PD Dr. habil. Friedrich Roth von der TU Bergakademie Freiberg ist in das Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung (KFS) gewählt worden. Das bundesweite Gremium vertritt die Interessen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Synchrotronstrahlung für ihre Forschung nutzen. Die Amtszeit der neu gewählten Mitglieder beträgt drei Jahre.

Die Nutzerinnen und Nutzer von Synchrotronstrahlung in Deutschland haben ihre Vertreterinnen und Vertreter für das Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung neu gewählt. Zu den acht gewählten Mitgliedern gehört auch PD Dr. habil. Friedrich Roth vom Institut für Experimentelle Physik der TU Bergakademie Freiberg.

Roth ist an der Professur für Strukturforschung mit XFELs und Synchrotronstrahlung tätig. Im Zentrum seiner Forschung stehen insbesondere photoelektronen-spektroskopische und zeitaufgelöste Untersuchungen von Materialien und ihren Grenzflächen. Dafür arbeitet er regelmäßig an nationalen und internationalen Großforschungsanlagen wie Synchrotron Strahlungsquellen und Freie-Elektronen-Lasern.

„Ich freue mich sehr über das Vertrauen der Nutzergemeinschaft  und darauf, mich in den kommenden drei Jahren im KFS einzubringen“, sagt Roth. „Großforschungsanlagen sind für viele Bereiche der modernen Materialforschung unverzichtbar. Gleichzeitig leben diese Einrichtungen von einer aktiven Nutzergemeinschaft. Mir ist wichtig, die Interessen dieser Community zu vertreten und an der zukünftigen Entwicklung der Forschungsinfrastrukturen und ihrer Nutzungsmöglichkeiten mitzuwirken.“

Stimme der Synchrotron-Nutzergemeinschaft

Das Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung vertritt die Interessen der Nutzerinnen und Nutzer von Synchrotronstrahlungsquellen in Deutschland. Dabei steht das KFS unter anderem im Austausch mit den wissenschaftlichen Leitungen der Forschungszentren, dem zuständigen Projektträger sowie dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Bei der Wahl 2026 wurden neben Friedrich Roth Katrin Amann-Winkel, Bernd Hinrichsen, Birgit Kanngießer, Dirk Lützenkirchen-Hecht, Martina Müller, Venera Weinhardt und Max Wilke in das Komitee gewählt. Die konstituierende Sitzung des neuen KFS findet am 16. November 2026 statt. Dort wird auch der neue Vorsitz gewählt.

Die Wahl unterstreicht zugleich die starke Vernetzung der TU Bergakademie Freiberg mit nationalen und internationalen Großforschungseinrichtungen. Erst kürzlich hat ein von Roth geleitetes Forschungsprojekt einen neuen experimentellen Aufbau für zeitaufgelöste Röntgenphotoelektronenspektroskopie an der Synchrotronstrahlungs-quelle BESSY II in Berlin fertiggestellt. Die Anlage soll ab 2027 internationalen Nutzergruppen für eigene Experimente zur Verfügung stehen.

Hintergrund

Das Komitee Forschung mit Synchrotronstrahlung (KFS) ist die gewählte Interessenvertretung der Synchrotronstrahlungs-Nutzergemeinschaft in Deutschland. Bei der Wahl 2026 lag die Wahlbeteiligung bei 23 Prozent. Die acht gewählten Mitglieder vertreten die Community für die kommenden drei Jahre.

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