Musikalisch begleitet von Mitgliedern des Collegium Musicum der TU Bergakademie Freiberg erhielten 44 Studierende aus 7 Nationen am 24. Juni ein Deutschlandstipendium. Damit werden sie für ein oder zwei Semester finanziell unterstützt. Seit Beginn des Programms an der TU Bergakademie Freiberg im Jahr 2011 sind insgesamt über 1.000 engagierte und begabte Studierende in den Genuss des Stipendiums gekommen. Damit liegt Freiberg weit über dem Bundesdurchschnitt. Während deutschlandweit nur 1,2 Prozent der Studierenden ein Deutschlandstipendium erhalten, sind es an der TU Bergakademie Freiberg 1,9 Prozent.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten feierlich ihre Urkunden im Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS) und konnten sich anschließend mit den Stipendiengebern austauschen. „Für die Auszeichnung mit einem Deutschlandstipendium sind neben den Studienleistungen auch das Engagement und die Motivation außerhalb des Studienalltags entscheidend. Studierende zu unterstützen, die sich Herausforderungen stellen, Verantwortung übernehmen und schwierige Situationen meistern, ist eine Investition in die Zukunft“, sagt Professorin Swanhild Bernstein, Prorektorin für Lehre, Studium und Lebenslanges Lernen an der TU Bergakademie Freiberg. „Danke an alle Förderinnen und Förderer für ihre anhaltende Unterstützung!“
Die nächste Bewerbung auf ein Deutschlandstipendium ist ab 1. Juli 2026 möglich.
Ich schreibe dieses Semester meine Bachelorarbeit. Dafür teste ich verschiedene Sensoren von Endress&Hauser für ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Biotechnologie. Alle Parameter, die hiermit kontinuierlich überwacht werden können, sind sehr wichtig für die Verfolgung von mikrobiellen Systemen. Ich teste die Sensoren in Reinkulturen, aber auch Umweltproben, zudem unter dem Zusatz von Stör-/Schadstoffen und unter extremen Bedingungen. Durch Probenahmen und Referenzmessungen möchte ich herausfinden, in welchem Arbeitsbereich eine Online-Überwachung mit den Sensoren funktioniert und verlässliche Werte liefert.
Stipendiatin Danka Dreßler wird von der Firma Endress&Hauser gefördert.
Langjähriges Engagement zahlreicher Stipendiengeber
Seinen Erfolg verdankt das Stipendienprogramm den zahlreichen Unternehmen, Vereinen, Stiftungen und Privatpersonen, die das Stipendium von 300 Euro pro Monat bis zu einem Jahr zur Hälfte finanzieren. Die andere Hälfte kommt vom Bund. Jährlich werden an der TU Bergakademie Freiberg durchschnittlich 74 Stipendien vergeben, was einem Gesamtfinanzierungsvolumen von jährlich zirka 266.000 Euro entspricht. Dabei organisiert die Universität die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten, sorgt für die Auszahlung des Stipendiums und bringt Fördernde und junge Studierende zusammen.
Dieses Sommersemester unterstützen folgende Stiftungen und Unternehmen das Deutschlandstipendium an der TU Bergakademie Freiberg:
- Endress+Hauser Conducta GmbH
- Taubert Consulting GmbH
- Bohr- und Umwelttechnik GmbH, Ingenieurbüro Wagner
- Stölzle Lausitz GmbH
- enviaM
- Berufsbildungswerk Philipp Jakob Wieland
- Nickelhütte Aue GmbH
- Ilsenburger Grobblech GmbH
- ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH
- Dr. Erich Krüger-Stiftung
- Stiftung TU Bergakademie Freiberg.
Dank zahlreicher Unterstützer konnte auch wieder ein Crowdfunding-Stipendium vergeben werden.
Bewerben lohnt sich
Für die Auswahl zählen gute Noten und Studienleistungen, soziales und gesellschaftliches Engagement. Auch besondere persönliche familiäre Umstände, unter denen die Bewerberinnen und Bewerber ihr Studium meistern, werden berücksichtigt. Die ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten eine finanzielle Unterstützung von 300 Euro pro Monat für max. ein Jahr und profitieren von einem Netzwerk aus engagierten Studierenden und Geldgebern.