Studium

Studienrichtung Nichteisenmetallurgie (Diplom Werkstoffwissenschaften und Werkstofftechnologie)

Diese Studienrichtung beinhaltet die theoretischen Grundlagen, Verfahren und Anlagen zur Herstellung und Raffination von Nichteisenmetallen einschließlich Elektronikwerkstoffen, wie z. B. Halbleitermaterialien. Absolvent/innen erhalten in dieser Vertiefungsrichtung anwendungsorientierte Kenntnisse auf den Gebieten der Thermodynamik und Kinetik metallurgischer Reaktionen, Modellierung metallurgischer Prozesse sowie der Metallurgie der Werkstofferzeugung, werkstoffwissenschaftliche Grundlagen der Entwicklung und Anwendung von metallischen Werkstoffen einschließlich ihrer Nachbehandlung. Die Ausbildung berücksichtigt dabei generell die vielfältigen Aspekte des Werkstoffrecyclings sowie des Umweltschutzes.

Das Studium mit einer Regelstudienzeit von zehn Semestern ist in ein viersemestriges Grundstudium und in ein sechssemestriges Hauptstudium geteilt. Das Grundstudium ist für alle Studienrichtungen des Studiengangs Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie identisch, so dass eine Entscheidung für eine bestimmte Studienrichtung erst nach dem 4. Semester, das heißt nach dem Vordiplom nötig wird.

Studienkonzept

Werkstoffe bestimmen unser Leben! Hochleistungsstähle im Automobil können im Notfall unser Leben retten, Leichtbauwerkstoffe sparen viele Millionen Tonnen Erdöl, moderne Kommunikationssysteme wären ohne Hochleistungswerkstoffe nicht denkbar. Um diese Produkte erzeugen zu können, müssen die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, was die Werkstoffeigenschaften beeinflusst und wie Werkstoffe mit den gewünschten Eigenschaften hergestellt werden. Von Glas, Keramik, Kunststoffen und Metallen bis zu den Verbundwerkstoffen oder Halbleitermaterialien ist die Palette der Werkstoffe so breit, dass Studierende sich in einem einzigen Studiengang auf bestimmte Gruppen fokussieren müssen. Daher liegt der Schwerpunkt auf metallische Werkstoffe und Halbleitermaterialien.

In den Grundlagenvorlesungen zu Beginn des Studiums werden die Zusammenhänge zwischen den technologischen Parametern des Herstellungsprozesses, der inneren Struktur der Werkstoffe und den Werkstoffeigenschaften dargestellt und die Bedingungen für einen effizienten Werkstoffeinsatz erklärt. Da die Erzeugung der Werkstoffe auf deren Verarbeitung und Nutzung ausgerichtet werden muss, werden diese Zusammenhänge an Beispielen anschaulich dargestellt. Der Kreislauf der Werkstoffe endet jedoch nicht mit dem Ende der Nutzung des jeweiligen Produktes. So muss die gesamte Kette von der Werkstofferzeugung über die Nutzung bis zum Recycling betrachtet werden, um eine nachhaltige Verwendung unserer Rohstoffe, auch der Sekundärrohstoffe bei der Wiederverwertung, sicher zu stellen.

Studierende finden beste Studienbedingungen durch eine solide fachliche Betreuung. Ihnen stehen modernste Geräte und Laborausrüstungen zur Verfügung. Den Studenten bietet sich die Möglichkeit, als studentische Hilfskraft frühzeitig in die wissenschaftliche Arbeit einbezogen zu werden und eng mit den Doktoranden an der Erforschung der neuen Verbundwerkstoffe zusammen zu arbeiten.

An Deutschlands Universitäten einmalig ist die in Freiberg praktizierte enge Verknüpfung zwischen Herstellungstechnologien, Werkstoffeigenschaften und Anwendungen sowie der inneren Struktur der Werkstoffe. Besonders dieses Verständnis ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Diplom-Ingenieur im Bereich Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie. Und genau hierin unterscheidet sich das Studium in Freiberg deutlich von anderen Universitäten in Deutschland.

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