Die Modernisierung der Lehre, die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen und die Stärkung der der Universitäten für die Gesellschaft stehen im Fokus des Förderprogramms „Projekte zur Anbahnung von Hochschulkooperationen mit Syrien“ des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Auch an der TUBAF könnten im kommenden Jahr neue Partnerschaften entstehen. Im ersten Schritt soll ein hybrider Workshop an der TU Bergakademie Freiberg konkrete Möglichkeiten für gemeinsame Forschungs- und Bildungsprojekte entwickeln.

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Gemeinsam mit Mohamad Al Zoabi vom Internationalen Universitätszentrum reiste Khaled Al Hamdan im Sommer 2026 nach Syrien.

„Wissenschaftliche Kontakte von syrischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in westliche Länder wurden seit 2011 quasi zurückgestellt. Nach dem Sturz des Regimes ist die syrische Diaspora in Deutschland, aber auch anderswo, nun umso engagierter, Kontakte wiederaufzunehmen. Das Förderprogramm bietet die Chance, diese Kontakte von der persönlichen Ebene auf die Ebene der Professuren und Institute zu heben“, erzählt Khaled Al Hamdan, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Glas und Glastechnologie der TU Bergakademie Freiberg. Er selbst ist 1986 aus der syrischen Stadt Homs nach Freiberg gekommen und hat während des Bürgerkriegs den Kontakt zu ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen in Syrien nicht verloren.

Gemeinsam mit Mohamad Al Zoabi vom Internationalen Universitätszentrum reiste Al Hamdan im Sommer 2026 nach Syrien. „Dort sprachen wir unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der Universitäten von Damaskus, Homs, Hama und Aleppo. Trotz knapper Ressourcen und teilweise zerstörter Infrastruktur zeigten die Universitäten ein großes Interesse an einer nachhaltigen Zusammenarbeit.“ Ein Workshop zum gegenseitigen Kennenlernen findet in der ersten Novemberwoche 2026 statt. Ziel des Workshops ist es, auf beiden Seiten geeignete Kooperationspartner für eine zukünftige Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu identifizieren und gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten zu entwickeln.

Umsetzung der Maßnahmen von aktueller Situation in Syrien abhängig

Zum aktuellen Impulspapier des DAAD wird DAAD-Präsident Professor Joybrato zitiert, dass es trotz der noch fragilen Sicherheitslage im Land wichtig sei, "Perspektiven für den Wiederaufbau des vom Bürgerkrieg schwer gezeichneten Landes aufzuzeigen, die auch unter den aktuellen Bedingungen denkbar sind. Die Wiedererrichtung eines leistungsfähigen und international anschlussfähigen Hochschulsystems kann eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Wiederaufbau schaffen.“ Es liege im Interesse Deutschlands, den Aufbau eines leistungsfähigen Hochschulsystems in Syrien zu unterstützen, um langfristig zur Stabilisierung des Landes und zur Entwicklung der Region beizutragen.

Ziel des Programms ist die Vorbereitung einer längerfristig angelegten Kooperation auf Fachbereichs- oder Institutsebene, die auf eine Strukturverbesserung an den syrischen Partnerhochschulen ausgerichtet ist. Im Optimalfall entstehen daraus erfolgreiche gemeinsame Förderanträge.

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