Mit einem interaktiven Auftakt ist der neue Bachelorstudiengang Smart Systems Engineering (SSE) an der TU Bergakademie Freiberg gestartet. Beim Kick-off am 12. Oktober 2026 lernten die Studierenden ihre Mitstudierenden und das Studiengangsteam kennen, erprobten gemeinsam ein sensorbasiertes System und diskutierten über die Bedeutung eines Studiums in einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Arbeitswelt.

Für Studiendekan Prof. Christian Kupsch, der den Studiengang maßgeblich mitentwickelt hat, war der Auftakt ein besonderer Meilenstein. Die Begeisterung und Neugier der Studierenden sowie ihr Wunsch, eigene Ideen umzusetzen, machten die Veranstaltung zu einem vielversprechenden Start.

Smarte Systeme von Anfang an erlebbar machen

Der Studiengang möchte früh praktische Erfahrungen ermöglichen und das Zusammenspiel von Sensorik, Software und Interaktion greifbar machen. Beim Kick-off steuerten Studierende und Betreuungsteam mithilfe kleiner Sensorboards jeweils einen eigenen Punkt auf einer gemeinsamen Bildschirmfläche. Fragen zum Kennenlernen und Geschicklichkeitsaufgaben wurden so zu einem gemeinsamen Experiment.

Eine Veränderung der Verarbeitung der Sensorsignale erschwerte die zuvor intuitive Steuerung deutlich. Das bot den Anlass, gemeinsam hinter die Kulissen zu schauen: Wie hängen Handbewegungen, Messwerte, Software und die visuelle Rückmeldung zusammen? Die Aktivität führte damit unmittelbar zu einer zentralen Frage des Studiengangs: Wie lassen sich einzelne Komponenten zu Systemen verbinden, die in der realen Welt zuverlässig funktionieren?

Alle Studierenden erhielten ein Sensorboard als Leihgabe und Studienmaterial. Damit können sie über den Auftakt hinaus experimentieren, Zusammenhänge vertiefen und eigene Projekte entwickeln.

Wissen, Urteilskraft und Zusammenarbeit im Zeitalter der KI

Ein weiteres Thema war der Wandel der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz und die damit wachsende Bedeutung von Fachwissen, kritischem Denken und eigenständiger Urteilskraft. Wenn leistungsfähige Werkzeuge breit verfügbar sind, wird es umso wichtiger, sinnvolle Fragen zu stellen, Ergebnisse zu prüfen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Das Studium bietet Gelegenheit, diese Fähigkeiten durch praktische Arbeit, Diskussion und Zusammenarbeit zu entwickeln. An der TU Bergakademie Freiberg unterstützen kurze Wege zu Lehrenden und Forschenden, der Zugang zu moderner Technik und Möglichkeiten zur frühen Mitarbeit in Forschungsprojekten diese Entwicklung.

Disziplinen miteinander verbinden

Smart Systems Engineering verbindet die Fakultät für Mathematik und Informatik mit der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik. Der Studiengang bereitet darauf vor, über Fachgrenzen hinweg zu arbeiten und die Beiträge unterschiedlicher Technologien zum Gesamtsystem zu verstehen.

Prof. Sebastian Zug und das Team des MSE-Labs gestalteten den interaktiven Auftakt mit. Die Veranstaltung bot der ersten Kohorte einen persönlichen Einstieg und machte zugleich erlebbar, was ihr Studium prägen soll: Neugier, Zusammenarbeit und gemeinsames Ausprobieren.

Studium
Prof. Dr. Christian Kupsch
Zentrum für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS), Winklerstraße 5
09599 Freiberg
christian.kupsch [at] mse.tu-freiberg.de