Master Angewandte Naturwissenschaft

Steckbrief

FakultätFakultät 2 - Chemie und Physik
AbschlussMaster of Science (M.Sc.)
Regelstudienzeit4 Semester
StudienbeginnWinter- und Sommersemester (i.d.R. aber zum Wintersemester)
Zulassungsvoraussetzungen

Bachelor Angewandte Naturwissenschaft der TU Bergakademie oder fachlich mindestens gleichwertiger berufsqualifizierender Hochschulabschluss mit mind. 6 Semestern

BewerbungsfristBewerber mit deutschem Abschluss bis 30.09. bzw. 31.03. jeden Jahres.

Studienkonzept

Das Masterstudium ist wesentlich forschungsorientierter und von Beginn an auf vier Schwerpunkte (Umweltnaturwissenschaft/Biotechnologie,  Festkörperphysik, Halbleitertechnik und Photovoltaik oder die  Theorie der Elektronenstruktur von Materialien) ausgerichtet. Der Masterabschluss befähigt zur interdisziplinärer Forschungstätigkeit in wissenschaftlich-technischen  oder umweltnaturwissenschaftlichen bzw. biotechnologischen oder auch  medizinischen Bereichen. Genauso versetzt er aber auch in die Lage, entsprechend profilierte Arbeitsgruppen als Manager anzuleiten und zu führen.

Das viersemestrige Masterstudium kann sofort nach Abschluss des Bachelorstudiums angeschlossen werden. Der Schwerpunkt wird mit der Bewerbung auf das Studium gewählt. Die im Studium  erworbenen Kenntnisse werden in einer Projektarbeit sowie in der sechsmonatigen Masterarbeit umgesetzt und können anschließend in einem Promotionsstudium vertieft und erweitert werden.

Studienablauf

Studienablauf Master Angewandte Naturwissenschaft

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Vertiefungen

Umweltnaturwissenschaft und Biotechnologie

Dieser Schwerpunkt beinhaltet die modernen molekular-biochemischen Grundlagen der Gentechnik und Umweltmikrobiologie sowie die Nutzung von Biokatalysatoren, zum Beispiel für den Schadstoffabbau, Medikamentensynthese und Geobiotechnologie. Weiterhin stehen die Anwendung moderner spektroskopischer Methoden und Trennverfahren und deren Kopplung zur Spuren- und Vielfachkomponentenanalyse im Vordergrund, wie sie unter anderem für die Forensik benötigt werden. Zudem kann in diesem Schwerpunkt der Fokus auch auf (hydro-) geologische Aspekte und umwelt- bzw. ökologisch relevante Fragestellungen gelegt werden. Hier finden auch modernste Methoden der Spektroskopie und Elementanalytik sowie statistische Datenanalyse Anwendung.

Festkörperphysik

Nano-, Halbleiter- und Solartechnologie sowie weitere interdisziplinäre Module bestimmen diesen  Schwerpunkt. Neben den theoretischen Grundlagen wird in verschiedenen Praktika das Wissen über moderne analytische Methoden vermittelt. Es besteht z. B. die Möglichkeit, sich eingehend mit Strahlen- und Laserphysik, magnetischen Materialsystemen und Oberflächenspektroskopie auseinander zu setzen. Daraus resultieren zahlreiche Anwendungen in Technik (z.B. Raumfahrt) und Medizin (z.B. MRT).

Halbleitertechnik und Photovoltaik

Die Vertiefung behandelt naturwissenschaftliche, technische betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte der Halbleitertechnik und Photovoltaik. Die Herstellung, Charakterisierung und Verarbeitung von Halbleitermaterialien, die auch die Basis für die moderne Mikro- und Nanoelektronik bilden, spielen hier eine wesentliche Rolle. Durch die räumliche Nähe zur heimischen Halbleiter- und Photovoltaikindustrie wird den Studierenden von Experten aus der Industrie Wissen aus erster Hand vermittelt. Die Studenten werden Teil eines kleinen Teams, das zusammen mit den Technologieverantwortlichen über den Stand der Technik in der Industrie und neue Konzepte und deren mögliche Umsetzung diskutiert. Während des Studiums werden Praktika und Graduierungsarbeiten in den beteiligten Unternehmen absolviert. In der Vertiefung wird die Grundlagenvermittlung mit der anwendungsnahen Forschung von Universität und Industrie zu verknüpft.

Theorie der Elektronenstruktur von Materialien

Viele Eigenschaften von Materialien können direkt aus den Grundgleichungen der Elektronenstruktur von Festkörpern abgeleitet und explizit ausgerechnet werden. Damit ergeben sich vielfältige Forschungsmöglichkeiten in der Physik, Chemie und Materialwissenschaft an  Forschungseinrichtungen und Universitäten, denn  experimentelle Messungen werden heute immer mit  Computersimulationen verglichen, um ein fundamentaleres  Verständnis physikalischer Vorgänge zu gewinnen.

Sie lernen in Ihrem Studium sich schnell in komplexe  Sachverhalte einzuarbeiten, kausale Zusammenhänge  zu erkennen und strukturiert zu arbeiten.  Die erworbenen Kenntnisse können dann leicht auf eine  Vielzahl von anderen Problemstellungen übertragen  werden. Wegen ihrer analytischen, mathematischen und  lösungsorientierten Art zu denken sind Theoretiker auch in  der Industrie, bei Finanzdienstleistern, Versicherungen  oder Unternehmensberatungen gefragt. Die Fähigkeit  Modelle komplexer Systeme mit modernsten Techniken zu  programmieren ist eine weitere Stärke, die den Einstieg  in die Wirtschaft ermöglicht.

Nähere Informationen für Bewerber zum Hintergrund, Inhalt und Studienablaufplan finden Sie hier.

Berufsfelder

in kleinen und mittelständischen Unternehmen: z. B. mit Produktions- und Dienstleistungsaufgaben bevorzugt in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen

in der Großindustrie: z. B. besonders in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen,

in öffentlichen Verwaltungen: z. B. Umweltämtern

bei Banken und Versicherungen: z. B. Risiko- und Folgenabschätzung

als unabhängiger Gutachter: für z. B. Forschungs- und Entwicklungsaufträge

in Kliniken, Instituten, Laboren, Ingenieurbüros mit entsprechendem Profil: z. B. Medizintechnik, Biomedizin, Umwelttechnik und -kontrolle, Spezialmaterialien, Halbleiterbauelemente, Sensoren, Überwachungstechnik

in interdisziplinärer Grundlagen- und angewandter Forschung: z. B. in Physik, Chemie, Biologie, Pharmazie oder den Lebens- und Materialwissenschaften

in der wissenschaftlichen Bildungstätigkeit: z. B. Hochschulen, Akademien etc. oder als Wissenschaftsjournalist 

als selbständige Unternehmer: z. B. in Forschung und Entwicklung und Subunternehmer für Großunternehmen

Servicebereich

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