deutsch lerne ich aktuell noch und mir ist dabei etwas aufgefallen: Ich finde es deutlich einfacher, mich über Mathematik auf Deutsch zu unterhalten, während mir Konversationen im Alltag oft noch viel schwerer fallen. Ich glaube das liegt daran, dass die Struktur mathematischer Begründungen, mathematischen Denkens zum großen Teil universell und unabhängig von der Sprache ist. Das macht Mathematik für mich zur besten Möglichkeit, mein Deutsch zu verbessern!

Interessant! Während Ihres Aufenthalts in São Paulo haben Sie auch selbst gelehrt, richtig? 

Ja, ich leitete ein Seminar zu Graphen-Theorie für Masterstudierende und Promovierende – aber nicht auf Portugiesisch, sondern auf Englisch. Und es war auch nicht mein erstes Mal, vor Kommilitoninnen oder Kollegen Vorträge zu halten. Auch in Birmingham und Freiberg habe ich Übungen für Studierende geleitet, oder habe meine Forschung schon in Ottawa und London präsentiert.

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