Direkt zum Inhalt

Wirtschaftsingenieurwesen

Studienkonzept

Wirtschaftsingenieur:innen sind Allrounder, da sie durch ihre breitgefächerte naturwissenschaftliche, ingenieurtechnische und betriebswirtschaftliche Ausbildung in nahezu allen Bereichen einsetzbar sind. Sie arbeiten den Schnittstellen, verstehen Spezialist:innen der verschiedenen Fachdisziplinen und schlagen Brücken zwischen den einzelnen Bereichen. So wird nicht nur ingenieurtechnischer Sachverstand von ihnen verlangt, sondern auch ökonomisches Verständnis und die Fähigkeit, sich schnell in neue Gebiete einzudenken. Auf diesem Ziel baut das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens auf, welches durch das Kombinieren von wirtschaftswissenschaftlichen Modulen mit ingenieurfachlichen Disziplinen ein breites Wissen und ein tiefgreifendes Verständnis vermittelt. Das Masterstudium Wirtschaftsingenieurwesen bietet den Studierenden die Möglichkeit, dass im Bachelorstudium erworbene Grundwissen weiter auszubauen und zu vertiefen. Durch vielfältige Lehrveranstaltungen im wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich können die Studierenden inhaltliche Schwerpunkte setzen und somit den eigenen Interessen folgen. Das Studium umfasst zwei Semester Präsenzstudium und ein Semester Masterarbeit.    

 

Vertiefungen

Geotechnische Studienrichtung mit den Schwerpunkten Öl- und Gasgewinnung aus konventionellen und unkonventionellen Vorkommen (u.a. Schweröl, Grubengas, Gashydrat). Der immer noch steigende Bedarf an diesen Rohstoffen soll durch moderne und umweltschonende Fördermethoden abgedeckt werden. Ein weiteres Anliegen ist der wirtschaftliche Durchbruch der Tiefenenergie zur Erzeugung von Strom und Warmwasser aus Erdwärme.

Geotechnische Studienrichtung mit dem Fokus auf Erschließung und Förderung fester Rohstoffe aller Art. Es werden immense Mengen Energierohstoffe (Kohle), Hartsteine (u.a. Granit), Erze, Salze etc. benötigt. Neben der Aufsuchung, Erschließung und Gewinnung der Rohstoffe gewinnt auch die Rekultivierung ehemaliger Industriestandorte eine steigende Bedeutung. In Zukunft wird zudem der umweltgerechte, sichere und effektive Abbau von Rohstoffen am Meeresboden ein wichtiges Betätigungsfeld sein.

Ingenieurtechnische Studienrichtung mit den Vertiefungen Maschinen und Anlagen sowie Energietechnik. Neben Dimensionierung und Konstruktion von Maschinen und Anlagen in allen Bereichen der Wirtschaft können prozesstechnische Fähigkeiten z.B. im Bereich der Aufbereitungstechnik erworben werden. Die Energietechnik beschäftigt sich mit Technologien, die notwendig sind um elektrische Energie, Wärme oder eine andere Energieform umweltschonend, effizient und wirtschaftlich bereitzustellen und zu nutzen.

Ingenieurtechnische Studienrichtung mit dem Fokus auf der konstruktiven Herstellung von Verkehrswegen, insbesondere Straßen und Tunnel. Neben der Dimensionierung und Konstruktion von Straßen, Brücken und Tunneln können auch vertiefende Kenntnisse über baubetriebliche Aspekte erworben werden. Ein weiteres Anliegen der Vertiefung ist die Vermittlung von Kenntnissen über die Abläufe und ökonomischen Zusammenhänge sowie Managementfähigkeiten in Bauunternehmen und Bauprojekten.

Prozessorientierte Studienrichtung mit dem Fokus auf physikalischer, chemischer und biologischer Stoffwandlung. Die Ausbildung ist breit gefächert und vermittelt Kenntnisse von der Erzeugung und Nutzung von Wärme (z.B. in Kraftwerken). Weitere Themengebiete sind die Herstellung verschiedenster Werkstoffe und Chemikalien (z.B. Kunststoffe) sowie die Nutzung von Mikroorganismen zur Reinigung von Luft und Wasser. Dieses Wissen kann bei der Entwicklung umweltschonender und wirtschaftlicher Verfahren eingesetzt werden.

Werkstofftechnische Studienrichtung mit dem Fokus auf anorganische, nichtmetallische Werkstoffe. Die deutschlandweit einzigartige Vertiefung legt den Fokus auf die Herstellung von Gläsern, Keramiken und Naturstoffen. Diese Werkstoffe begegnen uns täglich und deren Verwendung erscheint völlig natürlich. Dennoch müssen Baustoffe wie Beton, Ziegel oder Dämmmaterialien stetig weiterentwickelt, verbessert aber auch recycelt werden. Glas als Flasche oder Fensterscheibe, oder das täglich verwendete Geschirr sind mittlerweile Hightechprodukte. Die Vielzahl der Anwendung bedingt die große Anzahl an späteren Betätigungsfeldern der Absolventen dieser Vertiefung.

 

Metallurgische Studienrichtung mit insgesamt fünf Vertiefungen: Gießerei- und Umformtechnik, Werkstofftechnik, sowie Stahl- und Nichteisenmetallurgie. Hochleistungsstähle im Automobil können im Notfall unser Leben retten, Leichtbauwerkstoffe sparen viele Millionen Tonnen Erdöl, moderne Kommunikationssysteme wären ohne Hochleistungswerkstoffe nicht denkbar. Um diese Produkte erzeugen zu können, müssen die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, was die Werkstoffeigenschaften beeinflusst und wie Werkstoffe mit den gewünschten Eigenschaften hergestellt werden.

Fakultät
Fakultät 6 - Wirtschaftswissenschaften
Abschluss
Master of Science (M. Sc.)
Regelstudienzeit
3 Semester
Teilzeit möglich
Nein
Studienbeginn
Wintersemester
Sommersemester
Zulassungsvoraussetzung

Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen der TU Bergakademie oder fachlich mind. gleichwertiger berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit mind. 7 Semestern

Sprachkenntnisse
B1 Niveau Deutsch

Studiengangsprache
Deutsch
Fachberatung
Prof. Dr. Alexander Leischnig
Schlossplatz 1, Zimmer 1.105
Alexander.Leischnig [at] bwl.tu-freiberg.de
Studienberatung
Zentrale Studienberatung
Prüferstr. 2, 3. OG, Raum 3.405
studienberatung [at] tu-freiberg.de
Fachschaftsrat
Fachschaftsrat Fakultät 6
Schlossplatzquartier
Schlossplatz 1, EG 202
fsr6 [at] stura.tu-freiberg.de
Berufsfelder

Universelle Einsatzmöglichkeiten in Großbetrieben sowie Klein- und mittelständischen Unternehmen u.a. in den Branchen: Automobilindustrie & -zulieferindustrie, Grundstoffindustrie & Chemische Industrie, Maschinen- und Anlagenbau, Energieversorger, Bauwesen und Umweltschutz.

Die Absolvent:innen des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen haben vielseitige Berufsfelder. Typischer Einsatz zur technischen Problemlösung auf Basis betriebswirtschaftlicher Anforderungen u.a. in den Bereichen: Projektmanagement, Produktion / Fertigung, Transport / Verkehr / Logistik, Marketing / Vertrieb, Beratung und Controlling.

Ich hatte mich nach dem Abitur für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen entschieden, weil ich die Kombination aus Wirtschaft und Technik interessant fand. An der Bergakademie gefielen mir die Vertiefungsrichtungen, da es neben dem klassischen Maschinenbau auch Tiefbohrtechnik und Werkstofftechnologie gab. Das fand ich spannend. In meinem Studium habe ich gelernt, mich zu strukturieren. Das hilft mir in meinem Arbeitsalltag, da ich dort viele Probleme meist gleichzeitig lösen muss. Die Zeit an der TU Bergakademie Freiberg habe ich nur positiv in Erinnerung. Ich würde da sofort wieder studieren!

Marie Moses – Wirtschaftsingenieurin, Prozessingenieurin im Kupferwalzwerk bei Elcowire AB in Helsingborg

Mehr erfahren

Studiengangsvorstellung