Diplom Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie

Steckbrief

FakultätFakultät 5 - Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
AbschlussDipl.-Ing.
Regelstudienzeit10 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester (i.d.R. aber zum Wintersemester)
Zulassungsvoraussetzungen

Abitur bzw. fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung

BewerbungsfristBewerber mit deutschem Schulabschluss bis 30.09. und 31.03. jeden Jahres. For internationals: please apply via uni-assist.

Studienkonzept

Werkstoffe bestimmen unser Leben! Hochleistungsstähle im Automobil können im Notfall unser Leben retten, Leichtbauwerkstoffe sparen viele Millionen Tonnen Erdöl, moderne Kommunikationssysteme wären ohne Hochleistungswerkstoffe nicht denkbar. Um diese Produkte erzeugen zu können, müssen die Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe auf die jeweilige Anwendung abgestimmt werden. Dafür ist es wichtig zu wissen, was die Werkstoffeigenschaften beeinflusst und wie Werkstoffe mit den gewünschten Eigenschaften hergestellt werden. Von Glas, Keramik, Kunststoffen und Metallen bis zu den Verbundwerkstoffen oder Halbleitermaterialien ist die Palette der Werkstoffe so breit, dass Studierende sich in einem einzigen Studiengang auf bestimmte Gruppen fokussieren müssen. Daher liegt der Schwerpunkt auf metallische Werkstoffe und Halbleitermaterialien.

In den Grundlagenvorlesungen zu Beginn des Studiums werden die Zusammenhänge zwischen den technologischen Parametern des Herstellungsprozesses, der inneren Struktur der Werkstoffe und den Werkstoffeigenschaften dargestellt und die Bedingungen für einen effizienten Werkstoffeinsatz erklärt. Da die Erzeugung der Werkstoffe auf deren Verarbeitung und Nutzung ausgerichtet werden muss, werden diese Zusammenhänge an Beispielen anschaulich dargestellt. Der Kreislauf der Werkstoffe endet jedoch nicht mit dem Ende der Nutzung des jeweiligen Produktes. So muss die gesamte Kette von der Werkstofferzeugung über die Nutzung bis zum Recycling betrachtet werden, um eine nachhaltige Verwendung unserer Rohstoffe, auch der Sekundärrohstoffe bei der Wiederverwertung, sicher zu stellen.

An Deutschlands Universitäten einmalig ist die in Freiberg praktizierte enge Verknüpfung zwischen Herstellungstechnologien, Werkstoffeigenschaften und Anwendungen sowie der inneren Struktur der Werkstoffe. Besonders dieses Verständnis ist eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Diplom-Ingenieur im Bereich Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie. Und genau hierin unterscheidet sich das Studium in Freiberg deutlich von anderen Universitäten in Deutschland.

Studienablauf

Studienablauf Diplom Werkstoffwissenschaften und -technologie

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Studienrichtungen

Werkstoffwissenschaft

Studierende lernen, wie die Eigenschaften von metallischen und keramischen Werkstoffen sowie die Eigenschaften von Halbleitern mit deren Kristallstruktur und Mikrostruktur zusammenhängen. Insbesondere werden Prinzipien vermittelt, wie man die Eigenschaften dieser Werkstoffe durch die Gestaltung der Mikrostruktur mit Hilfe physikalischer und chemischer Prozesse gezielt einstellen kann.

Werkstofftechnik

In dieser Studienrichtung stehen das Verhalten von Werkstoffen im Betriebseinsatz sowie Maßnahmen zum Bauteildesign wie Wärmebehandlung, Oberflächentechnik, Korrosionsschutz und Fügetechnik im Vordergrund. 

Nichteisenmetallurgie

Studierende erlernen die Technologien zur Erzeugung von Nichteisenmetallen, deren Anwendungen und Einsatzgebiete ebenso wie Fragen der nachhaltigen Nutzung und des Recyclings. 

Stahltechnologie

Die Studierenden erwerben Kenntnisse und Fähigkeiten bzgl. Grundlagen und Technologien zur Herstellung von Roheisen und Stahl, Stahlwerkstoffen und deren Optimierung für unterschiedliche Einsatzfelder.

Gießereitechnik

Den Studierenden werden wesentliche Aspekte des modernen Gießereiwesens vermittelt – dazu gehören u.a. Kenntnisse über Gieß- und Formverfahren, Gusswerkstoffe sowie den Ablauf von Prozessen in den Gießereien. 

Umformtechnik

Die Studierenden lernen die Umformverfahren und welche Wechselwirkungen zwischen Umformprozess, Umformverhalten und Eigenschaftsentwicklung metallischer Werkstoffe bestehen. Weitere Schwerpunkte im Studium sind die Modellierung und die Simulation von Umformprozessen sowie die Entwicklung neuer Anlagenkonzepte.

Berufsfelder

Werkstofferzeugung, -verarbeitung, -anwendung, -entwicklung: z. B. Betriebs- und Entwicklungsingenieur, Qualitätssicherung

weitere Tätigkeitsfelder: z. B. Öffentlicher Dienst in Bundes- und Landesbehörden, Berufsgenossenschaften, private und öffentliche Prüfinstitute

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