Bachelor Geologie/Mineralogie

Geologie ist eine Naturwissenschaft, die sich mit der Struktur und Zusammensetzung des Erdkörpers befasst, mit der Entwicklung der Erde und des Lebens auf ihr.

Die Mineralogie erforscht die Entstehung und Eigenschaften der Minerale, aus denen sich die Gesteine zusammensetzen. Die Kenntnis geowissenschaftlicher Grundlagen ist die Voraussetzung für das Verständnis und die Lösung von Problemen wie Klimawandel, Rohstoffversorgung, Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutkatastrophen.


Studienkonzept

Studierende des Bachelorstudiengangs Geologie/Mineralogie finden in Freiberg einmalige Studienbedingungen. Dabei ermöglicht ein enger Kontakt zwischen Studenten und Lehrenden eine individuelle Betreuung und einen schnellen Studienabschluss. Verschiedene geowissenschaftliche Sammlungen, ein eigenes Lehr- und Forschungsbergwerk, moderne Laboratorien und Computerpools sowie ein Bohrkernlager und eine Lithothek sind von Beginn an in die Ausbildung einbezogen. Sie sorgen neben zahlreichen Exkursionen, Gelände- und Kartierpraktika für die praxisnahe Ausrichtung des Studiums. Die Universitätsbibliothek „Georgius Agricola“ ist Sammelstelle für Geowissenschaften der Deutschen Forschungsgemeinschaft.


Studium

Studienablauf BachelorDer Bachelorstudiengang gliedert sich in ein viersemestriges Grundstudium und ein zweisemestriges Hauptstudium.
Im Grundstudium werden neben den geowissenschaftlichen Grundlagen auch solide mathematisch-naturwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt. Hinzu kommt ein vierwöchiges Betriebspraktikum.

Im Hauptstudium wird eine Vertiefung gewählt, die sich an den späteren Berufswünschen bzw. den Zielen eines anschließenden Masterstudiums orientieren soll. Zur Wahl stehen die Gebiete

  • Hydrogeologie/Ingenieurgeologie, 
  • Lagerstättenlehre, Mineralogie, 
  • Paläontologie, 
  • Sedimentologie und 
  • Tektonophysik. 

Die Bachelorarbeit im 6. Semester bildet den Abschluss des Studiums. Mit dem Bachelor wird ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben mit dem bereits nach sechs Semestern der Start ins Berufsleben möglich ist. Darüber hinaus ist der Bachelor Voraussetzung für die Aufnahme eines weiterführenden geowissenschaftlichen Masterstudiums an der TU Bergakademie Freiberg oder an einer anderen Hochschule im In- und Ausland.


Vertiefungen im Master Geowissenschaften

In Freiberg wird ein forschungsorientierter viersemestriger Masterstudiengang Geowissenschaften in den folgenden Vertiefungsrichtungen angeboten:

Im Mittelpunkt stehen Erkundungs- und Erschließungsmethoden für Grundwasser, der Schutz und die Untersuchung von Grundwasser und oberirdischem Wasser.

Lagerstättenlehre

Die Studierenden sollen lernen, verschiedene Lagerstätten montangeologisch zu bewerten, deren Genese zu untersuchen und Lagerstätten zu erkunden.

Mineralogie

Die Vertiefungsrichtung befasst sich mit der Bildung, Umwandlung, Stabilität und Nutzung von Kristallen, Mineralen und Gesteinen.

Paläontologie/Stratigraphie

Im Fokus dieser Studienrichtung steht die Erfassung der Wechselbeziehungen und der Prozessdynamik von Geosphäre und Biosphäre und deren Evolution in der Erdgeschichte.

Sedimentologie/Vulkanologie

Es wird vertiefendes Fachwissen sedimentärer und vulkanogener Prozesse kontinentaler und mariner Ablagerungsräume vermittelt. Diese Vertiefungsrichtung hat neben Grundlagenaspekten (Prozessverständnis, Entwicklung des Systems Erde) große Bedeutung für angewandte Themen wie die Kohlenwasserstoff-Erkundung, Hydro- und Ingenieurgeologie.

Tektonophysik/Geochronologie

Die Vertiefungsrichtung befasst sich mit der Kinematik und Dynamik der Erde. Schwerpunktmäßig werden die kontinentale Kruste und die gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenen Komponenten des Systems Erde behandelt.


Berufsbilder und Einsatzmöglichkeiten

in der öffentlichen Verwaltung:

z.B. bei Umwelt-, Wasser- und Tiefbauämtern, wo Aufgaben im Bereich der Einschätzung und Minimierung von Georisiken übernommen werden können.

in der Rohstoffindustrie:

z.B. beim Aufsuchen und der nachhaltigen Gewinnung von Rohstoffen wie Wasser, Erzen, Baurohstoffen.

in der Bauindustrie:

z.B. als Hydrogeologe oder in der Bauüberwachung beim Bau von Straßen, Tunneln und Staudämmen.

in der Materialindustrie:

z.B. bei der Qualitätskontrolle von natürlichen Mineralen und der Entwicklung von Werkstoffen.

an Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen:

z.B. in der Grundlagenforschung.

Arbeitsplatz "Erde"

Arbeitsplatz Erde

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