„Wie Industrieöfen- und Prozesse von der derzeit verbreiteten Beheizung mit Erdgas auf umweltfreundlicheren Wasserstoff und Plasmatechnologien umgestellt werden können, ist aktuell eine große Herausforderung. Eine Lösung dieser Frage kann nur gemeinsam mit Wissenschaft, Fachverbänden und Praxispartnern erarbeitet werden – und genau an dieser Stelle engagiert sich Associate-Professor Sven Eckart überdurchschnittlich“, begründet Fritz Lütke-Uhlenbrock, Vorstandsmitglied der Dr. Erich-Krüger-Stiftung die Vergabe des Preises an den Freiberger Nachwuchsforscher.

Sven Eckart hat demnach eine Vielzahl an Forschungsvorhaben mit renommierten Partnern im In- und Ausland initiiert. Er ist in Fachverbänden aktiv und trägt nachhaltig zur internationalen Vernetzung der TU Bergakademie Freiberg im Forschungsgebiet der Gas- und Wärmetechnik bei. Für seinen Einsatz ehrt ihn die Dr. Erich-Krüger-Stiftung mit dem Krügerpreis, der 2026 erstmals verliehen wird. Mit dem Preis würdigt die Stiftung das Potenzial der Nachwuchsforschung für Innovationen aus der TUBAF. Dazu der Preisträger: 

 „Als gebürtiger Freiberger bedeutet mir der Krügerpreis besonders viel, er ist für mich eine große Ehre und zugleich eine besondere Anerkennung meiner wissenschaftlichen Arbeit an der TUBAF. Gemeinsam mit meinem großartigen Team möchte ich die Gas-, Wärme- und Energietechnik multidisziplinär weiterentwickeln, technisches und ökonomisches Denken miteinander verbinden und weiterhin die Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung schlagen. Indem wir neue Studierende für diese Aufgaben begeistern und als internationale Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gewinnen, können wir zukunftsweisende Technologien weltweit für die Energiewende in reale Systeme überführen und zugleich die Wirtschaft, Wissenschaft und Strahlkraft Freibergs weiter stärken.“

Assoc. Prof. Dr.-Ing. Sven Eckart ist an der TU Bergakademie Freiberg Leiter der Arbeitsgruppe Verbrennungstechnik am Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik. In seiner Forschung befasst er sich schwerpunktmäßig mit der Effizienzsteigerung und Dekarbonisierung von industriellen Hochtemperaturprozessen, beispielweise durch den Einsatz von Wasserstoff-, Ammoniak- und Plasmatechnologien. 

Neben seiner Tätigkeit an der TUBAF ist Sven Eckart am Centre of Excellence for Safety Research an der VŠB – Technischen Universität in Ostrava, Tschechien als Associate-Professor für Wasserstoff- und Ammoniaksicherheit eingebunden. Sven Eckart hat bisher mehr als 70 Publikationen mit insgesamt mehr als 200 internationalen Co-Autoren veröffentlicht und ist selbst Gutachter und Editor für mehrere internationale Fachzeitschriften. Nebenbei engagiert er sich ehrenamtlich für die Nachwuchsförderung im DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. und der Deutschen Sektion des Combustion Institute, wo er auch im Vorstand tätig ist. Im Sommer dieses Jahres hat Sven Eckart seine Habilitation an der Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik der TUBAF eingereicht. 

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