Tag der Lehre

Der Tag der Lehre der TU Bergakademie Freiberg beschäftigt sich mit der Zukunft des Lehrens und Lernens: 

  • Welche Erwartungen haben Studierende an eine gute Lehre?
  • Wie können Studierende durch studienbegleitende Angebote auch in schwierigen Studienphasen motiviert und unterstützt werden?
  • Wie funktioniert Lehre im Zeitalter der Digitalisierung?

Diese und weitere Themen werden zukünftig im Focus des Tages der Lehre an der TU Bergakademie stehen. Lehre an der TU Bergakademie sichtbar zu machen und sie weiter zu entwickeln, ist unser Anliegen.

Wir laden alle Lehrenden, Studierende und Mitarbeiter der Universität zum Dialog zu Fragen des Lehrens und Lernen herzlich ein.

Tag der Lehre 2020

E-Education-Awareness-Day: Digital Lehren - Digital Lernen

Am 16. Juni 2020 findet der 2. Tag der Lehre statt, welcher sich mit der Zukunft des Lehrens und Lernens an der TU Bergakademie Freiberg beschäftigen wird. Es werden u. a. aktuelle sowie neue digitale Lehr- und Lernwerkzeuge vorgestellt und zukunftsfähige Lehrszenarien besprochen. Die Fakultäten präsentieren und diskutieren zudem erste strategische Konzepte ihrer digitalen Lehre. Darüber hinaus sollen Studieninhalte, die sich konkret mit Digitalisierung bzw. Digitaler Transformation im jeweiligen Fach beschäftigen, eine Plattform finden.

Nähere Informationen zum Programmablauf folgen demnächst.

Tag der Lehre 2019

Motiviert zum Studienerfolg

Am ersten Tag der Lehre am 30.04.2019 ging es in Vorträgen und Workshops rund um das Thema Motiviert zum Studienerfolg.

Vortrag: Design Oriented Education - Erfolgsmodell für den Studienerfolg an der Eindhoven University of Technologie, Prof. Dr. Eng. Lech Jozwiak - TU Eindhoven

Design Oriented Education, wie sie an der TU Eindhoven von Prof. Jozwiak und seinem Team seit 1997 entwickelt wurde, ist ergänzend zur klassischen Wissensvermittlung in den einzelnen Disziplinen auf die frühzeitige systematische Entwicklung von typischen beruflichen Denkweisen, kommunikativen Kompetenzen, Führungskompetenzen und Teamfähigkeit ausgerichtet. Mit dem Eindhovener Modell ist eine Verflechtung von frühzeitiger Entwicklung der typischen beruflichen Denkweisen und erforderlichen Schlüsselkompetenzen mit der klassischen Lehre der Grundlagen gelungen. 

Bereits ab dem 1. Semester entwickeln die Studierenden in kleinen Gruppen ingenieurtechnische Problemlösungen für konkrete Designprobleme mit gesellschaftlichem Bezug. Kleine Studierendengruppen von 4-5 Studierenden arbeiten im Wettbewerb gegeneinander am gleichen Problem, werden allerdings mit unterschiedlichen Parametern ausgestattet. Auf diese Weise erarbeiten sich Studienanfänger im Bachelorstudium einen Überblick über die verschiedenen Felder des ingenieurtechnischen Denkens und Handelns, was sehr motivierend auf die Studierenden wirkt und frühzeitig die Begeisterung für ihr Fachgebiet weckt. Im Zentrum des Lernprozesses und auch der abschließenden Bewertung der Leistung in diesem Modul steht dabei weniger die konkrete Problemlösung selbst, als vielmehr das strukturierte Herangehen an das stets interdisziplinär zu bearbeitende Projekt und die soziale Interaktion in der Gruppe.

 

1. Workshop: Flipped Classroom, Prof. J. Stumpf-Wollersheim

Flipped Classroom ermöglicht Lehr-Lern-Szenarien, bei denen der eigentliche Wissenserwerb in ein Selbststudium vorverlagert und die Präsenzzeit in der Universität zur Vertiefung, Anwendung und Diskussion der Lehrinhalte verwendet wird. Der Einsatz von Flipped Classroom bietet den Studierenden unter anderem Vorteile mit Blick auf die zeitliche Flexibilität bei der Stoffaneignung sowie mit Blick auf erhöhte Interaktionsmöglichkeiten mit Studierenden und Lehrenden.

In dem Workshop „Motiviert zum Studienerfolg - Flipped Classroom“ wird zunächst ein konkretes Beispiel für den Einsatz von Flipped Classroom in der Hochschullehre vorgestellt. Hierbei berichten Lehrende und Lernende von ihren praktischen Erfahrungen und Erwartungen. Anschließend werden in interaktiven Break Out Sessions generelle, technische und didaktische Herausforderungen und Fragen zur Implementierung von Flipped Classroom diskutiert.

 

2. Workshop: Problemorientiertes Lernen, Prof. G. Frisch

Problemorientiertes Lernen versucht mit konkreten, teilweise komplexen und multidisziplinären Fragestellungen eine reale Arbeitsumgebung zu simulieren. Ausgangspunkt ist eine möglichst realistische Problemstellung aus der Berufspraxis. Hieraus leiten die Lernenden ab welches Hintergrundwissen sie sich im Selbststudium aneignen müssen, um anschließend die Problemstellung zu bearbeiten. Die klassische Lernfolge, Fachwissen zunächst ohne konkreten Kontext zu erlernen und erst später anzuwenden, wird aufgebrochen. Das Selbststudium erhält eine konkrete Motivation und einen Kontext, der zum Denken in Zusammenhängen anregt.

Im Workshop "Problemorientiertes Lernen - Chancen und Nebenwirkungen" werden Prinzipien, mögliche Abläufe und Probleme bei der Umsetzung dieser Methode an konkreten Beispielen vorgestellt. Die Eignung des problemorientierten Lernens für verschiedene Zielgruppen und Phasen des Studiums wird in der anschließenden Diskussion mit den Workshop-Teilnehmern erarbeitet.

 

3. Workshop: Motiviert zum Studienerfolg – Sprache der Objekte, Prof. T. Wotte, Prof. G. Heide

Lernen am Objekt ermöglicht es den Studierenden, die theoretischen Erkenntnisse in der Realität erfahrbar und nachvollziehbar zu machen. In den Geowissenschaften wird dieser Ansatz in Übungen und Feldexkursionen verfolgt, er eignet sich aber auch für andere Wissensbereiche. Die Studierenden sollen lernen, Informationen zu interpretieren und in ihren natürlichen Kontext in Raum und Zeit zu bringen. Dieses „Lesen“ von Informationen aus geologischen, mineralogischen und paläontologischen Funden stellt die grundlegende Voraussetzung eines erfolgreichen Geowissenschaftlers und bedarf eines intensiven Trainings und Studiums. Für die Vermittlung dieser Fähigkeiten stehen unter anderem Gesteins-, Erz-, Fossil-, Mineral- und Kristallsammlungen zur Verfügung, die eigens für den Lehr- und Ausbildungszweck konzipiert wurden. Eine Auswahl dieses Materials und dessen Anwendung und Analysemethoden werden vor und zur Diskussion gestellt.

In dem Workshop „Motiviert zum Studienerfolg – Sprache der Objekte“ wird zunächst ein konkretes Beispiel aus den Geowissenschaften vorgestellt. Anschließend werden in interaktiven Break Out Sessions generelle, technische und didaktische Herausforderungen und Fragen zur Umsetzung dieser Lehr- und Lernmethode diskutiert.