Bachelor Chemie

Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Arzneimittel, Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände – ohne Chemie läuft fast gar nichts. Chemiker arbeiten an der Entwicklung und Produktion neuer Erzeugnisse, die unsere Lebensgrundlagen sichern und das Dasein angenehmer machen. Sie helfen mit chemischen und biochemischen Mitteln bei der Rückführung von Abprodukten, der Reduktion schädlicher Emissionen, der Sanierung schadstoffbelasteter Böden oder stellen Werk- und Hilfsstoffe für die Hochtechnologie-Industrie her, zum Beispiel für die Fertigung von elektronischen Bauteilen, Sensoren oder Solarzellen.


Studienkonzept

Die Lehrveranstaltungen des Chemiestudiums finden in vergleichsweise kleinen Gruppen statt. Der Anteil an Laborpraktika an den Lehrveranstaltungen ist mit 45 bis 50 Prozent sehr hoch. Dabei ist für die TU Bergakademie Freiberg ein sehr gutes Betreuer-Studierenden-Verhältnis charakteristisch. Im Gegensatz zu vielen großen Universitätten existieren auch für die Grundpraktika keinerlei Wartezeiten. Eine intensive und individuelle Betreuung erfolgt besonders in den ersten Studiensemestern durch fachübergreifende Mentoren, studentische (fachspezifische) Tutoren, technisches Personal und wissenschaftliche Assistenten. Exkursionen bzw. der Besuch von Unternehmen der chemischen Industrie sind Pflichtbestandteil des Studiums. Für Industriepraktika und Tätigkeiten als Werksstudent bietet Freiberg als Standort zahlreicher Betriebe der Geo- Umwelt-, Solar- und Halbleiterbranche vielfältige Möglichkeiten.

Rankingergebnisse

Meldung vom 12.03.2013: Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hat die Gruppe der mathematisch-naturwissenschaftlich Fächer aus dem Hochschulranking 2012 hinsichtlich ihrer Forschungsstärke, ihrem Anwendungsbezug, der Internationalität und der Studierendenorientierung in einer Sonderauswertung „Vielfältige Exzellenz 2012“ analysiert. Dabei kann die TU Bergakademie Freiberg, an der vier der insgesamt zwölf getesteten Fächergruppen studiert werden können, in der Chemie und in den Geowissenschaften Spitzenplätze erreichen. In der Chemie wird der Ressourcenuniversität ein starker Anwendungsbezug bescheinigt, in den Geowissenschaften sind die Freiberger in der Kategorie „Studierendenorientierung“ ganz vorne. 


Studienablauf

Studienablaufplan Bachelor Chemie
In den ersten vier Semestern des Bachelorstudiums werden die wichtigsten Grundlagen in den Haupt- und Nebenfächern sowie weitere übergreifende Kenntnisse u.a. in der Fachsprache Englisch vermittelt. Mit dem fünften Semester beginnt die so genannte Vertiefungsphase. Hier werden die Studierenden durch Wahlpflicht- und Wahlmodule an die Forschungsarbeiten der einzelnen Institute herangeführt. Es werden Einblicke in aktuelle Forschungsthemen der Fakultät gegeben. Dazu zählen

  • die (supra)molekulare organische Chemie
  • chemische und biochemische Sensorik
  • Molekül- und Materialchemie des Siliciums
  • Baustoff- und Salzchemie
  • hochporöse Werkstoffe
  • die (regenerative) Energieerzeugung, -wandlung und -speicherung
  • Rohstoffgewinnung und Recycling
  • Umwelt- und Biotechnologie
  • Kolloid- und Grenzflächenchemie
  • Thermochemie und Kalorimetrie

Internationalität

Weltweite wissenschaftliche Kooperationen der chemischen Institute der TU Bergakademie Freiberg sind eine gute Voraussetzung für einen Auslandsaufenthalt vor, während oder nach dem Masterstudiengang. Meist verbringen die Studierenden ein bis zwei Semester im Ausland. Dabei werden bei vorheriger Absprache alle ausländischen Studienleistungen anerkannt. Eine Finanzierung über das ERASMUS-Programm der Europäischen Union oder andere Stipendienprogramme ist fast immer möglich.


Was kommt nach dem Bachelor

Einstieg ins Masterstudium / Promotion

Der Freiberger Studiengang Chemie sieht einen konsekutiven Studienverlauf mit dem ersten Abschlussgrad „Bachelor of Science“ nach sechs Semestern und dem zweiten Abschlussgrad „Master of Science“ nach weiteren vier Semestern vor. Mit dem berufsqualifizierenden Bachelorabschluss besteht die Möglichkeit, in die Wirtschaft zu gehen oder ein Masterstudium zu beginnen. Besonders leistungsfähige Bachelorabsolventen haben die Möglichkeit, auch ohne Masterabschluss mit der Doktorarbeit zu beginnen. Während im Bachelorstudium die erforderlichen Grundlagen in Mathematik und Physik, fundierte Kenntnisse in Anorganischer, Organischer, Physikalischer, Analytischer und Technischer Chemie sowie berufsförderliche Schlüsselqualifikationen vermittelt werden, ist der Masterstudiengang wesentlich forschungsorientierter. Es werden zahlreiche Wahlmodule in unterschiedlichen Fachgebieten angeboten, u.a. in den Bereichen Bio-, Umwelt- und Werkstoffanalytik, Chemometrie, Energiewandlung und -speicherung, Halbleiterchemie, Molekülmodellierung und Quantenchemie, Photovoltaik, Produktions- und Reaktionstechnik, Salzschmelzen, Mineralchemie und Biomineralisation, Siliciumchemie, Spezielle Stoffsynthesen und supramolekulare Chemie sowie Umweltverhalten und biologische Wirkanalyse. Nach einer vorbereitenden Projektstudie im dritten Semester schließt der Masterstudiengang mit einer sechsmonatigen Masterarbeit ab. Traditionell ist der Anteil der Diplom- bzw. Masterabsolventen im Fach Chemie, die sich für eine Promotion entscheiden, mit mehr als 85 Prozent sehr groß.


Berufsbilder und Einsatzmöglichkeiten

Das Chemiestudium an der TU Bergakademie Freiberg befähigt die Absolventen insbesondere zu Tätigkeiten als anwendungsorientierte Chemiker. Ihnen steht ein breites Spektrum an beruflichen Einsatzmöglichkeiten offen:

  • in der chemischen Industrie in der Forschung, Produktionsentwicklung und Anwendungstechnik, Verfahrenstechnik, Management, Chemische Analytik, Umwelt- schutz, Marketing, Patentwesen, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation ...
  • in Unternehmen der Pharma-, Kosmetik-, Nahrungsmittel- und Agrarindustrie, der Automobil- und Verkehrsbranche, der Elektro-, Elektronik- und Baustoffindustrie sowie Unternehmen der Energie- und Rohstoffgewinnung und des Recyclings
  • an Hochschulen und Forschungsinstituten im In- und Ausland
  • im öffentlichen Dienst in Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden sowie Gewerbeaufsichtsämtern und Patentämtern
  • in der metallverarbeitenden und keramischen Industrie, in den Bereichen Entwicklung und Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen, in der Energie- und Umweltwirtschaft
  • als freiberuflicher Chemiker
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Fakultät

Der Studiengang Chemie wird angeboten von der Fakultät für Chemie und Physik, weiter zu den Informationen der Fakultät


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