Diplom Verfahrenstechnik

Steckbrief

FakultätFakultät 4 - Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik
AbschlussDipl.-Ing.
Regelstudienzeit10 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester (i.d.R. aber zum Wintersemester)
Zulassungsvoraussetzungen

Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung

BewerbungsfristFür Bewerber mit deutschem Schulabschluss bis 30.09. (für Beginn Wintersemester) oder 31.03. (für Beginn Sommersemester), alle Übrigen siehe „Jetzt bewerben“
Sprachedeutsch

Studienkonzept

Verfahrenstechnik (process engineering) ist die Ingenieurwissenschaft von der physikalischen, chemischen und biologischen Stoffwandlung unter besonderer Beachtung von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Erdöl zu Benzin, Kunststoffen und vielen anderen Produkten; Kohle, Öl, Gas, Wind und nachwachsende Rohstoffe zu Energie; Milch zu Joghurt; Hopfen, Malz und Wasser zu Bier; Kartoffeln und Getreide zu Alkohol; Entfernung von Schadstoffen aus Wasser, Abgas und Boden sind nur einige Beispiele für solche Stoffwandlungsprozesse.

Interdisziplinarität und Internationalität sind wesentliche Merkmale der Verfahrenstechnik, die viele Berührungspunkte zu den Naturwissenschaften, zum Maschinen- und Anlagenbau, zur Mess- und Automatisierungstechnik, zur Biotechnologie, zur Landwirtschaft und Lebensmitteltechnik, aber auch zur Medizin, Raumfahrt und Tiefseeforschung hat.

Das spezielle verfahrenstechnische Profil der Freiberger Universität ist in dieser Form einmalig in Deutschland und sehr praxisorientiert. Darüber hinaus ist das Verhältnis von Grundlagenwissen und anwendungsbereiten Kenntnissen so ausgewogen, dass ein erfolgreicher Start in das Berufsleben genauso garantiert ist wie die Voraussetzung für ständige Weiterbildung.

Studienablauf

Studienablauf Diplom Verfahrenstechnik

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Vertiefungen

Chemische Verfahrenstechnik

  • Technologische Gestaltung chemischer und biochemischer Prozesse
  • Auswahl/Dimensionierung von Chemie- und Bioreaktoren, Apparate zur Stofftrennung
  • Herstellung chemischer Rohstoffe und neuer Materialien aus Biomasse
  • produktionsintegrierter Umweltschutz

Energieverfahrenstechnik

  • Wege und Technologien der Energiebereitstellung
  • stoffliche und energetische Nutzung von fossilen und nachwachsenden Energieträgern sowie Abfällen
  • Maßnahmen zur Emissionsminderung und Energieeinsparung sowie Einsatz regenerativer Energien

Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik

  • Grundlagen und Prozesse, Apparate und Anlagen für die Zerkleinerung/Feinmahlung, Klassierung, Sortierung, Fest-Flüssig-Trennung, Wirbelschichtgranulierung, Lagerung, Dosierung und den Transport
  • Schwerpunkt ist die Partikeltechnologie (Herstellen, Verarbeiten und Charakterisieren feiner und feinster Partikel – Körner,Tropfen und Blasen) und die Aufbereitung fester mineralischer Rohstoffe

Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik

  • Modellierung thermischer Prozesse, thermische Trenntechnik, Wärme- und Stoffübertragung
  • Prozesse und Verfahren zur umweltgerechten Produktion, zur Vermeidung von potenziellen Schadstoffen sowie für die stoffliche Verwertung von Prozessnebenprodukten
  • Technik der Wasser-, Luft- und Bodenreinigung mit biologischen, physikalischen und chemischen Verfahren
  • Messen und Bewerten von Umweltdaten

Berufsfelder

Forschung und Entwicklung sowie Projektierung, Betrieb und Instandhaltung von verfahrenstechnischen Apparaten und Anlagen u.a. in der Chemischen Industrie, Energiewirtschaft, Keramik-, Glas- und Baustoffindustrie, Bergbau und Aufbereitung, Abwasserreinigung, Müllbeseitigung und -aufbereitung, Luftreinhaltung, Lebensmittelindustrie, Heizungs- und Klimatechnik, Biotechnologie, Maschinen- und Anlagenbau

  • Management und Logistik
  • Ingenieurbüros
  • Lehre und Forschung: z.B. Hochschule, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Institute
  • Öffentlicher Dienst: z.B. Behörden, TÜV, Kommunen, Ver- und Entsorgungsbetriebe, Stadtwerke
  • Wirtschafts- und Berufsverbände, Beratertätigkeit
  • Freiberufliche Tätigkeit: z.B. Gutachter, Industrieberater, Patentanwalt

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Deutsche Studienbewerber sowie Studienbewerber mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung (deutsches Abitur) oder ausländische Studierende, die bereits an einer Hochschule in Deutschland studiert haben (Hochschulwechsler), bewerben sich bitte über das Online-Bewerber-Portal.

Für ausländische Studierende gilt ein davon abweichendes Bewerbungsverfahren mit früheren Bewerbungsfristen, welches Sie auf unserer Webseite unter tu-freiberg.de/international/bewerbung-bachelor-diplom finden.

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