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Projekt Rosetta Einzelteile

Die Professur Additive Fertigung der TU Bergakademie Freiberg unterstützte das „Digital Rosetta Stone Project“ der Universität Leipzig mit Versuchen zur dreidimensionalen Reproduktion des berühmten Steins von Rosetta. Auf Grundlage von Bilddaten wurde ein 3D-Modell rekonstruiert, das anschließend am Institut für Maschinenelemente, Konstruktion und Fertigung (IMKF) mithilfe des Binder-Jetting-Verfahrens (BJT) unter unterschiedlichen Druckparametern erprobt wurde. Dabei entstanden detaillierte Druckmuster eines Teilbereichs des historischen Artefakts.

Das von PD Dr. Monica Berti, Prof. Dr. Franziska Naether und Josephine Hensel geleitete Projekt verbindet die digitale Erfassung des Steins von Rosetta mit seiner sprachwissenschaftlichen Erschließung. Die hochauflösenden Bilddaten und das daraus entwickelte digitale 3D-Modell bilden eine Grundlage für die Visualisierung der Inschriften sowie für digitale Forschungs- und Lehranwendungen.

Bei einer Veranstaltung am 7. Oktober 2026 in Groitzsch präsentierte Prof. Dr. Franziska Naether die am IMKF gefertigten Druckmuster und ein begleitendes Video im Rahmen ihres Vortrags und der anschließenden Diskussion. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse und versammelte rund 150 Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) sowie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK). Ein Teil der Druckmuster wurde der beteiligten Schule für den Einsatz im Unterricht überlassen.

Die Zusammenarbeit zeigt, wie additive Fertigung und digitale Geisteswissenschaften zusammenwirken können, um historische Artefakte anschaulich zu vermitteln und neue Wege für Forschung und Bildung zu eröffnen. Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Franziska Naether und allen Projektbeteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit und freuen uns auf weitere Versuche und mögliche gemeinsame Vorhaben.

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